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Schulden ohne Sühne: Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft
 
 
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Schulden ohne Sühne: Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft [Gebundene Ausgabe]

Kai A. Konrad , Holger Zschäpitz
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 2 (27. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406606881
  • ISBN-13: 978-3406606885
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 212.119 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kai A. Konrad
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Können Staaten Pleite gehen? Wollen wir wetten? Kai A. Konrad, einer der renommiertesten Ökonomen Deutschlands, und der Wirtschaftsjournalist Holger Zschäpitz zeigen, wie es zur aktuellen Lage kommen konnte, warum wir alle betroffen sind und wie man sein Geld retten kann. Unsere Zukunft in Europa hängt, wie alles, am Geld. Jetzt, wenn Griechenland und womöglich weitere Länder der Euro-Zone in finanzielle Schwierigkeiten geraten und die Hilfe der Staatengemeinschaft beanspruchen, werden die Weichen für die Zukunft des Euros und der Europäischen Union gestellt. Auf Basis neuester ökonomischer Forschung zeigen Kai A. Konrad und Holger Zschäpitz, wie es zu dem massiven Anstieg der Staatsverschuldung kam, sie ziehen historische Parallelen, entlarven populäre Irrtümer und diskutieren realistische Lösungsmöglichkeiten. Wenn wir aus der Billionenfalle nicht herauskommen, drohen uns allen - Arbeitnehmern, Rentnern, Kapitalanlegern - drastische Folgen, die der Hyperinflation und den Währungsreformen, die Deutschland in seiner Geschichte schon mehrfach erlebt hat, in nichts nachstehen.

Alles, was man über die Schuldenkrise wissen muss. Kurz und bündig in drei Teilen:

1. Eine kleine deutsche Finanzgeschichte: Die großen Staatsbankrotte der Vergangenheit - und wie es zur gegenwärtigen Lage kommen konnte

2. Warum Staaten Pleite gehen können: Die verhängnisvollen Mythen zur Staatsverschuldung - und wie sie tatsächlich funktioniert

3. Wege aus der Billionenfalle: Was Staatslenker tun sollten; Wie Staatsbürger ihr Geld retten

Über den Autor

Prof. Dr. Kai A. Konrad ist Direktor am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht in München. Er ist einer der forschungsstärksten deutschen Ökonomen und ein vielgefragter Berater in Medien und Politik, u.a. im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium der Finanzen.

Holger Zschäpitz ist leitender Wirtschaftsredakteur bei der WELT und der Welt am Sonntag, und schreibt regelmäßig für Cicero. 1989 erlebte der gebürtige Leipziger seinen ersten Staatsbankrott, der ihm persönlich großen Gewinn bescherte: Aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung konnte endlich ein leidenschaftlicher Ökonom und Journalist werden.


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Anspielung auf Dostojewski im Buchtitel passt. Wie im großen Roman des russischen Dichters kommen auch bei Finanzministern die Gewissensbisse erst, nachdem man sich untragbare Schuld bzw. Schulden aufgeladen hat. Die Autoren leuchten komplizierte Sachverhalte aus, ohne selbst kompliziert zu werden. In grundsolidem, aber nie langweiligem journalistischem Stil ziehen sie Bilanz und erklären die aktuelle Finanzkrise und ihre Folgen für Staaten, Banken und Regierungen. Ihre Antwort auf die Frage, warum Staaten so gerne Schulden machen und in gewissem Maß auch machen sollen, klingt überzeugend: Um die Last großer Investitionen auf mehrere Generationen zu verteilen. Abgerundet wird die informative und unterhaltsame Staatsverschuldungskunde" mit interessanten Details zu Ratingagenturen und Kreditschuldversicherungen sowie einem Blick in die Zukunft. Konkrete Lösungsvorschläge findet man in dem Buch zwar keine - aber Anstöße, wo danach zu suchen ist. getAbstract empfiehlt es allen, die sich für die Hintergründe von Staatsschulden und -pleiten interessieren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist gut geschrieben. Es bietet einen interessanten, seriösen und vor allem sachlichen Überblick über die aktuelle Staatsschuldenkrise Europas. Ich habe auch andere Bücher zum Thema gelesen, doch dieses hat mir am besten gefallen, insbesondere weil es so gut und umfassend recherchiert ist.

Hervorheben möchte ich, dass auch die demografische Entwicklung darin nicht ausgespart wird (S. 62: "Schulden in 50 Jahren - die Demographiebombe"). Wer die angeführten Zahlen liest, ahnt, dass wir es hier mit Schulden zu tun haben, die nicht mehr zurückgezahlt werden können, auch von Deutschland nicht. Schlimm daran ist, dass der Politik die Zahlen schon immer bekannt waren. Man wusste, als man immer neue Schulden aufnahm, dass irgendwann der demografische Wandel kommen wird. Auf S. 64 schreiben die Autoren beispielsweise:

"Sollten die öffentlichen Haushalte nicht den demographischen Gegebenheiten angepasst werden, droht eine exponentiell steigende Schuldenquote. Den Berechnungen der Komminssion zufolge läge andernfalls der Schuldenstand innerhalb Europas im Jahr 2050 bereits bei weit über 300 Prozent, zehn Jahre später bei annähernd 500 Prozent. Dieses Problem gab es bereits vor der Finanzkrise. Der Anpassungsbedarf hat sich durch die zusätzlichen Belastungen aus der Krise nur erhöht."

