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Schulden: Die ersten 5000 Jahre Gebundene Ausgabe – 14. Mai 2012


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Klappentext

Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden. Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben. Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort »amargi«, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt. David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Graeber, geboren 1961 in den Vereinigten Staaten, unterrichtete bis zu seiner umstrittenen Entlassung 2007 als Anthropologe in Yale und lehrt seither am Goldsmith-College in London. Er ist bekennender Anarchist und Mitglied der »Industrial Workers of the World«.Sein Vater hat im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft, und er selbst hat fast zwei Jahre in einer direkte Demokratie praktizierenden Gemeinschaft auf Madagaskar gelebt. Graeber ist ein Vordenker der Occupy-Bewegung.

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118 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. S. am 7. Mai 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Die Bedeutung von David Graebers umfassender historischer Analyse der Geschichte der Geld- und Kreditwirtschaft ist kaum zu überschätzen.

Wie Graeber beschreibt, bestimmen Schulden unser Leben - seien es private oder öffentliche Schulden. Das Konzept der Schulden ist dabei unhinterfragt. Wie er am Beispiel einer persönlichen Begegnung mit einer sicher gedanklich sehr beweglichen Aktivistin zeigt, sind wir fast alle der Meinung: Schulden müssen zurückgezahlt werden. Dass dies in unserer Kreditwirtschaft für fast alle Beteiligten ein fataler Gedanke ist, arbeitet er anhand zahlreicher historischer Beispiele heraus. Die Kreditwirtschaft und "Schulden müssen zurückgezahlt werden" führte geradewegs immer wieder in soziale und wirtschaftliche Umbrüche größten Ausmaßes.

Graeber fasst das Schulden-Zurückzahlen-Müssen als eine Form der moralischen Verpflichtung auf. So wie wir andere Verpflichtungen eingehen so gehen wir bei einer Verschuldung auch hier eine Verpflichtung ein. Laut Graeber lautet nun die Frage, wieso die (moralische) Verpflichtung Schulden zurück zu zahlen anscheinend schwerer wiegt als andere moralische Verpflichtungen. Wieso halten wir das (über)vollständige Rückzahlen (im Fall Argentinien war die schließlich bezahlten Schulden dreimal höher als der Schuldbetrag) als die wohlmöglich schlimmeren Folgen (im Fall Argentiniens etwa die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung mit den entsprechenden Folgen für Wohlstand, Gesundheit, Kriminalität etc.)?

Diese Frage zu thematisieren und die Geschichte der Schulden zu analysieren ist angesichts der angeblichen "Staatsschuldenkrise" und des "Lebens über unsere Verhältnisse" eine drängende Frage - ein mutiges Buch und ein notwendiges Buch.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rodrot TOP 100 REZENSENT am 11. September 2012
Format: Gebundene Ausgabe
In diesem etwa 500 Seiten (einschließlich Anhang) umfassenden Buch erfolgt eine sehr umfangreiche Darstellung der Entstehung und Entwicklung von Geld und Schulden in den letzten 5000 Jahren. Es wird mit durchaus beeindruckendem Faktenwissen die verschiedenen Tauschssysteme, Edelmetallgeld und (ungedecktes) Kreditgeld beschrieben.

Ein roter Faden, der einen durchs Buch führt, ist jedoch kaum erkennbar und der Autor verzettelt sich oft in den Details. Außerdem schreibt er sehr langatmig und das Lesen ist anstrengend bis ermüdend, eine Lesefreude kam zumindest bei mir nicht wirklich auf.

Außerdem sollte sich ein potenzieller Leser bewusst sein, dass es dem Autor in erster Linie nicht um Lösungsvorschläge geht, sondern den Leser eher zum eigenen nachdenken bringen möchte. So sind unserem seit 1971 (Ende Golddeckung) bestehenden Geldsystem gerade einmal etwa 30 Seite gewidmet.

Fazit:
Für Leser, welche sich in erster Linie für die Entstehung und Entwicklung von Kredit/Schulden im historischen Rückblick interessieren, ist das Buch durchaus lesenswert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Von Loebbecke am 11. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
...aber auf keinen Fall die deutsche Bearbeitung.
Als Beispiel ein Satz von Seite 61:
Waren die frühen Herrscher nicht einfach Verbrecher und die Steuern nicht einfach Erpressung, müssen wir fragen, wie sie Steuererhebung rechtfertigen.
Das Buch ist voll von solchen Agglomeraten deutscher Wörter, die keinen Sinn ergeben.
Wie man das Buch gut (oder schlecht) finden kann, ist mir ein Rätsel, denn das Buch ist unverständlich - jedenfalls dort wo die wichtigen Ideen behandelt werden.
Man lese das Original bis zu einer Stelle, an der Graeber fundamentale Kritik am herrschenden Geldsystemverständnis übt. Dann schlage man die deutsche "Übersetzung" der Stelle auf.
Man wird gewahr, wie des Übersetzers Geist anfängt, sich gegen den Inhalt des Textes zu sträuben, die deutschen Sätze werden immer undurchschaubarer, weichen immer mehr vom Originaltext ab, bis hin zu solchem Nonsens wie dem obig zitierten.

Wer nicht von der Idee abzubringen ist, daß wir in der besten aller möglichen Welten leben, der sollte die Finger von dem Buch lassen, die anderen... siehe Titel der Rezension.
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Format: Gebundene Ausgabe
Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.
Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.
Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben. So sieht er sich selbst, der Ethnologe David Graeber, spiritus rector der Occupy-Bewegung.

Obwohl er im ganzen Buch über mit konkreten politischen Vorschlägen geizt, macht der am Ende des Buches doch einen: "Ich habe den Eindruck, ein Ablassjahr nach biblischem Vorbild ist überfällig, für Staatschulden wie für Konsumschulden. Ein genereller Schuldenerlass wäre nicht nur heilsam, weil er menschliches Leid lindern könnte. Er riefe uns auch in Erinnerung, dass Geld nichts Geheimnisvoll-Unvergleichliches ist und dass das Begleichen von Schulden nicht das Wesen der Sittlichkeit ausmacht.
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