Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Schutzengel.
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Schutzengel. [Taschenbuch]

Carlo Lucarelli , Peter Klöss
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch --  

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 140 Seiten
  • Verlag: Goldmann (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442541867
  • ISBN-13: 978-3442541867
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 533.937 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

In Italien hat er bereits Kult-Status und es ist gar keine Frage: seine Fangemeinde wächst auch hierzulande. Belebend frisch, spontan überraschend und köstlich unverbraucht legt der gerade mal 41-jährige Carlo Lucarelli los. Das quirrlige Multitalent ist nicht nur Italiens Eduard Zimmermann im Fernsehen, er schreibt Comics, Theaterstücke, Drehbücher für Videoclips und gibt eine Internet-Zeitschrift heraus. Schutzengel, eigentlich sollte es ja ein Thriller sein, aber es werden wohl eher Lachmuskeln strapaziert, als dass Gänsehaut aufkommt. Ist ja auch nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil.

Den Mitte 20-jährigen Coliandro, früher mal Ordnungshüter im Streifenwagen, dann nach abenteuerlichen Missgeschicken in die polizeiliche Kantinenbeschaffung abkommandiert, aber immer noch vom Heldentum Marke Clint Eatswood träumend, schließt man gleich ins Herz. Tollpatschig wie ein frisch geborenes Elefantenbaby, gesegnet mit schlagfertigem Witz und einer schnodderigen Twensprache. Seit er "aus Versehen zehntausend Becher Blaubeerjoghurt bestellt" hat, geht vieles schief: "schöne Scheiße", nichts klappt wie geplant: "Dreckmisthurenkacke". Seine Möchte-gern aber Will-nicht-so-recht-Freundin Nikita, sie jobbt als Kurierfahrerin, vertraut sich ihm samt einem rätselhaften Päckchen mit noch mysteriöserem Inhalt an.

Italien, Bologna, klar, da ist die Mafia mit im Spiel und das, was "dreihundert Prozent Profit abwirft: Kokain". Und wer mag wohl der "Schutzengel mit Robe" sein? Na, so ein bisschen Spannung kommt schon auf, wenn Lucarelli das organisierte Verbrechen und den Rechtsapparat augenzwinkernd auf die Schippe nimmt.

Der Roman, mit 170 Seiten abendfüllend, glänzt durch großes Einfühlungsvermögen für seine beiden jungen Helden -- kein Wunder, wenn er Zeit hat, singt Autor Lucarelli auch noch in einer Post-Punk-Band. --Barbara Wegmann -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Authentisches Hintergrundrauschen

Zwei neue Krimis von Carlo Lucarelli

Natürlich: Commissario De Luca trägt einen Regenmantel. Selbstverständlich: Er will die Wahrheit ans Licht bringen. Ausserdem: graue Gesichtsfarbe, Schlaflosigkeit, Magenschmerzen und ein messerscharfer Verstand. Viele Gegner, viele Unwägbarkeiten.

An einem kühlen Apriltag des Jahres 1948 wird der Commissario in eine heruntergekommene Gegend Bolognas gerufen. In einem Bordell in der Via delle Oche gibt es einen Toten. Kaum 20 Jahre alt, Faktotum des Etablissements, ehemaliger Boxer und überzeugter Kommunist. Angeblich ein Selbstmörder, doch De Luca durchschaut die Inszenierung und vermutet einen politischen Hintergrund. Die ersten demokratischen Wahlen stehen kurz bevor, man befürchtet einen Sieg der Kommunisten, die Lage in der Stadt ist angespannt. De Luca gerät mit seinen Ermittlungen zwischen alle Fronten, er kommt den Tätern dennoch auf die Spur, muss sich aber bald darauf wegen seiner eigenen Vergangenheit als Polizist unter den Faschisten verantworten.

«Der rote Sonntag» heisst der neue Fall des Commissario, sein dritter in deutscher Sprache, und ist wie «Freie Hand für De Luca» (Piper, 1999) und «Der trübe Sommer» (Piper, 2000) in den vierziger Jahren angesiedelt. In Italien macht Carlo Lucarelli mit seinen Krimis Furore: Fünfzehn Romane liegen insgesamt vor, die sich im Schnitt 80 000-mal verkauften; neben der De-Luca-Serie gibt es eine zweite Reihe mit dem Sovraintendente Coliandro, die im zeitgenössischen Bologna angesiedelt ist. Auch in Deutschland ist Lucarelli gefragt: Die De-Luca-Bände erreichen eine Auflage von insgesamt 20 000 Stück. Du Mont brachte im vergangenen Jahr den Krimi «Der grüne Leguan heraus», bei Kritik und Publikum ein Grosserfolg, und veröffentlicht jetzt den ersten Coliandro-Band, «Schutzengel», auf Deutsch. Was ist das Besondere an Lucarelli?

