Kurzbeschreibung
Von Leuten, die Spatzen bemalen und von anderen wahren Begebenheiten
Man neckt die Ulmer mit "Spatzen", die Stuttgarter mit "Stäffelesrutscher", die Tübinger mit "G"ge", die Heidelberger mit "Neckarschleimer" und die Herrenberger mit "Plastersteinscheißer". In jedem Dorf und in allen Städten Baden-Württembergs sind schon von alters her die oft haarsträubenden Ortsnecknamen heimisch. Dahinter stecken unglaubliche Begebenheiten, die nicht nur den Witz und Humor des wilden Südens verkörpern, sondern darüber hinaus ein gerüttelt Maß an Deftigkeit, Originalität, Bauernschläue und Todesverachtung offenbaren.
Ortsnecknamen kursieren in allen Orten Baden-Württembergs schon seit Jahrhunderten in mündlicher Überlieferung. Doch die Frage, warum die einen mit "Froschabschlecker", die anderen mit "Pflastersteinscheißer" oder "Käsreiter" gefoppt werden, kann kaum jemand beantworten. Also gingen unsere beiden Autoren der Sache ernsthaft auf den Grund. Mit kriminalistischem Spürsinn wurden alle möglichen Leute befragt: Bauern beim Stallmisten, Kirchgänger auf dem Weg zum Frühschoppen, Landfrauen beim Felderhacken, Totengräber, Waldarbeiter, Wirte, Viehhändler, Heimatforscher und ganze Familien beim Schlachtfest oder beim Mosten. Dabei kam Außergewöhnliches ans Tageslicht. Und was wahr ist, musste zu Papier gebracht werden, so lange die Alten noch erzählen können. Die oftmals unfassbaren Taten und Vorfälle erzählt dieses Buch in frappierender Offenheit.
Dieser dritte Band der Buchreihe zum Thema "Ortsnecknamen" befasst sich mit der Landeshauptstadt Stuttgart und allen ihren vielfach ausgesprochen eigenständigen Teilorten - ein literarischer Streifzug durch fast vergessene Landeskunde der direkten, freimütigen Art. Dazu passen auch vortrefflich die humorvoll-hintersinnigen Illustrationen, die jede der über dreißig Geschichten begleiten.Hans Anthon Wagner, im Hauptberuf Freischaffender Künstler und Einsiedler-Poet (er wohnt in einem Schäferkarren am Rande des Schönbuchs) und der Historiker und Lehrer Wolfgang Wulz fanden in einem dörflichen Männergesangverein zusammen. Ihr Interesse an humoriger Heimatgeschichte, wie sie in "großen" Geschichtsbüchern leider nur selten ihren Niederschlag findet, ließ die beiden ihre Fähigkeiten bündeln. In bis jetzt fünf Buchbänden, deren Titel alle mit "Von Leuten, die ... " beginnen, haben die "Schatzgräber des Volkshumors" (Stuttgarter Zeitung) viele einmalige Begebenheiten vor dem Vergessen bewahrt.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Autorenportrait
Hans Anthon Wagner ist im Hauptberuf Freischaffender Künstler und Einsiedler-Poet (er wohnt in einem Schäferkarren am Rande des Schönbuchs). Er hat ein großes Interesse an humoriger Heimatgeschichte, was sich in auch in seinen Werken wiederspiegelt. Wolfgang Wulz ist Historiker und Lehrer. Zusammen mit Hans Anthon Wagner, den er in einem dörflichen Männergesangverein traf, veröffentlichte er die Bände, deren Titel jeweils mit "Von Leuten, die ..." beginnen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.