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Schule der Lügen - Roman
 
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Schule der Lügen - Roman [Gebundene Ausgabe]

Wolfram Fleischhauer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 520 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 3. (2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492048463
  • ISBN-13: 978-3492048460
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,8 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 52.561 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfram Fleischhauer
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Edgar von Rabov ist weiß Gott kein Bettelstudent. Mit reichlich Apanage aus seiner adligen Familie ausgestattet, lässt es sich im Berlin der sogenannten „Goldenen Zwanziger“ mehr als gut auskommen. Das Studium der Chemie -- Edgar ist Alleinerbe der verhassten väterlichen Farbenfabrik -- liegt schon seit langem auf Eis, umso heftiger genießt er das heiße Berliner Nachtleben. Schier unerträglich wird die Hitze, als er in einer Februarnacht des Jahres 1926 in einer Transvestitenbar auf eine orientalische Schönheit im Gespräch mit ihrem englischen Begleiter aufmerksam wird. Gerade als Edgar den Fall als hoffnungslos abhaken will, steckt ihm die Schöne heimlich einen Zettel zu. Edgar ist im Rennen! Wäre da nicht seine restriktive Familie, die jeden seiner Schritte argwöhnisch beäugt.

Eine geifernde, monarchietreue Sippe, Nazis in den Startblöcken, indische Mystik, Theosophie, Nacktbars, Koks und Sex, dass die Ohren glühen. Mittendrin ein liebestoller Student und die betörende anglo-indische Beauty Alina. Nicht eben wenige Zutaten, aber es schmeckt! Diese nicht unkomplizierte Gemengelage nennt der Autor auf seiner Homepage „Meta-Ebene“, die all seine Romane durchziehe. In diesem Falle die Weimarer Republik, jene politische Brodelküche, die in größtes Unheil führte. 1925 haben die Verträge von Locarno Deutschland in die Schranken gewiesen, Wie viele Adlige, leisten auch die von Rabovs in der Deutschnationalen Volkspartei Widerstand gegen das Korsett, das die Alliierten Deutschland angelegt hatten. Als rechter Deutscher soll nun auch Edgar seinen Beitrag leisten, dieses Korsett zu sprengen. Doch ist der längst indisch angehaucht!

Wie ein geduldiger Geschichtslehrer führt Fleischhauer durch die politischen Wirren jener Zeit und entwirft ein hervorragend gezeichnetes Berlin als neblig dekadentes Lichterreich. Die schmachtende Liebesgeschichte, Fleischhauers Hauptbühne, verweist auf die zahlreichen philosophisch geistigen Strömungen, die das kulturelle Leben damals beherrschten: Die Suche nach dem Göttlichen und dem Ich, die unzählige Sekten und Heilslehren ins Leben rief. Edgars persönliche Suche gilt dem Heil vor seiner politisch verirrten Familie und der Identität der mysteriösen Alina. Durch sie stößt er auf das Zauberwort, das ihm eine gänzlich neue Welt eröffnen sollte: „Vipàssana!“ -- Edgar von Rabov tritt eine lange Reise an, an deren Ende die Schule der Lügen ausgedient hat. --Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Es ist keine Seltenheit, daß der junge Student Edgar von Rabov seine Abende in der Berliner Eldorado-Bar zubringt. Doch diese kühle Februarnacht des Jahres 1926 ist anders, mit ihr beginnt für Edgar etwas Neues: Eine bemerkenswert schöne junge Inderin erregt sein Interesse. Immer wieder scheint auch sie Edgars Blick zu suchen. Als sie das Eldorado in Begleitung eines mysteriösen älteren Herrn verläßt, steckt sie Edgar eine Notiz zu: »Übermorgen hier. Ich erwarte Sie.« Edgar, Erbe einer Farbenfabrik und Sohn einer norddeutschen Adelsfamilie, kann sich dem exotischen Zauber der jungen Frau nicht entziehen - und begibt sich damit auf eine verstörende Reise in die Vergangenheit seiner Familie, die ihn bis nach Indien führen wird. Wolfram Fleischhauer zählt zu den besten und meistgelesenen deutschen Erzählern. Sein großer Familienroman aus den politisch und philosophisch bewegten Tagen der Wei­marer Republik handelt von Verführung und Täuschung, Intuition und Intrige. Es ist eine Schule der Lügen und die Suche eines jungen Mannes nach sich selbst.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Geheimnisvoll! 26. Oktober 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Wolfram Fleischhauers neues Buch wird viele Leseinteressen befriedigen. "Die Schule der Lügen" ist ein Roman, der eine äußerst spannende Identitätssuche mit einem zeitlichen Hintergrund verbindet, der sehr genau ausgeleuchtet ist. Dabei verknüpft Fleischhauer mystisch-religiöse Sinnsuche mit dem gärenden politischen Zündstoff der zwanziger Jahre. Mit Liebe zum Detail und einem großen Gespür für geheimnisvolle Spannung entwirft er ein farbiges Panorama zwischen Berlin und Indien, zwischen London, dem Lago Maggiore und der schwermütigen, norddeutschen Gegend um Rendsburg.

