Wer sich mit schwierigen Schülerinnen und Schülern befasst, ob als Lehrer oder als Berater, stellt immer wieder Folgendes fest: Das Problem ist familiär mitbedingt. Auf dieser Grunderkenntnis ist das Buch aufgebaut. Die Autoren legen ein Werk vor, das allen Professionen, die Schüler beraten und therapieren, sehr nützlich ist. Erstens wird aufgezeigt, wie man ein systemisches Beratungsgespräch führt, angefangen vom Erstkontakt bis hin zum lösungsorientierten Änderungskontrakt. Zweitens wird dazu angeleitet, wie man die Familie des Problemschülers diagnostizieren kann. Drittens bekommt man einen reichhaltigen Methodenkoffer an die Hand. Dem Fachmann fällt dabei auf, dass die einzelnen Methoden vor einem breiten Erfahrungshintergrund beschrieben werden. Viertens wird fundiert informiert, wie in der Schülerberatung mit den schulischen Kooperationspartnern wirksam zusammengearbeitet werden kann. Denn nicht selten scheitern externe Helfer daran, dass sie mit dem Klassenlehrer oder der Schulleitung nicht auf gleiche Wellenlänge kommen. Abschließend wird an Hand des systemischen Stockwerksmodells dargestellt, wie das Gesamtsystem einer Schule konfiguriert ist. Dieses Modell ist sowohl bei der Diagnose als auch bei der Intervention eine wichtige Orientierungshilfe.
Der Anhang enthält sehr praxistaugliche Materialien für die tägliche Beratungsarbeit.
Zu Recht wird das Buch als Standardwerk der systemischen Beratung in der Schule bezeichnet.