Die Kaufentscheidung für die Schulte-Ufer-Gießkanne fiel, weil meine 30 Jahre alten Schulte-Ufer-Kochtöpfe immer noch einwandfrei sind, und das, obwohl in unserem Haushalt tagtäglich gekocht und hernach mit der Maschine gespült wird. Ich behandele meine Sachen zwar pfleglich, aber nicht unbedingt sanft. Die Töpfe haben das seither ohne jeden Schaden ausgehalten: kein Griff lose, kein Deckel kippelig, keine Verfärbungen, die Topfböden noch plan - ich bin also befangen.
Trotz dieser Vorschußlorbeeren und meiner absoluten Überzeugtheit von Schulte-Ufer hat mich die Gießkanne nach mehreren Monaten Gebrauch einigermaßen enttäuscht.
Positiv: Sie sieht sehr gut aus, einerseits schlicht und geradlinig, wie ich es mag, andererseits äußerst hochwertig. Sie fügt sich jedem Einrichtungsstil; sie wirkt auf keinen Fall billig, was sie ja auch nicht ist. Außen auf dem Metall bleiben keine Fingerabdrücke oder Wasser- bzw. Kalkflecken zurück. Einmal drüberwischen genügt, falls das überhaupt nötig ist. Die Tülle ist lang und schmal, das macht den Wasserstrahl gleichmäßig und sacht. Man erreicht damit die Stellen, auf die es ankommt, und verschont Möbel, Fensterbank oder Fußboden.
Negativ: Die Kanne läßt sich nicht vollständig entleeren. Es sei denn, man stülpt sie quasi "Überkopf", aber auch dann bleibt ein Rest Wasser zurück. Die Folge: Rost innen. Am Bodenfalz haben sich inzwischen mehrere Roststellen gebildet, und ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis sie sich durch den Falz nach draußen gefressen haben. Schade, schade. Das hätte ich von Schulte-Ufer nicht gedacht.