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Schulden. Die ersten 5000 Jahre Broschiert – 16. Dezember 2013

3.7 von 5 Sternen 68 Kundenrezensionen

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Werbetext

Ein ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Klappentext

Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden. Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben. Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort »amargi«, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt. David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

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Format: Gebundene Ausgabe
Die Bedeutung von David Graebers umfassender historischer Analyse der Geschichte der Geld- und Kreditwirtschaft ist kaum zu überschätzen.

Wie Graeber beschreibt, bestimmen Schulden unser Leben - seien es private oder öffentliche Schulden. Das Konzept der Schulden ist dabei unhinterfragt. Wie er am Beispiel einer persönlichen Begegnung mit einer sicher gedanklich sehr beweglichen Aktivistin zeigt, sind wir fast alle der Meinung: Schulden müssen zurückgezahlt werden. Dass dies in unserer Kreditwirtschaft für fast alle Beteiligten ein fataler Gedanke ist, arbeitet er anhand zahlreicher historischer Beispiele heraus. Die Kreditwirtschaft und "Schulden müssen zurückgezahlt werden" führte geradewegs immer wieder in soziale und wirtschaftliche Umbrüche größten Ausmaßes.

Graeber fasst das Schulden-Zurückzahlen-Müssen als eine Form der moralischen Verpflichtung auf. So wie wir andere Verpflichtungen eingehen so gehen wir bei einer Verschuldung auch hier eine Verpflichtung ein. Laut Graeber lautet nun die Frage, wieso die (moralische) Verpflichtung Schulden zurück zu zahlen anscheinend schwerer wiegt als andere moralische Verpflichtungen. Wieso halten wir das (über)vollständige Rückzahlen (im Fall Argentinien war die schließlich bezahlten Schulden dreimal höher als der Schuldbetrag) als die wohlmöglich schlimmeren Folgen (im Fall Argentiniens etwa die Verarmung weiter Teile der Bevölkerung mit den entsprechenden Folgen für Wohlstand, Gesundheit, Kriminalität etc.)?

Diese Frage zu thematisieren und die Geschichte der Schulden zu analysieren ist angesichts der angeblichen "Staatsschuldenkrise" und des "Lebens über unsere Verhältnisse" eine drängende Frage - ein mutiges Buch und ein notwendiges Buch.
15 Kommentare 125 von 151 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Gebundene Ausgabe
Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.
Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.
Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben. So sieht er sich selbst, der Ethnologe David Graeber, spiritus rector der Occupy-Bewegung.

Obwohl er im ganzen Buch über mit konkreten politischen Vorschlägen geizt, macht der am Ende des Buches doch einen: "Ich habe den Eindruck, ein Ablassjahr nach biblischem Vorbild ist überfällig, für Staatschulden wie für Konsumschulden. Ein genereller Schuldenerlass wäre nicht nur heilsam, weil er menschliches Leid lindern könnte. Er riefe uns auch in Erinnerung, dass Geld nichts Geheimnisvoll-Unvergleichliches ist und dass das Begleichen von Schulden nicht das Wesen der Sittlichkeit ausmacht.
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4 Kommentare 67 von 83 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Broschiert Verifizierter Kauf
Soeben habe ich das Buch zu Ende gelesen und meine Eindrücke sind noch frisch.
Ja, das Buch bietet einige reizvolle Anregungen zum Thema Schulden, aber das war es dann auch.
In Summe würde ich sagen, das Thema wurde vom Autor nur gestreift, und sogar ein Stück weit verfehlt.
Es hat mich insgesamt nicht überzeugt und bietet wenig essenzielle Substanz trotz über 400 Seiten.
Es fehlt ein roter Faden und eine kristall-klare Quintessenz.
Es ist vielmehr ein langes Umhergeschwafel um "des Kaisers Bart" mit vielen unnötigen, langatmigen Ausführungen.
Stellenweise ist das Lesen eine echte Qual.
Stilistisch ist es sogar eine mittlere Katastrophe (viele Schachtelsätze, Umschweige, Themensprünge, Einflechtungen, Ergänzungen)
Auch inhaltlich ist es an vielen Stellen höchst zweifelhaft, der Autor geht recht leichtsinnig und unvorsichtig mit historischen Ereignissen um.
Er zeichnet ein Bild von der Vergangenheit, die in einigen Aspekten ganz anderes gewesen sein kann.
Gestört hat mich, dass Begriffe völlig ungewöhnlich gedeutet und ausgelegt bzw. gar nicht präzise definiert werden. (Beispiele: Kommunismus = Liebe!; Kapitalismus = Wirtschaften mit und durch Gewalt; Markt = Schöpfung des Staates; Staat = gesellschaftliche Zusammenarbeit usw.)
Besonders peinlich wird es für David Gräber an den Stellen, an welchen er sich über Edelmetalle äußerst - er hat hier ein völlig verdrehtes links-sozialistisches Un-Verständnis. Nichtsdestotrotz war es sicher eine Menge Arbeit viele Inhalte in ein Buch zu gießen, aber aus meiner Sicht haben viele davon einfach zu wenig Aussagekraft und Themenbezug.
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