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Schule des Schweigens: Roman [Taschenbuch]

Jeffery Deaver , Wulf Bergner
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Februar 1998
Entflohene Schwerverbrecher locken mitten in Kansas einen Schulbus in die Falle. Sie wollen im Austausch gegen ihre Geiseln einen Hubschrauber. Für FBI- Spezialisten Potter beginnt ein nervenzerfetzender Wettlauf mit der Zeit, um das Leben der acht gehörlosen Mädchen und ihrer beiden Lehrerinnen zu retten. -Die Filmrechte an dem Thriller wurden bereits für eine enorme Summe verkauft.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (1. Februar 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442434580
  • ISBN-13: 978-3442434589
  • Größe und/oder Gewicht: 18,5 x 11,4 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 131.240 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher, die in 25 Sprachen übersetzt werden und in 150 Ländern erscheinen, haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans "Die Assistentin" unter dem Titel "Der Knochenjäger" (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

8.30 Uhr

"Acht graue Vögel sitzen im Dunkeln.

Kalter Wind weht, er ist nicht freundlich."

Der kleine gelbe Schulbus rollte über die Kuppe eines steilen Hügels, und einen Augenblick lang sah sie nur einen riesigen Teppich aus hellem Weizen, tausend Meilen breit, der unter dem grauen Himmel wogte. Dann tauchten sie wieder darin ein, und der Horizont verschwand.

"Sie sitzen auf Drähten, schlagen mit den Flügeln und segeln davon in weiße Wolkenberge."

Sie machte eine Pause und sah die Mädchen an, die beifällig nickten. Sie merkte, daß sie den dichten Weizenteppich angestarrt und ihr Publikum ignoriert hatte.

"Bist du nervös?" fragte Shannon.

"Das darfst du nicht fragen", warnte Beverly. "Bringt Unglück." Nein, erklärte Melanie ihnen, sie sei nicht nervös.

Sie sah wieder aus dem Fenster und beobachtete die draußen vorbeiziehenden Felder.

Drei der Mädchen dösten, aber die anderen fünf waren hellwach und warteten darauf, daß Melanie fortfuhr. Sie begann wieder, wurde aber unterbrochen, bevor sie die nächste Zeile rezitiert hatte.

"Warte, was für Vögel sind das eigentlich?" Kielle runzelte die Stirn.

"Nicht unterbrechen." Das kam von der siebzehnjährigen Susan.

"Leute, die andere unterbrechen, sind Philister." "Bin ich nicht!" wehrte Kielle ab. "Was ist das?" "Kraß ist es, du Dummkopf", erklärte Susan ihr. "Was ist kraß?" wollte Kielle wissen.

"Laß sie weitermachen!"

Melanie fuhr fort:

"Acht kleine Vögel, hoch am Himmel,

Fliegen die ganze Nacht, bis sie die Sonne finden."

"Auszeit!" Susan lachte. "Gestern waren es fünf Vögel."

"Jetzt unterbrichst du sie", stellte der magere Wildfang Shannon fest. "Philadelphier!"

"Philister", verbesserte Susan sie.

Die pummelige Jocylyn nickte nachdrücklich, als hätte sie den Ausrutscher ebenfalls bemerkt, wäre aber zu schüchtern gewesen, um darauf hinzuweisen. Jocylyn war zu schüchtern, um überhaupt viel zu tun.

"Aber ihr seid acht, darum habe ich die Zahl geändert." "Darfst du das einfach?" wollte Beverly wissen. Mit vierzehn war sie die zweitälteste Schülerin.

"Es ist mein Gedicht", antwortete Melanie. "Ich kann so viele Vögel erfinden, wie ich will."

"Wie viele Leute sind dort? Im Theater?"

"Hunderttausend." Melanie wirkte völlig ernsthaft.

"Nein! Wirklich?" fragte die achtjährige Shannon ganz begeistert, während die nicht so leicht zu beeindruckende gleichaltrige Kielle die Augen verdrehte.

Das eintönige Landschaftsbild des südlichen Mittelkansas zog Melanies Blick erneut an. Die blauen Harvestore-Fertigsilos waren die einzigen Farbtupfer. Es war Juli, aber der Tag war kühl und wolkenverhangen; Regen drohte. Sie kamen an gigantischen Mähdreschern und Bussen voller Wanderarbeiter vorbei, die ihre Porta-Potti-Toilettenhäuschen auf Anhängern mitführten. Sie sahen Grundbesitzer und Landpächter, die ihre riesigen Traktoren steuerten. Melanie bildete sich ein, sie nervös zum Himmel aufblicken zu sehen; es war Erntezeit für den Winterweizen, und wenn es jetzt einen Sturmgäbe, könnte das acht Monate Arbeit zunichte machen.

