Aus der Amazon.de-Redaktion
Von der Reeperbahn ins Künstlerviertel -- von "Großer Freiheit" zur "Münchner Freiheit", von Hamburg nach München -- genauer gesagt nach Schwabing, dem Ortsteil Münchens, der in den 60er- und 70er-Jahren aufgrund der kulturellen Vielfalt abseits des sonst eher konservativen Münchens (natürlich -- man ist ja in Bayern) bei den Hipstern schwer angesagt war und noch heute vom damaligen Ruhm zehrt. Den dazu passenden Soundtrack
Schwabing Affairs liefert einmal mehr das Kölner Diggler Label (ob der dritte Teil der Serie
Porz Affairs heißen wird?), welches erneut die Archive nach Soundtracks aus der Halbwelt durchwühlt hat, um den zumindest musikalischen Flair Schwabings wiederzubeleben.
Dabei herausgekommen ist ein wunderbares Zeitdokument, welches unabhängig von seiner eigentlichen Bestimmung (Untermalung für halbseidene Filmchen) funktioniert und dabei zu gefallen weiß. Die Ausfallquote ist objektiv gesehen gering, vorausgesetzt man stört sich nicht an den vielen Vokaleinlagen (die im Easy Listening eher handelsunüblich sind). Lediglich der Einsteiger bietet gleich zu Beginn den größten Dämpfer -- das dümmliche "Hoppe Hoppe Reiter" (bitte keine Fragen zum zugehörigen Film) gefällt zwar durch klassischen Sixties-Beat, ruiniert sich aber durch schreckliche Kinderreim-Samples von selbst, was dem postiven Gesamteindruck zum Glück wenig schadet. --Daniel Hofmann