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Schuld und Sühne
 
 

Schuld und Sühne [Kindle Edition]

Fjodr Michailowitsch Dostojewski
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Schuld und Sühne
OT Prestuplenie i nakazanie OA 1866 DE 1882 (unter dem Titel Raskolnikow)Form Roman Epoche Realismus
Schuld und Sühne ist der erste von Fjodor Dostojewskis großen Romanen und vielleicht sein bekanntestes Werk. Die spannende Kriminalhandlung, die harmonische Komposition und die psychologisch brisanten Charaktere machen den Text zu einem Höhepunkt realistischer Erzählkunst.
Entstehung: Dostojewski arbeitete an Schuld und Sühne seit Sommer 1865. Den frühen Entwürfen zufolge war eigentlich der Trinker Marmeladow, eine spätere Nebenfigur, als Held vorgesehen, bevor die Geschichte eines Studenten, der zum Mörder wird, in den Mittelpunkt des Interesses rückte und dem Roman eine völlig neue Richtung gab.
Inhalt: Der junge Habenichts Rodion Raskolnikow tötet eine alte Pfandleiherin und ist gezwungen, auch ihre Schwester zu erschlagen, um das Verbrechen zu vertuschen. Zur Tat treibt ihn einerseits die blanke Not, andererseits seine Weltanschauung: Er rechnet sich vor, die Alte sei für niemanden von Nutzen, »nicht besser als eine Laus«, und ihr Geld wäre anderswo sinnvoller angelegt. Außerdem möchte sich Raskolnikow selbst beweisen, dass er wie die großen Männer der Weltgeschichte im Stande ist, um eines großen Zieles willen Menschenleben zu opfern. Da es seiner Überzeugung nach keinen Gott gibt, ist alles erlaubt, was sich logisch begründen lässt. Nach dem Mord allerdings setzen ihm der scharfsinnige Untersuchungsrichter Porfiri Petrowitsch und vor allem sein eigenes Gewissen zu. Raskolnikow wird von Fieberträumen verfolgt und siecht dahin, bis ihn Sonja, eine junge Frau, die ihre heruntergekommene Familie als Prostituierte ernährt, durch ihre Liebe und ihren Glauben auf den rechten Weg zurückführt. Sie liest ihm aus der Bibel von der Auferstehung des Lazarus vor und bewegt ihn, seine eigene, spirituelle Auferstehung in Angriff zu nehmen: Raskolnikow gesteht die Tat und büßt seine Schuld in Sibirien. Darin, dass sein Held dem Druck seines Gewissens nicht standhält, liegt Dostojewskis eigenwilliger Gottesbeweis und darin liegt auch seine Kritik an den atheistischen Gesellschaftstheorien, die zu seiner Zeit in Mode waren.
Struktur: Die Ereignisse sind so angeordnet, dass der Mord bereits im ersten der sechs Teile geschildert wird, während der Prozess der Läuterung die nächsten fünf Teile einnimmt; die biblische Lazarus-Episode dient dabei als Leitbild. Der Held ist von Charakteren umgeben, die helle und dunkle Fassetten seines eigenen Charakters symbolisieren: Sonja und dem treuen Freund Rasumichin stehen der perfide Kleinbürger Luschin und der moralisch verkommene Swidrigailow gegenüber. Auch die einzelnen Figuren sind nach dem Kontrastprinzip und gerade deshalb so spannungsvoll konzipiert: Raskolnikow ist ein widerwilliger Mörder, Sonja eine ehrbare Prostituierte und Porfiri Petrowitsch will den Studenten zwar überführen, zeigt ihm gegenüber aber auch väterliches Verantwortungsbewusstsein.
Wirkung: Ein russischer Kritiker, der in Raskolnikows nihilistischen Thesen seine eigenen wiedererkannte, soll bei der Lektüre in Tränen ausgebrochen sein. Schuld und Sühne fand in ganz Europa großen Widerhall. Im Zuge eines immer größer werdenden Interesses an Psychologie rühmte man an dem Roman besonders die glaubwürdige Darstellung pathologischer Zustände. Direkt unter seinem Einfluss stehen z. B. Mit dem Augen des Westens (1911) von Joseph R Conrad sowie Leviathan (1929) von Julien R Green. Der Text ist in ungezählte Sprachen übersetzt, dramatisiert, als Oper inszeniert und vielfach verfilmt worden. Er könnte das international populärste Werk der russischen Literatur überhaupt sein. N. S.

