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Schule der Autoren: Ein Handbuch der Dicht- und Schreibkunst [Taschenbuch]

Hartmut Kasper
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2002
Wer es zur literarischen Meisterschaft bringen will, tut gut daran, von den Meistern zu lernen. Wie haben es Goethe, Flaubert, Highsmith, Hitchcock, Kafka und all die anderen gemacht? Hartmut Kasper entrollt die geheimen Baupläne der Meisterwerke und vermittelt die Tipps und Tricks berühmter Autoren.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 215 Seiten
  • Verlag: Reclam Leipzig; Auflage: 2., Aufl. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3379016977
  • ISBN-13: 978-3379016971
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 11,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 897.767 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

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Die Chancen vom Schreiben leben zu können, stehen derzeit nicht schlecht. Händeringend suchen Verlage und Filmproduktionsfirmen nach Autoren und guten Geschichten. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Sachbuchverlage, die den Markt seit geraumer Zeit geradezu überschwemmen mit praktischen Lehrbüchern zu den verschiedenen Gattungen und Genres.

Nun schickt auch der renommierte Reclam-Verlag ein Handbuch ins Rennen: Hartmut Kaspers Schule der Autoren. Ein Handbuch der Dicht- und Schreibkunst. Der Titel ist so programmatisch wie irreführend: Denn Kaspers Handbuch ist keine klassische Anleitung über Aufbau, Struktur und Grundelemente des Roman- bzw. Drehbuchschreibens, sondern ein lehrreicher Ausflug in die Schreibwerkstätten bekannter Romanciers, Dichter und Filmemacher. Statt selbst zu erzählen, lässt Kasper Autoren von Horaz über Johann Wolfgang von Goethe bis Alfred Hitchcock zu Wort kommen, offenbart in den sorgfältig ausgewählten Passagen deren handwerkliche Geheimnisse und veranschaulicht an Textbeispielen den Umgang mit bestimmten Problemen beim Schreiben. Dadurch entsteht nicht nur ein vergnügliches Kompendium literarischer Schaffensprozesse, es zeigt sich auch eine etwas andere Sichtweise auf das Schreiben selbst. Im Gegensatz zu den meist etwas normierten Lehrwerken der so genannten Praktiker lenkt der Germanist und Publizist Hartmut Kasper den Blick weniger auf die Handlungsführung an sich als vielmehr auf die zahlreichen, scheinbar nebensächlichen Details und Randerscheinungen beim Schreiben. So finden sich hier Kapitel über Berufe, Namen, Sinne oder gar das "Heldenwetter", die den Autoren ins Gedächtnis rufen sollen, dass gute Geschichten nicht nur vom Plot allein, sondern auch von den noch so unscheinbaren Elementen mitbestimmt werden.

Diese Schule der Autoren ist deshalb weniger als Einführung denn als Erweiterung des literarischen Schreibens zu empfehlen. Aber auch für literarisch Interessierte, die nicht selbst zur Feder greifen wollen, lohnt die Lektüre dieses Buches, zeigt es doch ein ums andere Mal, dass auch die genialsten Texte einem rigiden handwerklichen Bauplan folgen. --Harald Stucke

Pressestimmen

Beim vorliegenden Buch handelt es sich keinesfalls um eine trockene, rein wissenschaftliche Lektüre, sondern um ein durchdachtes, mit Sprachwitz angereichertes Buch, dessen einzelne Kapitel sich zügig und in einem Lesefluss lesen lassen. Spätestens nach der Lektüre des Buches sollten Sie zum Stift greifen, denn, "Ein jeder, der schreibt ist zu loben: Er könnte Schlimmeres tun". www.literatur.de

