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Schwanengesang [Taschenbuch]

Andreas Hoppert
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 314 Seiten
  • Verlag: Grafit; Auflage: 1. (21. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894253975
  • ISBN-13: 978-3894253974
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 178.569 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Andreas Hoppert ist ein Spezialist für ungewöhnlich konstruierte Krimis." (Associated Press)

Kurzbeschreibung

Ein Arzt sucht Rechtsanwalt Marc Hagen mit einem delikaten Problem auf: Eine seiner Patientinnen ist todkrank und möchte ihrem Leben ein Ende setzen. Wie kann ihr geholfen werden, ohne dass es für den Helfer ein juristisches Nachspiel hat? Zwar will Marc mit Sterbehilfe nichts zu tun haben, doch er beschließt, eine Entscheidung erst zu fällen, wenn er Johanna Reichert kennengelernt hat. Nach dem Treffen steht für den Anwalt fest, dass er dieser Frau helfen wird. Um den Arzt vor möglichen Anschuldigungen zu schützen, besorgt Marc sogar den tödlichen Medikamentencocktail. Zu seiner eigenen Absicherung hält er per Videokamera die Aussage Johanna Reicherts fest, dass es ihr freier Wille ist zu sterben. Dann verlässt Marc das Haus und die Kamera filmt, wie die Frau die Medikamente einnimmt und stirbt. Zwei Wochen später steht die Polizei vor Marcs Tür. Die Anklage lautet: Mord. Denn Johanna Reichert litt gar nicht an einer Krankeit, sie war kerngesund. Als dann auch noch der Arzt spurlos verschwindet, wird Marc klar, dass er das Opfer einer Intrige ist …

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sterbehilfe oder Mord? 26. März 2012
Von Hamlet
Format:Taschenbuch
Ein Arzt sucht Rechtsanwalt Marc Hagen mit einem delikaten Problem auf: Eine seiner Patientinnen ist todkrank und möchte ihrem Leben ein Ende setzen. Wie kann ihr geholfen werden, ohne dass es für den Helfer ein juristisches Nachspiel hat? Zwar will Marc mit Sterbehilfe nichts zu tun haben, doch er beschließt, eine Entscheidung erst zu fällen, wenn er Johanna Reichert kennengelernt hat. (Verlagsinfo)

Und damit nimmt das Unheil seinen Lauf, denn der Anwalt entscheidet sich, stellvertretend für den Arzt, dessen Patientin bei der Selbsttötung zu unterstützen. Allerdings nicht ohne Absicherung, und deshalb filmt er den Vorgang.

Aber auch das nützt ihm herzlich wenig, denn zum einen stellt sich bei der Obduktion der Toten heraus, dass diese kerngesund war und zum anderen erscheint es der Kriminalpolizei äußerst verdächtig, dass Johanna Reichert kurz vor ihrem Freitod ihr Testament zu Gunsten Marc Hagens geändert hat.

Andreas Hoppert legt in "Schwanengesang" den Schwerpunkt sowohl auf ethische und moralische Aspekte der Tötung auf Verlangen als auch auf die juristischen Konsequenzen, die aktive Sterbehilfe nach sich ziehen kann.

Daraus macht er einen spannenden Kriminalroman, dessen Ende zwar etwas abrupt und konstruiert erscheinen mag, aber schon alleine durch diese besonderen Fragestellungen äußerst lesenswert ist.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von 'Buchwelten' VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Marc Hagen, Rechtsanwalt, Anfang 40, betreibt eine recht gut gehende Kanzlei. Nach einer Verhandlung wird er im Gericht von einem ihm Unbekannten angesprochen. Er stellt sich ihm als Dr. Heinen vor und tritt nach einigen Minuten mit einer sehr außergewöhnlichen Bitte an ihn heran.

Er soll seiner todkranken Patientin Johanna Reichert zum Selbstmord verhelfen, da Sterbehilfe in Deutschland bekanntlich untersagt ist. Und da er als Mediziner diese Tat nicht ausführen kann und Frau Reicherts beste Freundin es nicht will, bitter er Marc Hagen um Hilfe. Dieser wundert sich natürlich, warum der Arzt ausgerechnet auf ihn zukommt, aber auf Marcs Nachfragen hat Dr. Heinen gute Argumente und Hagen ist überzeugt.