Hervorheben möchte ich auch die ausgezeichneten Abschnitte "Warum überhaupt Staatsschulden?" und "Warum Politiker gern Schulden machen". Zunächst wird dargelegt, dass Staatsschulden dann Sinn machen können, wenn große, generationenübergreifende Investitionen zu tätigen sind. Hierbei handelt es sich letztlich um eine Form der Generationengerechtigkeit: Die aktuelle Generation möchte nicht alle Kosten für eine Investition tragen, von der auch die nächste Generation etwas hat. In diese Richtung hin funktioniert also das Prinzip der Generationengerechtigkeit, nur umgekehrt leider nicht.

Auch können möglicherweise während einer Rezension neue Schulden gemacht werden, wenn die Absicht besteht, diese in guten Zeiten wieder abzubauen. Nur erfolgt das üblicherweise nicht. Auf S. 94f. stellen die Autoren deshalb die Frage, ob es sich bei der Staatsverschuldung gar um einen Webfehler der repräsentativen Demokratie handeln könnte. Und in der Tat sind eine ganze Reihe Gründe erforscht worden - wie die Autoren darlegen -, die man als Wählerbeeinflussung bezeichnen könnte. Als besonders trickreich empfand ich die Methode (z. B. in den USA von Reagan praktiziert), dem Nachfolger einen Berg Schulden zu hinterlassen, um so dessen Gestaltungsmöglichkeiten einzuschränken. So kann man über die eigene Amtsperiode hinaus noch indirekt an der Macht bleiben.

Andere Autoren nennen noch einen weiteren Grund: Man kann in Demokratien Interessengruppen nur sehr schwer etwas wegnehmen. Also sieht Umverteilung fast immer so aus, dass anderen etwas hinzugegeben wird. Das führt am Ende zur Schuldenaufnahme und Staatsaufblähung.

Echte Lösungen für die Staatsschuldenkrise bieten die Autoren nicht. Zum Schluss ("Blick in die Zukunft, S. 212ff.) werden zwei Szenarien für den September 2017 vorgestellt, die demonstrieren sollen, welche langfristigen Folgen die unterschiedlich eingeschlagenen Wege haben können.

In Szenario 1 ist Sahra Wagenknecht Bundeskanzlerin und Andrea Nahles Finanzministerin. Sparen hat man längst aufgegeben: Mit dem Slogan "Kaputtsparen für die Griechen - Nein Danke" wurde ein Erdrutschsieg erzielt. Sogar die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse wurde abgeschafft.

In Szenario 2 ist Angela Merkel noch immer Bundeskanzlerin und Dominique Strauss-Kahn französischer Präsident. Hier hätte ich mir noch ein drittes Szenario mit DSK als französischer Präsident und Sahra Wagenknecht als Bundeskanzlerin mit einer ganz besonders innigen und "tiefgehenden" deutsch-französischen Zusammenarbeit gewünscht. Wie auch immer: In Szenario 2 setzt man auf Umschuldungen und die Rückkehr zu einer rigorosen Stabilitätspolitik. In ihren weiteren Ausführungen lassen die beiden Autoren sehr deutlich durchblicken, dass sie Szenario 2 (Angela und Dominique) präferieren. Leider blenden sie dabei die Demografieproblematik völlig aus. Sie tun so, als gäbe es mit Umschuldung und Stabilität tatsächlich einen realen Ausweg aus der Staatsschuldenkrise. Dies mag ohne Demografieproblematik so sein, mit der Problematik sehe ich das leider nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist so geschrieben, dass es ein interessierter Laie gut verstehen kann, aber auch der Finanzprofi zahlreiche Neuigkeiten erfährt. Das Buch erläutert Zusammenhänge, Dilemmata, Teufelkreise und Konstruktives zu der aktuell verschärften Situation der Staatsfinanzen, wie man es in der Wirtschaftspresse, den Nachrichten (und von Politikern) nicht erlebt. Meiner Einschätzung nach ist das Buch ohne ein einseitig gefärbtes (bspw. parteipolitisches) Interesse geschrieben und soll (teilweise) komplexe Zusammenhänge transparent machen. Einerseits hätte ich mir klarere Aussagen in Bezug auf die Auswirkungen verschiedener Szenarien gewünscht. Aber das kann vermutlich ohne Kristallkugel keiner leisten. Zudem darf man nicht vergessen dass es ein Buch ist, dessen Aussagen mehr als nur ein paar Wochen Bestand haben sollen. Die Kaufempfehlung ist simpel: Wer besser verstehen will, was gerade in finanzpolitischer Hinsicht in der Welt, speziell in Europa, passiert, findet hier Antworten.
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Sehr zu empfehlen
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