Aufklärungsdrang

Der Bologneser Schriftsteller hat, genau wie Andrea Camilleri, Henning Mankell und Donna Leon, einen Serienhelden erfunden, der die traditionellen Detektiv-Eigenschaften besitzt, aber dennoch ausreichend exzentrisch ist. Einen Mann, an den man sich rasch gewöhnt, eine Ordnungsinstanz. Mit seinem positivistischen Aufklärungsdrang wirkt De Luca auf den ersten Blick wie ein Urahn Sherlock Holmes'. Unbeirrbar kombiniert er sämtliche Indizien und schert sich nicht um seine Auftraggeber, ausserdem steht ihm ein Watson-artiger Adlatus namens Pugliese zur Seite. De Luca könnte auch ein entfernter Schwager des Pariser Kollegen Maigret sein oder ein Cousin von Camilleris Montalbano, mit denen er die Besessenheit und die Neigung zur Melancholie teilt. Er wirkt also wie ein klassischer Detektiv – aber nur fast. Anders als für seine englischen, französischen und sizilianischen Verwandten kann man für De Luca keine uneingeschränkte Sympathie empfinden. Der Commissario ist ein zwiespältiger Charakter, und genau das scheint ihn attraktiv zu machen.

Durch die ambivalenten Züge seines Helden stört Carlo Lucarelli den Identifikationsprozess, der eigentlich typisch für Krimis ist: Einer, der auf der richtigen Seite steht, jagt einen anderen, der ein Verbrechen begangen hat; der eine ist gut, der andere böse, und als Leser schlägt man sich gemeinsam mit dem Detektiv auf die Seite der Gerechtigkeit. De Luca fühlt sich zwar der Wahrheit verpflichtet, hat sich als unpolitischer Mensch nie um die Machthaber gekümmert und kommt in die absurde Lage, abwechselnd Antifaschisten und Faschisten zu verhaften, je nachdem, wer seine Befehlshaber sind. Er ist ein Durchschnittsbürger mit einem Durchschnittsverhalten, ein Opportunist in Situationen, die ein eindeutiges Bekenntnis verlangt hätten.

Gründlich recherchiert

Anders als Donna Leon wartet der 40-jährige Bologneser nicht mit den üblichen Italien-Klischees auf. Seine De-Luca-Serie erschliesst historisch und topographisch neue Räume, denn weder Bologna noch die vierziger Jahre waren je zuvor Gegenstand von Kriminalromanen. Auch «Der rote Sonntag» ist gründlich recherchiert. Lucarelli, ursprünglich Student der Geschichtswissenschaften, arbeitet mit Zitaten aus Zeitungen und Ausschnitten aus öffentlichen Statuten und inszeniert eine Art authentisches Hintergrundrauschen. Sein neuer De-Luca-Band ist sicherlich kein spektakuläres literarisches Werk, aber handwerklich gut gearbeitet. Lucarelli zeigt Geschick im Umgang mit dem Genre. Er variiert es, ohne es allzu sehr zu verändern, und stiftet eine Form von produktiver Verunsicherung, die der Leser ohne Mühe verkraftet. Es gibt einen Mord, einen Täter und einen Kommissar, der einen nachvollziehbaren Erkenntnisprozess durchläuft. Aber das Böse wird am Ende nicht eliminiert oder auch nur gebannt – eine verpflichtende Ordnung, die alle gesellschaftlichen Kräfte bindet, existiert nicht mehr. Die Lage ist unübersichtlich, die politischen Systeme sind im Fluss, alles ändert sich.

Die zweite Neuerscheinung von Lucarelli ist allerdings eine Enttäuschung. Nach dem auch formal spannenden «Grünen Leguan» mit der atemraubenden Polizistin Grazia Negro und dem blinden Spurensucher Simone, der akustisch nach dem Täter recherchiert, wirkt das Heldenpärchen von «Der Schutzengel» blass und langweilig. Sovraintendente Coliandro, redlich, aber dümmlich, ergreift in einem unverwechselbaren Bullen-Sound selbst das Wort, verbreitet Allgemeinplätze über Polizisten, Frauen und das Leben überhaupt, klopft rassistische Sprüche und landet eher aus Zufall mal einen Coup. Seine Kumpanin, die Punkerin Nikita, stellt seine Weltsicht zwar auf eine harte Probe und bringt ihn auf die Fährte einer Mafia-Splittergruppe, aber auch das kann den Roman nicht retten. Die Klischees werden dem Leser allzu ungebrochen serviert, das Spiel mit unterschiedlichen Textsorten wirkt erzwungen, die Handlung konstruiert, und das Ganze hat eher den Charakter einer Stilübung. Vielleicht halten Regenmäntel und andere altbewährte Requisiten doch länger.

