Ökonomie ist spannend. Das ist eine Aussage, die derjenige tätigen kann, der Schumpeters Reithosen gelesen hat. Paul Strathern gelingt es frischen Wind in die Vergangenheit zu bringen. Erzählungen über das Privatleben der Ökonomen lockern die Fakten auf, der vorhandene Bezug zur Gegenwart lässt einem Zusammenhänge erkennen. Der Autor begegnet allen im Buch vorkommenden Personen vorurteilslos. Er bietet lediglich Vor- und Nachteile der Thesen an, welche dem Leser bei der Meinungsbildung helfen sollen. Strathern verkauft keine Theorie als die Wahrheit, der sich alles zu unterwerfen hat. Er lässt dem Leser eben entsprechende Freiräume. Zweifelsohne handelt es sich bei Schumpeters Reithosen mehr um ein Geschichtsbuch und so ist Objektivität zwingend notwendig.
Einziger Kritikpunkt ist der mangelnde Tiefgang einzelner Themen. Manchmal schnappt der Autor etwas auf und lässt es dann aber gleich wieder fallen. Aus solchen Passagen geht man dann eher unwissend hervor. Doch soll das Buch mehr Anreiz sein, sich weite Informationen zu holen. Praktisch ist, dass es hierfür eine Bücherliste für weiterführende Quellen gibt.
Wenn auch Sie dieses Buch lesen, werden Sie dabei immer ein Schmunzeln auf den Lippen haben, denn unterhaltsame Darstellungen findet man unzählige. Ökonomie macht halt auch Spaß.