1926: Der junge Adelige Edgar von Rabov-Falkenbeck genießt in Berlin ein unbeschwertes Studentenleben. Die Nächte sind abwechslungsreich, in Berlin gibt es keine Tabus. Er verliebt sich in eine geheimnisvolle Inderin, deren ungewöhnliche Art ihn so fasziniert, dass er sich dem Drängen seiner Verwandtschaft, sich endlich sinnvoll - d.h. auch politisch für Hitler - zu betätigen, immer wieder widersetzt. Nach kurzer Zeit verschwindet Alina - die Edgar auch spirituell viel zu geben hat - und ihr sehr viel älterer, englischer Begleiter wird zusammengeschlagen. Wer ist dieser Mann, der sich als Diplomat ausgibt und warum hat Edgars Familie plötzlich ein so großes Interesse an ihm? Was hat es mit den vielen esoterisch-religiösen Zeichen auf sich, die Edgar plötzlich erhält?

Er beginnt, sich für seine Familiengeschichte zu interessieren, die so viele Ungereimtheiten aufweist, dass er schließlich zu einer Reise aufbricht, die ihn nicht nur um die halbe Welt sondern auch ganz tief in ihn selbst führen wird...

Wolfram Fleischhauer erzählt auf mehr als 500 Seiten eine sehr komplexe Geschichte, in der kunstvoll ein Rädchen ins andere greift. Ungeheuer stimmig verwebt er die fiktive Familiengeschichte der von Rabovs mit der in den zwanziger Jahren weitverbreiteten Sehnsucht nach spirituellem Heil und Sinn, in dem die unterschiedlichsten religiösen, esoterischen und auch politischen Strömungen reichen Nährboden fanden. Es ist ein Roman um Sinnsuche und Aufbruch, um das Aufbäumen gegen verkrustete Strukturen und nicht zuletzt die Geschichte einer großen Liebe.

"Die Schule der Lügen" ist ein Leseabenteuer, dass berührt und fasziniert!

Ein originelles und zugleich anspruchsvolles Vergnügen mit Nachklang.

Bitte lesen!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwierig! 4. Oktober 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Dabei meine ich nicht unbedingt das Buch selbst, sondern das Schreiben einer Rezension darüber. Anscheinend geht es anderen auch so, denn wie könnte es sonst sein, dass bis jetzt noch keine einzige Leserbewertung vorliegt.

Als Ur-Fleischhauer-Fan habe ich dieses Buch natürlich heiß ersehnt, aber es ist mir dann sehr schwer gefallen, mich in die Handlung hineinzufühlen. Zu verkrampft und steif wirkt das Umfeld Edgars, zu oberflächlich seine Gefühle und Beziehungen, zu unwirklich auch die Liebesgeschichte mit Alina. Doch mit Fortdauer der Handlung, in der Edgar langsam "erwacht", erwachten dann auch in mir Gefühle für die handelnden Personen und starkes Interesse an der sehr gut recherchierten Lehre der Theosophie. Und am Ende, als dann alle Fäden entwirrt waren, war ich doch sehr gerührt und betroffen.

Ich weiß nicht, ob das die Absicht des Autors war: Den Leser von einer anfänglichen Starre hin zu sehr starken Gefühlsregungen zum Schluss zu führen. Da es sich immerhin um Wolfram Fleischhauer handelt, könnte das durchaus der Fall sein.

Was mir ganz bestimmt bleiben wird, ist eine neue Sicht auf Religionen. Schon allein deshalb kann ich das Buch trotz einiger Abstriche sehr empfehlen!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Felina
Format:Gebundene Ausgabe
Anhand von Edgar von Rabow gelingt es dem Autoren ein dichtes Stimmungsbild des Jahres 1926 in Deutschland zu zeichnen. Es wird viel gesellschaftliche und politische Information eingearbeitet, die so anregend herübergebracht wird, dass es Spaß macht, gleich noch einmal das Geschichtsbuch hervorzuholen und dort noch ein wenig mehr dazu zu lesen.