Maike Albath -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(1)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Marco Coliandro wird durch seine Ex-Freundin Simona »Nikita« Stanzani in ein mafioses Abenteuer hineingezogen. Sie konnte als Kurierfahrerin ein Päckchen nicht ausliefern; die Mafia jagt dem Päckchen nach. (Diese Thematik greift Lucarelli in Laura di Rimini noch durchgedrehter wieder auf.)
Der Thriller Schutzengel gewinnt seine Dramatik aus dem komischen Paar Coliandro - Nikita, den witzigen Dialogen und dadurch, daß Lucarelli seine Leser auf fast jeder Seite überrascht, um nicht zu sagen: hereinlegt.
Dabei muß man dem Autor ein paar haarsträubende Übertreibungen abkaufen. So flüchtet Coliandro trotz Infusion ohne zweimal zu überlegen aus dem Krankenhaus (S. 97) oder ballert beherrschungslos herum (S. 44).
Auf den 174 Seiten passiert mehr als bei anderen Kriminalromanen mit 300 Seiten. Wer sich auf Lucarellis Augenzwinkern einläßt, hat ein turbulentes Lesevergnügen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Unter den heutigen italienischen Krimiautoren ist Carlo Lucarelli sicher einer von jenen, die am flottesten, "modernsten" erzählen können. Die Frage, ob Krimis ernst zu nehmende Literatur sind, stellt sich bei ihm nicht mehr.
Held des Buches ist Sovrintendente Coliandra, degradiert vom Streifenwagenfahrer zum Dienst in der Kantine. Ihm vertraut sich die Kurierfahrerin Nikita an, der bei einem Sturz ein Paket platzt, aus dem 200 Millionen Lire fallen. Dass es da nicht mit rechten Dingen zugeht, ist klar - und noch unklarer wird die Sache, als ein toter Buchhalter, 3 tote Kampfhunde und viele Kugeln aus einer Polizeipistole gefunden werden...
Ein (moderner) Krimi in interessanter Form; flott zu lesen - und typisch italienisch!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schutzengel braucht jeder 26. April 2003
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Der Krimi aus italienischen Landen ist in den letzten Jahren stark strapaziert worden - und viele Autoren scheinen ermüdet - Carlo Lucarelli ist einer der jungen und unverbrauchten.
Sein *kleiner* Roman "Schutzengel* (141 Seiten / Goldmann) ist liebenswert und sogleich chaotisch - wie seine Protagonisten: der Polizist Coliandro und Nikita, das Punkmädchen. Es geht um Millionen von Liren, die aber eigentlich für die Mafia bestimmt sind - und nun ist ein *Schutzengel* dringend nötig.

Originell dieser Lucarelli => Lesen!
Liebe Grüße
Reinhard Busse

War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
mit Witz und Tempo
Der männliche Protagonist dieses Romans, der ehemalige Streifenpolizist Coliandro, der wegen Unfähigkeit in die Kantinenbeschaffung versetzt wurde, ist zunächst eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Juni 2007 von helmut seeger
Strafversetzt in die Kantinenbeschaffung
Der Polizist Coliandro ist gerade in die "Kantinenbeschaffung" strafversetzt worden, da erscheint seine alte Freundin Nikita auf der Bildfläche und gemeinsam treten sie gegen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. September 2005 von Franz Waditzer
Comic
Nachdem ich von Carlo Lucarelli schon einiges gelesen und ihn als originellen und auch politisch denkenden Krimiautor kenngelernt hatte, war nun der Schutzengel an der Reihe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. August 2004 von Chrispin
Nicht gerade sympatisch,
der Coliandro. Polizist, Rassist, Macho, totel selbstüberschätzt und ein Loser. Man versteht die Staatsanwältin Longhi wenn sie sagt, dass sie etwas gegen einen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2004 von I. Kammel
Ein wenig enttäuscht
Manchmal freut man sich, unerwartet etwas gutes zu lesen, manchmal ärgert man sich, weil die Kritiken nicht dem eigenen Geschmack entsprochen haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2003 von Marc Stoeber
Coliandro und Nikita gegen die Mafia
Der Polizist Coliandro ist gerade in die "Kantinenbeschaffung" strafversetzt worden, da erscheint seine alte Freundin Nikita auf der Bildfläche und gemeinsam treten... Lesen Sie weiter...
Am 11. April 2001 veröffentlicht
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar