Geht man im Moment in eine Fachbuchhandlung, so wird man mit Literatur zum neuen Schuldrecht geradezu erschlagen. Da fällt es schwer, sich zu orientieren.
Leider bieten hier auch die Publikationen von Repetitoren wie Alpmann-Schmidt keine echte Hilfe, Schwerpunkt mäßig werden dort nur die Normen abgedruckt, eine echte Erklärung gibt es nicht.
Erfreulicherweise bietet hier das Buch von Huber/Faust wirklich die lang erwartete Anleitung zum neuen Schuldrecht. Leicht verständlich werden die neuen Normen erläutert, dabei nur am Rande auf die alte Gesetzeslage bezug genommen, ansonsten wird das neue Schuldrecht unabhängig erläutert.
Besonders schön: Die Autoren haben sich die Mühe gemacht, die Normen daraufhin zu untersuchen, wo in der Praxis in Zukunft die Probleme liegen könnten und haben so bereits zahrleiche Beispielsfälle entwickelt. Damit sind Huber/Faust vielen anderen Autoren weit voraus.
Schwerpunktmässig wird das neue Leistungsstörungsrecht und das neue Kaufrecht behandelt, die anderen Bereiche (z.B. Werkvertragsrecht oder die Integrierung von Nebengesetzen) werden in der gebotenen Kürze ebenfalls dargestellt.
Insbesondere Studenten würde ich empfehlen, hier mal nicht blind zum Alpmann-Skript zu greifen sondern das Lehrbuch von Huber/Faust in Betracht zu ziehen. Es zeigt sich einfach, dass Alpmann-Schmidt-Autoren vielleicht kompetent darin sind, bestehende Probleme und Themen leicht verdaulich und übersichtlich darzustellen, aber einfach an ihre Grenzen stossen, wenn es darum geht, gänzlich neue Normen alleine zu erläutern.
Gerade dies ist aber Huber/Faust geglückt, die verständlich und mit viel Kreativität ein tolles Lehrbuch vorgelegt haben, dass vermutlich auch länger Bestand haben wird, als die meisten anderen Werke zu dem Thema.