Heinen sagt ihm, dass seine Patientin an Magenkrebs im Endstadium erkrankt ist und ihre Lebenserwartung ohnehin nur noch einige Wochen beträgt. Johanna Reichert leidet unter erheblichen Schmerzen und wünscht sich nichts sehnlicher als den Tod herbei.

Der Rechtsanwalt lässt sich überreden die Patientin in ihrem Haus aufzusuchen, kennen zu lernen und sich selber ein Bild von ihrem Leiden zu machen. Bei diesem Besuch ist Marc Hagen dann betroffen, erschrocken vom Anblick der einst wunderschönen Frau (wie er auf einem Porträt im Wohnzimmer sehen konnte) und recht schnell hat er für sich den Entschluss gefasst ihr zu helfen. Natürlich sagt er nicht direkt zu, denn er will die Entscheidung noch mit seiner Lebensgefährtin Melanie besprechen.

Als Marc ihr von der leidenden Frau und ihrem Wunsch erzählt und dass er derjenige sein soll, der ihr zum Selbstmord verhelfen will, ist sie allerdings nicht nur geschockt, sondern auch vollkommen dagegen. Sie sagt, dass Marc sich dadurch in Schwierigkeiten bringen wird und er die Finger von der Sache lassen soll. Sein bester Freund Gabriel reagiert genauso und auch als Marc ihm erzählt, wie er sich absichern will, lässt dieser nicht überzeugen. Gabriel ist ebenfalls Anwalt und rät Marc dringend davon ab, diese 'Hilfestellung' zu leisten. Der argumentiert aber dagegen, dass er von der eigentlich Tat eine Videoaufzeichnung fertigen will, in der Johanna Reichert ihren Wunsch äußert und aussagt, den tödlichen Medikamentencocktail auf eigenen Wunsch zu nehmen.

Letztendlich kann Marc Hagen es mit seinem eigenen Gewissen nicht anders vereinbaren, als dass er Johanna Reichert helfen wird und ihr den Wunsch des Todes und der Erfüllung ihrer Leiden zu erfüllen. Alle Gegenargumente seiner Lebensgefährtin und seines Freundes bringen ihn nicht davon ab und so zieht er die Sache durch.

Das Sterben von Johanna Reichert läuft genauso ab wie geplant. Die ganze Aktion wird per Video aufgezeichnet und Marc Hagen interviewt die Patientin vor der Gabe des tödlichen Mixes ausführlich um notfalls ihre geistige Stärke nachweisen zu können. Alles läuft planmässig ab: Johanna Reichert entschläft friedlich und die Aufzeichnung ihres Todes ist mit der Videokamera festgehalten.

Etwa zwei Wochen nach dem Tod der Frau stehen zwei Kripo-Beamte in Hagens Kanzlei. Mit dabei haben sie eine Ausfertigung der DVD, die den Tod von Johanna Reichert zeigt. Marc ist sich keiner Schuld bewusst und argumentiert dementsprechend gegenüber den Polizisten. Die offenbaren ihm allerdings etwas weniger erfreuliches:
Johanna Reichert wurde nach ihrem Tod obduziert und dabei wurde festgestellt, dass die Frau keinen Krebs hatte. Sie war kerngesund. In ihrem Körper befand sich keine einzige Krebszelle.

Wie kann das sein? Marc Hagen hat mit der Frau gesprochen und gesehen, wie sehr sie unter den starken Schmerzen litt. Nun scheint die Warnung seiner Lebensgefährtin wahr zu werden: Marc Hagen steckt offensichtlich tatsächlich in großen Schwierigkeiten '

***

Die Inhaltsangabe des Romans hatte meine Neugier sofort geweckt und die Geschichte hat es auch geschafft mich zu fesseln. In einem einfachen aber dennoch guten Schreibstil hat der Autor eine Geschichte voller Intrigen, Lügen und vieler Verwirrungen zu erzählen.

