Den Gesamteindruck gleich vorweg: In diesem Ratgeber für Schulabgänger steht alles, was es an gängigem Wissen für den Schritt in die Ausbildung braucht. Das schöne, aber nüchterne Layout signalisiert, dass es sich bei dieser Wegkreuzung um eine wichtige, Ernst zu nehmende Gabelung handelt.
Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten kommt dieser Ratgeber in einem einfachen Kleid daher. Kein quirligen Illustrationen, keine farbenprächtigen Grafiken, keine hippige Sprache. Zu diesem Konzept passt auch das Bild auf dem Umschlag, das zuversichtliche in die Zukunft blickende „Musterschüler“ zeigt. All das mag diejenige erschrecken, die sich auf Gag komm raus der Jugend anpassen wollen. Aber offenbar kommt das oft nicht so an, wie es sich Gestalter vorstellen. Was wirklich den besonderen Gegebenheiten der Jugend entspricht, ist lediglich die kleine Schrift und die zahlreichen Verweise auf Informationen im Netz. Leider nur für den Raum Deutschland.
So sauber und seriös wie die Gestaltung ist auch der Inhalt. Zuerst werden die berufsbildenden Schulen der Bundesrepublik vorgestellt, dann folgt ein Kapitel über Berufsorientierung und danach eine ausführliche Vorstellung verschiedener Berufsfelder und Berufe. In Kapitel 4 geht es um die Berufsvorbereitung. Hat sich ein Schulabgänger für eine bestimmte Richtung entschieden, muss er sich selbstverständlich besser bewerben als die Konkurrenz. Dazu kann er sich spezielle Bücher kaufen oder nach dem Rezept von Till Kammerer vorgehen. Ich meine, dass Kammerers Tipps ausreichen, wenn man sie auch wirklich befolgt. Kapitel 6 bis 8 sind dann der Aus- und Weiterbildung gewidmet. Vier Seiten Begriffserklärungen und ein Sachregister runden diesen empfehlenswerten Ratgeber ab.
Mein Fazit: Bietet alle Informationen, die Schulabgängern den nächsten Schritt erleichtern. Weder in Gestaltung, noch bei der Sprach anbiedern, sondern nüchtern und schön. Für die Jugend Österreichs und der Schweiz nur bedingt zu empfehlen, da sich die Detailinformationen ganz auf die Bundesrepublik Deutschland ausrichten.