Kurzbeschreibung

Bei diesem Werk handelt es sich um eine urheberrechtsfreie Ausgabe.
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43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dostojewskis Meisterwerk 26. Januar 2003
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Schuld und Sühne" ist meines Erachtens Dostojewskis Meisterwerk. Die Geschichte des Studenten Rodion Raschkolnikow, der eine alte Wucherin und ihre Schwester tötet, weil er sich zu den "Auserwählten" zählt, denen solche Taten erlaubt seien und der mit dieser Tat nicht fertig wird und durch den Einfluss der Prostituierten Sonja Marmeladowa dazu gebracht wird, seine Tat durch Strafe zu sühnen, ist zu recht Weltliteratur. Rodion Raschkolnikows Einfluss ist in vielen Werken der Gegenwart, etwa Camus: "Der Fremde" zu spüren. Literaten wie Stefan Zweig ("Drei Meister") oder Thmas Mann ("Russische Anthologie") haben sich mit Dostojewski, seinem Leben und Werk auseinandergesetzt. Der Aufbau-Verlag zitiert Thomas Mann: "Ist Tolstoi der Michelangelo des Ostns, so darf man Dostojewski den Dante dieser Sphäre nennen. Er war in der Hölle - zweifelt man daran, nachdem mn den herzzermalmenen Traum gelesen, en Rodion Rasklnikow träumt, bevor er die alte Pfandleihrin erschlägt?"

Dieses äußerst spannende Werk dient aber auch als hervorragende Einführung in das Gesamtwerk Dostojewskis. Die vorliegende Ausgabe enthält 707 Seiten, es ist also das mit Abstand "kürzeste" der fünf Romane des Autors. Es dokumentiert auch deutlich seine Wandlung vom Sozialisten (vgl. seinen Erstlingroman: "Arme Leute") zum gläubigen Christen. In späteren Werken, etwa den "Brüdern Karamasow", nähert er sich schließlich den russischen Slawisten Aleksej Stanovic Chomjakow (1804-60) an. Seine Polemik insbesondere gegenüber dem "Westler" Turgenjew wurde insbesondere in den "Dämonen" rigoros ausgetragen. Diese - für mich bedauernswerten - Züge der späteren Intoleranz sind in diesem Werk glücklicherweise nicht vorhanden. Deutlich wird jedoch schon hier, dass Dostojewski sein Leben lang ein "Suchender" gewesen ist, immer nach Erlösung ringend (er litt an schwerer Epilepsie und Angstzuständen). Auf diesen Sachverhalt hat Stefan Zweig als einer der Ersten dankenswerterweise hingewiesen. Und ein Suchender ist auch Raschkolnikow - der am Ende durch den Glauben zu Erlösung findet - wie Dostojewski am Ende (man vergleiche seine fulminante Rede zur Enthüllung des Puschkin-Denkmals am 8. Juni 1880, ein halbes Jahr vor seinem Tode)auch.

Mich hat Dostojewskis Werk und "Schuld und Sühne" schon immer (ich las es als Zwanzigjähriger) fasziniert und ich konnte diesm Buch immer wieder neue Aspekte gewinnen. Insbesondere der psychologische Falkenblick, mit dem er in seinem Werk immer aufs Neue Grundfragen der menschlichen Existenz erörtert und - insbesndere in "Schuld und Sühne" die menschlichen Abgründe fast diabolisch "erspürt" (man vergleiche etwa die meisterhaften drei Dialoge zwischen Raschkolnikow und dem Unterscuhungsrichter Porfiri, die zu den besten psychologischen Gesprächen der Weltliteratur gehören), ist meines Erachtens unvergleichlich. Wenn man mich fragte, welche Werke ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, so gehörte Dostojewskis "Schuld und Sühne" sicherlich dazu.

Allerdings vermisse ich an der vorliegenden Ausgabe des Aufbau-Verlages ein Namensregister. Auch das Nachwort ist - im Vergleich zu anderen deutschen Ausgaben, etwa des Piper- oder des Insel-Verlages, sehr dünn geraten. Insofern kann ich Literaturinteressierten nur zu den genannten Ausgaben oder der DTV-Dünndruckausgabe raten, jedoch nicht zu der - meines Erachtens lieblos editierten - vorliegenden Ausgabe

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephan Kleiber HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
°
Schuld und Sühne - oder 'Verbrechen und Strafe', wie er im Original heißt - ist ein wirklich großartiger Roman. Dostojewsik zeichnet darin einerseits eine durchweg spannende Kriminalgeschichte und gleichzeitig eine fesselnde psychologische Darstellung der Hauptfigur Rodion Raskolnikow.

Raskolnikow ist Student in St. Petersburg und lebt in sehr armen Verhältnissen. Dabei hegt er eine Theorie, nach der die 'Großen der Geschichte' schon immer geltendes Recht brachen, um ihre höheren Ideale und Ideen umzusetzen, was seiner Meinung nach ihr Handeln legitimiert. So kommt es, dass Raskolnikow eine alte Pfandleiherin und ihre Schwester tötet, um mit dem Geld sein Studium zu finanzieren - hier also die Schuld bzw. das Verbrechen.

Sein Gewissen lässt ihm jedoch keine Ruhe und bringt ihn an den Rand des Wahnsinns. Alle um ihn herum denken, er wäre psychisch krank geworden - eine Folge übermäßigen Studierens. Nur einer verdächtigt ihn der Tat, kann ihm jedoch nichts beweisen. Um sein Gewissen zu erleichtern und mit sich ins Reine zu kommen folgt er dem Rat seiner Freundin, sich zu stellen. Seine Strafe verbüßt er daraufhin lange Jahre im Arbeitslager, hält jedoch weiterhin an seiner Theorie des legitimen Rechtsbruchs für höhere Ziele fest.

