Aus der Amazon.de-Redaktion
Amerikanisch locker in der Schreibe macht Schwager dem Leser dazu klar, was ein Balkenchart von einem Linien- oder Kerzenchart unterscheidet und/oder wie man Trendlinien bestimmt und aus ihnen schlau wird. Und der Leser lernt, was Kurslücken sind (Tief des heutigen Tages über dem Hoch des gestrigen Tages) oder wie er mit Oszillatorwerten umgeht. Das Geheimnis des Erfolgs liegt, so Schwager, neben dem Wissen um die Zusammenhänge im richtigen Bewerten der Informationen. Und hierzu liefert das Buch mannigfaltige Beispiele. Überhaupt: Viel Praxis gibt es in dem Buch. Wann einsteigen etwa? Und wo sind Ausstiegskriterien? Der Autor verrät, wie beides festgelegt werden kann.
Eine interessante Methode, das Gelernte zu überprüfen, findet der Leser im Kapitel "Chartanalye in der realen Welt". Schwager präsentiert 19 Fallstudien (Charts) und nennt diverse stimmige oder nicht stimmige Gründe für einen Ein- oder Ausstieg. Die Frage an den Leser: Zustimmung oder Ablehnung? Auf der jeweils folgenden Seite steht dann, ob die Leserwertung der Realität entsprochen hat.
Gut, clever und endlich mal in einem Buch erwähnt: Kriterien zur Softwareauswahl für eine Chartanalyse. Denn ohne Computer läuft hier nicht mehr viel. Schwager warnt berechtigterweise vor (teuren) Programmfunktionalitäten, die dann nicht angewendet werden. Und er analysiert technische Handelssysteme und gibt grundsätzliche Infos zum Testen und Optimieren derselben.
Mit den diversen Tipps für Trader macht dieses Werk dem Anspruch, ein Praxisbuch zu sein, dann schließlich alle Ehre. Fazit zum Buch: dick (381 Seiten) und gut. Vor allem auch für solche Leser interessant, die es mit Mathe nicht so haben. Dieser (wichtige) Teil findet sich gesammelt im Anhang. Insgesamt bietet das Buch eine umfangreiche Chance, viel zu lernen und für das Trading Rüstzeug aufzubauen. Und letztlich auch, aus dem Henne-Ei-Problem der Börsianer geschickt die eigene Position herauszukristallisieren und umzusetzen. --Horst-Joachim Hoffmann
Kurzbeschreibung
Für den nötigen Überblick beim Auf und Ab der Kurven, Trendlinien und Indikatoren sorgt das Buch Technische Analyse. Hinter dem wenig fantasievollen Namen verbirgt sich ein mit viel Ehrgeiz und Herzblut geschriebener Ratgeber von hohem Nutzwert für den Leser. Das Ziel des Verfassers besteht darin, eine oft missverstandene, aber doch wichtige Analysetechnik in einfache Analyseinstrumente zu übersetzen, die jeder Kapitalanleger sofort anwenden kann, ohne Abstriche an der Qualität seiner Analyse zu machen.