Der gutgläubige Anwalt Marc Hagen war mir auf Anhieb sympathisch und auch wenn es bereits mehrere Romane mit ihm gibt, wovon ich jedoch keinen gelesen habe, kam ich mit der Handlung gut zurecht. Wie Hagen mit sich und seinem Gewissen haderte, letztendlich doch den entscheidenden Schritt gewagt und nachher mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln auf eigene Faust ermittelt hat, um diese Geschichte aufzuklären gefiel mir.

Die Figur des Freundes Gabriel war mir jedoch oft zu übertrieben und überzogen. Die Dallas-Manie dieses Charakters fand ich anfangs noch amüsant, war ich in den 80er selber ein Dallas Fan, doch ab einem gewissen Zeitpunkt war es mir in der Tat zu viel des Guten.

Die Entwicklung zum Ende hin hatte ich vorhergesehen, auch wenn auf dem Weg dorthin viele Fährten gelegt waren, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Das Finale hat mich dann auch dementsprechend nicht so wirklich überzeugt, ich hatte auch das Gefühl, dass der Autor hier soviel reinpacken wollte, wie es eben ging.

Dennoch hat mir die Geschichte um den sympathischen Rechtsanwalt gut gefallen. Der Roman ist sehr kurzweilig geschrieben, schafft es zu fesseln und bringt viele unterschiedliche Charaktere auf die Buchseiten.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für einen Anwalts-Krimi der Lesevergnügen bereitet, sehr wohl spannend, für mich aber an manchen Stellen etwas zu überzogen und überfrachtet ist.

© Buchwelten 2012
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Regina Berger TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Andreas Hoppert (selbst Richter) schreibt erfrischende und durchwegs unterhaltsame Justizkrimis. Wer meint, Juristerei sei sterbenslangweilig, wird mit seinem neusten Buch, in dem Sterbehilfe das zentrale Thema ist, eines Besseren belehrt.

Der überaus sympathische Rechtsanwalt Marc Hagen trifft bei einer Gerichtsverhandlung auf den charismatischen Arzt Dr. Gerd Heinen. Der Arzt wendet sich mit der Bitte um Hilfe für eine seiner unheilbar kranken Krebspatientinnen an den Rechtsanwalt. Marc Hagen soll der todkranken Patientin Johanna Reichert dabei helfen, aus freiem Willen aus dem Leben zu scheiden, ohne dass es ein juristisches Nachspiel hat. Es ist ein schmaler juristischer Grad zwischen aktiver Beihilfe zum Selbstmord und zur Tötung auf Verlangen, also Mord. "Lass! Die! Finger! Davon!" meinen Marc`s Lebensgefährtin Melanie, sowie sein bester Freund Gabriel, der (und das spielt eine große Rolle) begnadeter Dallas-Fan ist. Doch Marc gerät durch seine Menschlichkeit in eine abstruse Situation und steht schon bald unter Mordverdacht.
Was hat es mit der Freundin der Toten, Charlotte Vollmer auf sich? Welche Rolle spielt das Hausmädchen Yvonne? Was ist das für ein Verein-Wider-des-Vergessens-der-Aktion-T4, der plötzlich ins Rampenlicht rückt? Hat das angeblich krebsheilende Medikament der Firma Heinol, deren Geschäftsführer Dr. Heinen ist, etwas damit zu tun? Und selbst der bislang im Streit mit der Verstorbenen stehende Neffe Andreas Rottmann zeigt sich nach Testamentseröffnung auf einmal versöhnlich. Dass Marc Opfer einer Intrige ist, wird schnell klar, doch die Verflechtungen aufzudröseln, dauert eine Weile. Das liegt daran, dass der Autor es exzellent versteht, Fährten zu legen, um sie dann wieder zu verwischen.

Innerhalb nur weniger Seiten ist man mittendrin in der Handlung. Wer die Fernsehserie "Dallas" mochte, wird sich leichter tun. Warum, das klärt sich im Laufe der Handlung.

Der Krimi hat allerbesten Unterhaltungswert. Zum Schluss wirkt die Auflösung etwas konstruiert, was mich zu einem Punkt Abzug veranlasst. Der Spannung tut dies aber keinerlei Abbruch. Für mich war >Schwanengesang< ein weiterer raffinierter und facettenreicher Justizkrimi aus der Feder des deutschen Krimiautors.
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