Obwohl ich eigentlich kein Romanleser bin, fand ich das Buch von Anfang an faszinierend. Dostojewski beschreibt nicht nur die Hauptfigur und deren Gedankengänge sehr ausführlich. Als Leser bekommt man ebenso detaillierte Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit und die anderen Figuren. Gleichzeitig ringt man im Lauf der Geschichte mit sich selbst, sieht man doch das offensichtliche Unrecht der Tat und fühlt dabei andererseits Raskolnikows rationale Begründungen, Zerrissenheit und Gewissensbisse. Nicht umsonst zählt 'Schuld und Sühne' zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur.

~
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Exzellentes Buch. 22. September 2002
Format:Taschenbuch
Dostojewski liefert hier eine spannende und psychologisch perfekt konstruierte Geschichte über einen vermeintlich perfekten Mörder, der vor der Polizei und, viel wichtiger, vor seinem eigenen Gewissen auf der Flucht ist. Der Held, Rodion Raskolnikow, ein verarmter Student, hat eine alte Frau ermordet, um an ihr Geld - sie ist Wucherin - heranzukommen. Er hat die Tat perfekt geplant und sich eine wohldurchdachte Rechtfertigung ausgedacht, um sein Gewissen zu beruhigen. Aber es funktioniert nicht alles wie geplant...
Die Geschichte ist packend, der Held gehört zu den lebendigsten Figuren, die die Literatur zu bieten hat und sein Innenleben ist beklemmend gut geschildert. Darüber hinaus ist das Setting - St. Petersburg - großartig und sehr atmosphärisch beschrieben. Dieses Buch gehört zur Weltliteratur, es läßt einen nicht mehr los.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Lästige Markierungen
Schuld und Sühne
Es ist natürlich ein klasse Angebot, Klassiker der Weltliteratur gratis als E-Book zu bekommen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Schorschi veröffentlicht
Vorzüglich...einmal angefangen, möchte man das Buch nicht...
Meisterhaft....unvergleichlich....absolut empfehlenswert und ein Muss für jeden Leser...das Psychoduell Raskolnikow vs Porfiri fesselt einen,
man lebt mit den Figuren... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von eddinho veröffentlicht
Schuld und Sühne
Eine Interessante und kurzweilige Lektüre. Für unterwegs und zwischendurch ein idealer Begleiter. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Lothar Schwarzer veröffentlicht
Abrechnung mit der Ideologie der Moderne und spannender Krimi
Dostojewski hat mit diesem Roman ein Meisterwerk geschaffen. Nicht nur beschreibt er, wie ein im Grunde armseliger und einsamer, aber in höheren Sphären schwebender... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Heinz-Peter Kuhlmann veröffentlicht
Lesestil und rethorische Mittel enizigartig
Ich finde das Buch einfach nur Einzigartig so viele intressante Paralellen zum dem Leser die so finde ich jeder von uns lesen wird.
Vor 13 Monaten von Cyanid3 veröffentlicht
Hat sich gelohnt
Meine Ausgabe wurde von Hermann Röhl übersetzt und ich kam sehr gut mit der Übersetzung zurecht. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Zara veröffentlicht
Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt, aber...
Das Werk "Schuld und Sühne" von Fjodor Michailowitsch Dostojewski ist einzigartig in seinem Inhalt wie auch Stil. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Sam veröffentlicht
Meisterwerk von Dostojewski
"Schuld und Sühne" zählt neben "Die Brüder Karamasow" zu den Spitzenwerken Dostojewski's, anders als in seinen später geschriebenen "Dämonen", einem... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Frankenthal veröffentlicht
Ein Meisterwerk: Kriminalgeschichte und Sittengemälde
Schuld und Sühne (in der neueren, korrekteren Übersetzung der ehrwürdigen Swetlana Geier auch unter dem Titel "Verbrechen und Strafe" firmierend) ist ein wahres... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Gordian Ezazi veröffentlicht
Danke, Frau Geier !
Zu Recht ein Klassiker. 5 Sterne. Aber unbedingt die Übersetzung von Swetlana Geier lesen !!! Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von buecheroeli veröffentlicht
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Beliebte Markierungen

 (Was ist das?)
&quote;
Das Unsinnreden ist das einzige Privilegium, das der Mensch vor allen übrigen organischen Wesen hat. Wer Unsinn redet, der gelangt zur Wahrheit! &quote;
Markiert von 30 Kindle-Nutzern
&quote;
Auf seine eigne Art Unsinn zu reden, das ist sogar beinah besser, als nach allgemeinem Schema und nach fremdem Muster die Wahrheit zu reden; im ersten Falle ist man ein Mensch, im zweiten nur ein Papagei. &quote;
Markiert von 30 Kindle-Nutzern
&quote;
Nichts auf der Welt ist schwerer als Aufrichtigkeit und nichts leichter als Schmeichelei. &quote;
Markiert von 24 Kindle-Nutzern

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