Die drei Waisen Violet, Klaus und Sunny Baudelaire gelangen nach ihren Erlebnissen in der "Unheimlichen Mühle" diesmal in die Prufrock Privatschule. Der stellvertretende Direktor Nero, der jeden ständig nachäfft und sich trotz seiner fehlenden Violinspielkünste für ein wahres Genie hält, macht den dreien schnell klar, dass sie hier nichts zu lachen haben. Und so erwartet sie auf dem Internat ein Abenteuer voller bissiger Krebse, einer nervtötenden Mitschülerin und neuer Freunde. Bis natürlich wieder Graf Olaf auftaucht, dessen neuer Plan wahrlich diabolisch ist...
"Die Schule des Schreckens", der mittlerweile 5. Band der "Reihe betrüblicher Ereignisse" überschlägt sich förmlich. Ein skurriler Einfall jagt den nächsten (etwa der "Waisenschuppen" oder Neros Strafen), das Personal ist zum Brüllen komisch - etwa die herrlich ätzende (und genial gezeichnete!) Nervensäge Carmelita Späts (hoffentlich gibt es noch ein Widersehen mit ihr) oder der gesamte Lehrkörper, der so völlig überspitzt und trottelig dargestellt wird, dass man sich einfach totlachen muss - und die Geschichte ist von Anfang an mit flottem Tempo erzählt und so konstruiert, dass man wirklich nicht weiß, wie der Hase läuft. Und zum Schluß gibt es dann auch endlich mal einen echten Cliffhanger, der die Spannung und Vorfreude auf die "Dunkle Allee" ins Unermessliche steigert. "Die Schule des Schreckens" ist definitiv das Highlight unter den ersten fünf Bänden und ein Heidenspaß dazu. Also: Lesen, sich schlapp lachen und auf die nächsten Abenteuer freuen!