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Schulden: Die ersten 5000 Jahre [Gebundene Ausgabe]

David Graeber , Ursel Schäfer , Hans Freundl , Stephan Gebauer
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (61 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. Mai 2012
Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden. Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben. Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort »amargi«, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt. David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung.

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Schulden: Die ersten 5000 Jahre + Kampf dem Kamikaze-Kapitalismus: Es gibt Alternativen zum herrschenden System + Frei von Herrschaft: Fragmente einer anarchistischen Anthropologie
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden. Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben. Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort »amargi«, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt. David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

David Graeber, geboren 1961 in den Vereinigten Staaten, unterrichtete bis zu seiner umstrittenen Entlassung 2007 als Anthropologe in Yale und lehrt seither am Goldsmith-College in London. Er ist bekennender Anarchist und Mitglied der »Industrial Workers of the World«.Sein Vater hat im Spanischen Bürgerkrieg gekämpft, und er selbst hat fast zwei Jahre in einer direkte Demokratie praktizierenden Gemeinschaft auf Madagaskar gelebt. Graeber ist ein Vordenker der Occupy-Bewegung.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genealogie des Jetzt 5. Januar 2014
Von RA
Format:Broschiert
Was für ein Glück, dass ich ganz zufällig während ich auf einen Zug wartete, am Bücherstand dieses Buch entdeckt habe. In weniger als zwei Wochen durch; obwohl ich es mir kaum zeitlich erlauben kann.

David Graeber steht für mich mit diesem Buch in einer Reihe mit solchen Autoren wie Bertrand Russel und Jared Diamond. Er ist bestrebt, die Entwicklungsdynamik hinter Phänomenen zu entdecken, die entweder so allgegenwärtig sind, dass sie unsichtbar bleiben, oder aber phänomenal so heterogen sind, dass keine Fragestellung über ihre kriteriale oder kausale Verknüpfung auftauchen kann.

David Graeber hat den Anspruch, Geschichte zu verstehen und wirft Fragestellungen auf, die ich aus keinem anderen Kontext kenne. Für seine Antworten sucht er die gesamte Geschichte der Menschheit ohne räumliche oder wissenschaftsdisziplinäre Begrenzung ab; dabei erzählt er nicht nur einfach, sondern erwähnt historische Beispiele ausschließlich im Kontext einer Frage oder einer Antwort. Diese Vorgehensweise zeigt somit die didaktische Ader des Autors und vor allem seinen Respekt gegenüber dem Leser. Er lockt nicht den Leser für einen guten Absatz, er will ihm etwas von seinem Verständnis geben, das er im Verlauf der Jahre erarbeitet hat. Man kann auf jeder Seite sehen, wie ernst dem Autor dieses Projekt war.

Es war ein Vergnügen und eine persönliche Bereicherung, dieses unglaublich anspruchsvolle Buch zu lesen.
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116 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. S.
Format:Gebundene Ausgabe
Die Bedeutung von David Graebers umfassender historischer Analyse der Geschichte der Geld- und Kreditwirtschaft ist kaum zu überschätzen.

Wie Graeber beschreibt, bestimmen Schulden unser Leben - seien es private oder öffentliche Schulden. Das Konzept der Schulden ist dabei unhinterfragt. Wie er am Beispiel einer persönlichen Begegnung mit einer sicher gedanklich sehr beweglichen Aktivistin zeigt, sind wir fast alle der Meinung: Schulden müssen zurückgezahlt werden. Dass dies in unserer Kreditwirtschaft für fast alle Beteiligten ein fataler Gedanke ist, arbeitet er anhand zahlreicher historischer Beispiele heraus. Die Kreditwirtschaft und "Schulden müssen zurückgezahlt werden" führte geradewegs immer wieder in soziale und wirtschaftliche Umbrüche größten Ausmaßes.

Graeber fasst das Schulden-Zurückzahlen-Müssen als eine Form der moralischen Verpflichtung auf. So wie wir andere Verpflichtungen eingehen so gehen wir bei einer Verschuldung auch hier eine Verpflichtung ein. Laut Graeber lautet nun die Frage, wieso die (moralische) Verpflichtung Schulden zurück zu zahlen anscheinend schwerer wiegt als andere moralische Verpflichtungen. Wieso halten wir das (über)vollständige Rückzahlen (im Fall Argentinien war die schließlich bezahlten Schulden dreimal höher als der Schuldbetrag) als die wohlmöglich schlimmeren Folgen (im Fall Argentiniens etwa die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung mit den entsprechenden Folgen für Wohlstand, Gesundheit, Kriminalität etc.)?