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zitatenschatz mit Moderator 8. März 2002
Die Idee des Buches ist so einfach wie bestechend: Statt einen x-beliebigen Bestsellerautor über seine Fabulier-Vorlieben bramabarsieren zu lassen, kommen hochkarätige Schriftsteller zu Wort. Von Schiller bis Patricia Highsmith wird alles zitiert, was in der Schreibzunft Rang und Namen hast. Kasper selbst hält sich meist zurück und agiert als souveräner Moderator. Nur manchmal lehnt er sich etwas zu weit aus dem Fenster, um leere Strecken zu füllen. Dann wird es mir doch etwas zu literaturtheoretisch. Insgesamt eine gute Ergänzung zu den Büchern von James Frey, Sol Stein oder Fritz Gesing, die aber nicht so viele Aha-Effekte pro Seite zu bieten hat.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sammelsurium 25. August 2003
Von Ein Kunde
Eine Fleißarbeit, diese Zusammenstellung, allerdings fehlt mir der rote Faden. Die Themen sind ein wenig aneinandergereiht. Interessant ist vieles - aber die Aussagen verlieren sich. Unter dem Titel hatte ich mir etwas ganz anderes vorgestellt.
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5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Talent allein reicht nicht 29. April 2009
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Da ich nun zum zweiten Mal angefragt wurde, ob ich dieses Buch kenne und allenfalls empfehlen könne, mache ich meine Antwort öffentlich. Auf diese besondere Gebrauchsanweisung stieß ich vor bald zehn Jahren zufällig. Und das Konzept, wissensdurstige Nachwuchsautoren dazu anzuhalten, bei den großen Meistern zu lernen, hat mich sofort überzeugt. Denn mit der Befolgung von Checklisten wird aus einem Durchschnittstext noch lange kein Ereignis. Da der Germanist und Publizist Hartmut Kasper diese Meinung teilt, recherchierte er bei bekannten Literaten aus allen Jahrhunderten nach Handlungsanweisungen, Einsichten und Tipps. Dann ordnete er diese nach den Kategorien Beginnen - Figuren - Kritik der poetischen Vernunft - Details - Dinge zwischen Autor, Text und Leser. Allein schon diese Einteilungen machten mich skeptisch, ob es Hartmut Kasper gelingen wird, aus seinen zahlreichen Fundstücken ein Handbuch der Dicht- und Schreibkunst zu verfassen. Lieber hätte ich es gesehen, wenn er sich an Kategorien ausgerichtet hätte, die wir in Handbüchern für Drehbuchschreiber finden. Nicht weil bei Hartmut Kaspar die Hinweise auf Nebenfiguren, Kulissen oder Erzählperspektiven fehlen, sondern weil seine umfassenden Kapitel die verschiedenen Zusammenhänge und Differenzen zu wenig aufzeigen.

Schwächen zeigt das Buch auch bei der Einbettung der verschiedenen Einzelteile in ein großes Ganzes. Die Kommentare wirken oft zufällig und machen den ohnehin schon dünnen roten Faden noch brüchiger. Hilfreich finde ich das Buch vor allem als Ergänzung zu den Handbüchern, die nach einem traditionellen Konzept geschrieben sind. Denn heutige Anbieter und Verfasser von Schreibkursen unterschlagen allzu gerne, dass gerade die großen Meister nicht dem Wahn erlagen, es brauche nur ein bisschen Talent und geeignete Weiterbildungen, um irgendwann über den Durchschnitt hinauszuragen. Aber liest man die Biografien von Künstlern und Künstlerinnen genau, wird schnell klar, dass sie sich vor allem in der Kunst des Beobachtens übten und sich nicht davor scheuten, Vorbildern oder Helden so lange nachzueifern, bis aus Kopiertem ein eigener Stil wurde. Allein für diese Botschaft könnte ich einen Zusatzstern vergeben.

Mein Fazit: Bestimmt kein Rezeptbuch für das Verfassen literarischer Texte. Aber wer erfahren möchte, wie die großen Meister ihre Kunst lernten und ausübten, wird auf den 200 Seiten immer wieder mit wertvollen Hinweisen beglückt.
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