Als ich das Buch las, fühlte ich mich im ersten Teil wirklich gut beraten. Viele Krankheiten werden erklärt, also Symptome, Verlauf und Behandlung. Hier erhält man endlich eine Entscheidungsgrundlage ohne Panikmache. Ich hatte den Eindruck, dass hier ein Mediziner neutral informieren möchte.
Dem zweiten Teil des Buches stehe ich sehr kritisch gegenüber. In einem Erfahrungsbericht eines Kinderarztes, dessen ungeimpftes Kind an Masern erkrankte und ins Koma fiel, wurde geschildert, welch positive Auswirkungen die Krankheit auf die ganze Familie hatte (Zusammenhalt, Entwicklungssprung beim genesenen Kind). Sorry - die Sache ist zwar gut ausgegangen, aber wenn ich durch eine Impfung verhindern kann, dass mein Kind ins Koma fällt, dann gebe ich ihm diese! Somit hat der impfkritische Autor aus meiner Sicht sein Ziel verfehlt.
Meine persönliche Empfehlung wäre, den ersten Teil zu lesen und sich mit diesem Wissen, bei einem vernünftigen Arzt beraten lassen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte die Patienten zunächst einschüchtern. Sie meinen es sicher nicht böse, aber deren Informationen der Pharma-Hersteller sind grundsätzlich mindestens ebenso einseitig, wie die der absoluten Impf-Gegener.
Wenn man diesen Ärzten etwas Wind aus den Segeln nimmt oder sich einen vernünftigen sucht, der tatsächlich berät und nicht nur Impf-Broschüren verteilt, dann lässt sich ein Impfplan erstellen, der die Kleinsten nur gering belastet und die individuellen Lebensumstände berücksichtigt.