Diese Frage zu thematisieren und die Geschichte der Schulden zu analysieren ist angesichts der angeblichen "Staatsschuldenkrise" und des "Lebens über unsere Verhältnisse" eine drängende Frage - ein mutiges Buch und ein notwendiges Buch.
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149 von 186 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Marxismus 2.0 29. Mai 2012
Von FMA TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Graeber setzt mit seiner Geschichte der Schulden bei den frühen Kulturen an. Dass zuerst der Tauschhandel gewesen wäre, dann die Geldwirtschaft sieht er als Mythos an. Vielmehr sei zuerst eine Art Kreditwesen entstanden. Damit entwickelten sich die gesellschaftlichen Mechanismen der Geldwirtschaft. Das später entstandene materielle Geldsystem ist nichts anderes als ein Schuldverschreibungssystem.

Damit einher ging schließlich beides: die Entwicklung von Marktwirtschaft in organisierter Form (d.h. über auf persönliche Zusagen, Vertrauens- und Verpflichtungsbeziehungen basierenden Handel und Kooperation hinausgehend) sowie des Staates als Garant der Schuldverpflichtungen. Im Laufe der Geschichte werden Staaten dann selbst zu Schuldnern. Auftakt hierfür bilden zumeist Kriege, militärische Unternehmungen. Im Zusammenhang damit entwickelt sich historisch die Bankwirtschaft.

Zu hohe Schuldenlasten auf Bevölkerungs- oder Regierungsseite, so Graeber, wären im Laufe der Geschichte immer wieder Auslöser von Revolutionen, Aufständen, zwischenstaatl. bewaffneten Auseinandersetzungen gewesen.

Bis in die Gegenwart hinein wurde das System der durch das staatliche Gewaltmonopol abgesicherten Schuld-, Kredit-, Marktwirtschaft - inklusive sozialer Täuschungs- und Ausgleichmechanismen - immer ausgefeilter und bürokratischer. Den Auftakt der völligen Ökonomisierung aller Lebensbereiche bildete dabei die Nationalökonomie Adam Smiths.
Der moderne Mensch ist in Schuldverhältnisse quasi hineingeboren und damit dazu verdammt, sein Leben in starren Strukturen und Entfremdung zu leben; im Grunde dem mesopotamischen Sklaven nicht unähnlich, ein Leben lang seine Arbeitskraft zu verkaufen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Sehr Umfangreich
Das Buch ist sehr umfachgreich aber sehr interessant.

Er beschreibt wirklich alle Hintergründe der Geschichte der Schulden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Tagen von Reinies veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch
Sehr gut. Ich bin immer für Bücher zu haben. Im Urlaub und bei der Entspannung gibt es nicht besser oder schöneres.
Vor 2 Monaten von Katharina Lauenroth veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Unklar, was das Buch erreichen will....
Ich kaufte das Buch wegen des interessanten Titels, und wegen des Lobes auf dem Rückumschlag.
Das Buch enthält vieleinteressante Geschichten, von denen ich annehme,... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von PST veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen spannende und anregend provokante Aspekte
ein nicht ganz einfach zu lesendes Buch. Der Autor begründet seine Aussagen mit einer reichen Fülle von Zitaten, Querverweisen und Anmerkungen wissenschaftlich korrekt... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Dr. Michael Bergmann veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Hokuspokus der Ökonomie
Die Vorzüge des Buches:
1. Graeber macht deutlich, das Schulden im Sinne von Schuld moralisch-anthropolgisch-religiöse Wurzeln haben, keine "logischen" und... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Michael Koch veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Zäher Stil gepaart mit belanglosem Inhalt
Es ist mir unerklärlich, wie dieses Buch von irgendjemandem derart in den Himmel gelobt werden konnte. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Daniel Kenntner veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Lektüre
... wenn auch nicht immer leicht "verdaubar". Das Buch setzt doch einige fundierte Grundkenntnisse von der Natur des wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens voraus. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von DI Johann Peer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Hier ist Disziplin gefragt
In fast allen Köpfen ist der klassische Tauschhandel, z.B. drei Schafe gegen eine Kuh, fest verankert. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Georg R veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ökonomie, anthropologisch fundiert
Graeber liefert uns in seinem Buch einen riesigen Fundus aus den Erkenntnissen der Anthropologie, wie in den letzten 5000 Jahren Schulden gemacht und getilgt wurden. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Berchtold Moser veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Leute, kauft dies Buch....
...aber auf keinen Fall die deutsche Bearbeitung.
Als Beispiel ein Satz von Seite 61:
Waren die frühen Herrscher nicht einfach Verbrecher und die Steuern nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Von Loebbecke veröffentlicht
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Gustav Ruhland, eine Geschichte des Handels-Kapitals 0 27.03.2013
endoftheamericandream 0 27.03.2013
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