Das Klavierkonzert Schumanns gehört zum Kern-Repertoire, seine Konzerte für Violine und Cello hingegen werden - zu Unrecht - seltener gespielt und aufgenommen. Dieses CD-Set vereint die drei Konzerte in hervorragend gespielten Fassungen.
Dirigenten, Orchester und Solisten dieser Einspielungen sind größtenteils wenig bekannt, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Natürlich ist gerade beim Klavierkonzert die Konkurenz groß und mächtig. Würtz kann es absolut mit ihr aufnehmen. Ihr liegt spielschöne, sinnliche, farbenfrohe Klaviermusik besonders: Mozart, Schubert - und natürlich auch Schumann.
Das Cellokonzert ist mit gut zwanzig Minuten recht kurz, lebt aber umso mehr von der sogartigen, von Satzpausen ungestörten Entfaltung seiner Intensität. Es ist - trotz Haydn - das erste große Cellokonzert überhaupt und hat unzweifelhaft großen Einfluss gehabt auf Saint-Saens, Dvorak, Brahms (Doppelkonzert) und Elgar.
Bei dem Violinkonzert ist bemerkenswert, dass in dieser Aufnahme dem Finale kein unnötig schnelles Tempo aufgedrückt wird. Gewöhnlich gesteht man ihm nicht mehr als gut neun Minuten zu; hier sind es zwölf, und die werden der schumannschen Spielanweisung - Lebhaft, doch nicht schnell - möglicherweise besser gerecht.