Die junge Frau wandte sich vom Fenster ab und betrachtete leicht verlegen ihre Fingernägel, die sie jeden Abend gewissenhaft pflegte und feilte. Mit ihrem unauffälligen Nagellack sahen sie wie makellose Perlmuttmuscheln aus. Sie hob die Hände und rezitierte nochmals mehrere Gedichte, wobei ihre Finger elegant die Worte bildeten. Jetzt waren die Mädchen alle wach-vier sahen aus dem Fenster, drei beobachteten Melanies Finger, und die pummelige Jocylyn Weiderman ließ ihre Lehrerin nicht aus den Augen.

Diese Felder gehen endlos weiter, dachte Melanie. Susans Blick folgte Melanies. "Das sind Rabenvögel", sagte der Teenager mit den Fingern. "Krähen."

Ja, das waren sie. Nicht fünf oder zehn, sondern tausend, ein ganzer Schwarm. Die Krähen beobachteten die Felder, den gelben Bus und den wolkenverhangenen Himmel, grau und purpurrot.

Melanie sah auf die Uhr. Sie waren noch nicht einmal auf dem Highway. Topeka würden sie in frühestens drei Stunden erreichen.

Der Schulbus fuhr in den nächsten Cañon aus Weizen hinunter.

Melanie spürte, daß irgend etwas nicht stimmte, bevor sie auch nur einen einzigen Hinweis bewußt wahrnahm. Später würde sie zu dem Schluß gelangen, der Auslöser dafür sei keine übersinnliche Botschaft oder Vorahnung, sondern allein die Tatsache gewesen, daß Mrs. Harstrawns kräftige, rote Finger das Lenkrad nervös umklammerten.

Hände, in Bewegung.

Dann verengten sich die Augen der Älteren. Sie bewegte ihre Schultern. Ihre Kopfhaltung veränderte sich kaum wahrnehmbar. Die kleinen Dinge, durch die der Körper verrät, was das Gehirn denkt.

"Schlafen die Mädchen?" Die Frage war knapp, und die Finger kehrten sofort ans Lenkrad zurück. Melanie hastete nach vorn und signalisierte, daß sie nicht schliefen.

Die Zwillingsschwestern Anna und Suzie, zart wie Federn, setzten sich nun auf und beugten sich nach vorn, so daß ihr Atem die breiten Schultern der älteren Lehrerin traf. Mrs. Harstrawn scheuchte sie zurück. "Nein, nicht rausschauen! Setzt euch hin und seht aus dem anderen Fenster. Los, sofort! Aus dem linken Fenster."

Dann sah Melanie den Wagen. Und das Blut. Gräßlich viel Blut. Sie sorgte dafür, daß die Mädchen auf ihre Plätze zurückkehrten.

"Nicht hinsehen", wies Melanie sie an. Ihr Herz raste wie wild, ihre Arme wogen plötzlich tausend Pfund. "Und schnallt euch an." Sie hatte Mühe, die Worte zu bilden.

Jocylyn, Beverly und die zehnjährige Emily befolgten ihre Anweisung sofort. Shannon schnitt eine Grimasse und riskierte mehrere Blicke, Kielle ignorierte Melanie einfach. Susan dürfe hinsehen, stellte sie fest. Warum nicht auch sie? (...)