Die Familiengeschichte ist Zeitgeschichte, was immer wieder auftaucht und stilistisch gekonnt umgesetzt ist durch verschiedene stilistische Mittel. Edgar wird sympathisch und nachvollziehbar aufgebaut. Er ist gefühlsstark und wirkt immer autentisch.

Auch der Part über Indien zeigt großes Wissen und ist so nah, dass es reizt, gleich eigene Recherchen über indische Religionen, Myten oder Sichtweisen anzustellen.

Das Buch ist gerade auf de ersten 400 Seiten so spannend, dass man es gar nicht aus der Hand legen mag. Das als Stilmittel danach eingefügte Tagebuch wirkt etwas langatmig, weil der Autor offenbar auch hier noch eine Menge an Fakten über den Beginn des 20sten Jahrhunderts und über Indien einfließen lassen wollte, was den Erzählfluss etwas hemmt.

Der offensichtliche Anspruch des Autors an sich Zeitgeschichte, Selbstfindung mehrerer Menschen auf verschiedene Art und Weise und teiweise so gegensätzliche Kulturen wie Europa und hier besonders Deutschland einerseits und Indien andererseits in einem Buch zu verarbeiten führt manchmal zu Weitschweifigkeiten, die dem offensichtlichen Wunsch des Autors zuzuschreiben sind, hier ganz, ganz viel an Wissen und eigenen Gedanken unterzubringen. Manches wirkt dabei etwas verloren und wäre vielleicht in einem weiteren Buch beseer untergebracht gewesen.

Dennoch ist das Buch wunderbar, spannend zu lesen und in jedem Fall eine Bereicherung, die eigentlich wünschen lassen würde, es wäre trotz der beachtlichen Länge von 521 Seiten doch noch nicht zu Ende gewesen.

Wer Bücher mit geschichtlichem Hintergrund mag sollte diese Buch unbedingt lesen!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Die Inderin, Schule der Lügen
Ich empfand den Roman nicht ausgegoren. Juno Zigaretten, Josephin Baker, Brecht lästern und ein bisschen Maybach schaffen noch keine historische Stimmung. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Jürgen Müller veröffentlicht
Lebensluegen ...
Das war mein 1. und sicherlich nicht letzter Roman von Fleischhauer. Dennoch faellt es mir schwer, dem Inhalt in einer Rezension gerecht zu werden. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von faustino888 veröffentlicht
SEHR GUTES HÖRBUCH
Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Ich habe es mir ohne große Überlegung in der Stadtbücherei geliehen. Den Autor kannte ich vorher gar nicht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. August 2008 von C. Frank
Überwältigend gut
Es ist ein bischen schwierig, eine Rezension zu schreiben ohne den Inhalt widerzugeben. Die Handlung spielt in einer Epoche und in Gegenden, von denen ich bisher nicht viel wusste. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2007 von German in San Diego
Erstklassiger Roman
Wolfram Fleischhauer ist mit Schule der Lügen ein spannender, gleichwohl unterhaltsamer und lehrreicher Roman gelungen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Mai 2007 von Media-Mania
Toll gemacht
Thomas Mann hätte es nicht besser gekonnt. Faszinierend wie der junge Autor den Roman auf über 500 Seiten am laufen hält, ohne allzuviel ablenkende Nebenhandlungen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Mai 2007 von """""""""""K"""""""""""
Genial konstruiert und fesselnd bis zur letzten Seite
Sittengemälde des Berlins der späten 20er Jahre, Wanderung in die eigene Persönlichkeit und spannender Familienkrimi... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2007 von A.H.
Ein Meisterwerk
«Meisterwerk»? Ein zu großes Wort? Mag sein. Jedenfalls kann ich mich den Einschränkungen und Vorbehalten der früheren Rezensenten nicht anschließen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Januar 2007 von some1
Was wollen wir mehr
Was wollen wir mehr! Erotik,Spannung,Bildung und vielleicht sogar ein wenig verstehen.Mit " Schule der Luegen " ist Fleischauer wieder ein tolles Leesevergnuegen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2006 von A.Ten
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Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Bildungslücken 3 29.12.2008
Roman spannend mit Hintergrundwissen über Indien gesucht 0 14.04.2008
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