Die einen durchschliefen sie, andere bejubelten und belachten sie. Für dritte änderte sich die Welt nach ihrer Aufführung. An der Oper scheiden sich die Geister. Mildernde Umstände fordert der Buchautor und Berufsschelm Felix Knemöller in seinem Buch "Schulzes schelmischer Opernführer". Aufgespießt auf spaßige Art für eilige Opernbesucher werden Klassiker wie Fidelio, Der Freischütz, Zar und Zimmermann, Aida, La Boheme, Der Rosenkavalier und andere. Der Autor reduziert seine Kritiken nicht nur auf Inhalt und Darstellungsweise. Er spekuliert auch heftig, für welche Zielgruppe eine Oper entstanden sein könnte. Der Lohengrin beispielsweise könne jeden Tierliebhaber entzücken - wegen der vielen außermenschlichen Geschöpfe, die im Laufe des Stückes über die Bühne traben. Oder Richard Wagner, so heißt es, liefere mit dem Tannhäuser eine sparsame Oper, die für den Preis einer Eintrittskarte gleich zwei Opern liefert: den Tannhäuser und den Sängerkrieg auf der Wartburg. Das Buch ist ein Muß für jeden Operngänger und jene, die es werden wollen.