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Wochenende... 10. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Um es kurz zu machen: Das Buch ist klasse, spannend bis zum Geht-nicht-mehr und es vermittelt neue Einsichten in das Leben der Gehörlosen. Gehörlose Mädchen werden von 3 Schwerverbrechern (wer sonst?) entführt, das FBI versucht die Mädels rauszuschlagen. Die Storry ist packend und spannend erzählt und hat mir Einblicke in die Vorgehensweise der Verhandler bei Entführungen verschafft. Mein Tipp: Gleich 2 Exemplare bestellen: Eines zum Selberlesen und eines für den Partner... Das vermindert den Ärger, wenn man ein Wochenende lang nicht ansprechbar ist!
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jeffery Deaver hat sich selbst übertroffen. 22. Mai 2004
Von sven
Format:Taschenbuch
Nachdem ich Lautloses Duell, Der Knochenjäger, Todesstille
und'einige weitere gelesen hatte, dachte ich, dass ich endlich
einen Autor gefunden habe, dessen Bücher man bedenkenlos Lesen
kann. Aber nachdem ich Schule des Schweigens gelesen hatte,
wusste ich, dass es das perfekte Buch gibt.
Eine Taubstumme Schulklasse wird in ihrem Schulbus entführt.
Die brutalen Kidnapper schrecken vor nichts zurück. Die Kinder
und ihre Lehrer müssen versuchen, den Albtraum zu überstehen.
Schon balt gibt es das erste tote Mädchen.
Jeffery Deaver hat sich selbst übertroffen. Ob es in seiner Art zu erzählen
gibt, inseinem Ausdrck oder in der Entwicklung der
Spannung, der Geschichte und der Charaktere.
Jeder, der einen Spannenden und erschütternden Psychothriller
lesen möchte, sollte sich Schule des Schweigens von Jeffery
Deaver anschaffen.
Es wird sich lohnen und...
...Ich garantiere eine schlaflose Nacht!!!
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein packender Thriller der Extraklasse! 11. Februar 2001
Format:Taschenbuch
WOW! Was für ein Buch! Jeffray Deavers hat es nicht nur geschafft, eine spannenede Geschichte zu erzählen, sondern sein psychologische Fingerspitzengefühl, welches er beweist, ist einfach unglaublich. Ich habe noch nie ein Buch mit soviel "Geiselnehmer-Psychologie" gelesen, und es ist beeindruckend, einen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen und einen Einblick in die Gedanken der Geiselnehmer und Verhandler zu bekommen! FAZIT: ein Thriller der Extraklasse!
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Ein frühes Werk
Ich habe mich auf dieses frühe Werk eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich mich eingefunden hatte, aber dann war die typische... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Peter Gisela Gbr veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jeffery Deaver - Schule des Schweigens
Ein wahnsinnig spannendes Buch, von der ersten bis zur letzten Seite.

Auf der einen Seite ist Melanie, eine der Lehrerinnen und selbst gehörlos, die bereit ist,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2011 von Kerry
3.0 von 5 Sternen Enttäuschender Pageturner
Jeffery Deavers Thriller sind für mich Pageturner, die ich nach dem Finale enttäuscht weglege. So auch die 'Schule des Schweigens', die von einer Geiselnahme handelt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. April 2011 von Werner Schuster
5.0 von 5 Sternen Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!
Ein packender Thriller über eine Geiselnahme in einem Schlachthaus in Kansas.
Ein Schulbus einer Gehörlosenschule wird entführt, die acht Schülerinnen und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. März 2011 von Melli
3.0 von 5 Sternen Völlig überbewertet!
Ich hab schon mit dem Gedanken gespielt nur zwei Sterne herzugeben um dieses Buch von seiner total überzogenen Viereinhalb-Sterne-Bewertung hier runterzuholen, aber... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Oktober 2010 von ocean-drive
4.0 von 5 Sternen Super spannend aber auch grausam
Ich habe das Buch an einem Wochenende verschlungen. Es ist spannend, das Thema Gehörlosigkeit ist ungewöhnlich und bietet ganz neue Aspekte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2010 von Nachteule
5.0 von 5 Sternen fesselnd, spannend - genial!
Ich habe dieses Buch eher per Zufall am Flohmarkt erworben, um es anschließend im Urlaub zu lesen. Obwohl lesen eher untertrieben ist - ich habe es regelrecht verschlungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juli 2010 von Bernadette
5.0 von 5 Sternen super super
jeffrey deaver ist der beste psychothriller schreiber
man fühlt sich wie in die storry integriert
echt klasse
Veröffentlicht am 18. Oktober 2009 von psychoschwester
5.0 von 5 Sternen Selten so ein spannendes Buch gelesen
Durch Zufall auf den Roman gestoßen und ich war absolut begeistert.
An Spannung eigentlich nicht mehr zu überbieten, von daher mehr als empfehlenswert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2009 von Olav Jost
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch von Deaver
Fast alle Bücher von Jeffery Deaver sind gut bis sehr gut und das am Ende immer nochmal ein verblüffender Dreh kommt ist bei Jeffery Deaver eigentlich Standart aber... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2009 von Cologne X
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