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Schuld sind die Computer!: Ängste, Gefahren und Probleme im Umfeld der Informatik
 
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Schuld sind die Computer!: Ängste, Gefahren und Probleme im Umfeld der Informatik [Broschiert]

Albert Endres , Rul Gunzenhäuser
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 146 Seiten
  • Verlag: Akademische V.-G. Aka; Auflage: 1., Auflage (1. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898386333
  • ISBN-13: 978-3898386333
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.019.607 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Vorurteile prägen das Bild der Informatik in der Öffentlichkeit, ihr Ansehen leidet darunter. Endres und Gunzenhäuser haben sie aufgespießt und analysiert. Ihre Wertungen werden wohl nicht alle teilen, aber ihre sachliche Auseinandersetzung mit mit den gängigen Vorurteile forderet das Image der Informatik. Prof.Dr. Ernst Denert, Grünwald bei München (Leserstimme)

... eine wunderbare Sammlung von Sichtweisen auf die Informatik, wobei durchgängig vermeintliche Vorurteile über die Informatik als Ausgangspunkt genommen werden, um einen informatikrelevanten Themenbereich anzusprechen, zu kommentieren und ggf. auf wichtige Literatur hinzuweisen. Prof. Dr. Jörg Desel, Universität Eichstätt (Leserstimme)

Ich bin beeindruckt, wie viel Material Albert Endres und Rul Gunzenhäuser in kurzer Zeit gesichtet, und mit welcher Akribie sie es bewertet haben. In Ihrer Analyse formulieren die Autoren deutliche Standpunkte, die durchaus kontrovers gesehen werden sollten. Die einzelnen Beiträge des Buches erheben nicht den Anspruch, eine Konsensmeinung widerzuspiegeln oder eine kanonische Erklärung der Informatik zu liefern, sondern sie möchten zu einer offenen Diskussion über die Rolle der Informatik in unserer Gesellschaft anregen. Hierzu liefern sie einen wertvollen Beitrag. Prof. Dr. Jähnichen, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) (Geleitwort)

Kurzbeschreibung

Das Computerzeitalter im eigentlichen Sinne konnte beginnen, als die ersten Entwickler von elektronischen Rechenanlagen bereit waren, ihre neue Maschinen auf für interessierte Dritte herzustellen, nämlich für Kinder und Nutzer. Es sind 60 Jahre her, seit der deutsche Computer-Pionier Konrad Zuse seine Z4 einem Kunden übergab. Inzwischen sind Computer und Informatik Alltagsthemen geworden. Computer sind nicht mehr Raum füllende Kolosse, sondern sie befinden sich auf fast jedem Schreibtisch, in Autos und Werkzeugen, in Tragetaschen und Hosentaschen oder am Gürtel von Geschäftsleuten, Rentnern und Jugendlichen (etwa in Form von Mobiltelefonen). Computer dienen heute nicht nur der Speicherung unermesslich großer Datenmengen, seien es Texte, Bilder, Musikstücke oder Filme, dank des Internets sich sie auch zu einem Kommunikationsmittel erster Ordnung geworden. Es kann nicht übersehen werden, dass es in unserer Gesellschaft schon immer eine gewisse Abwehrhaltung gegenüber Computern und ihren Anwendungen gegeben hat und vermutlich auch weiterhin geben wird. Dies kann sich in den verschiedensten Formen ausdrücken. Es können Ängste sein, Desinteresse, Kritik, aber auch offene Feindseligkeit. Es ist Teil der professionellen Verantwortung von Informatikerinnen und Informatikern, die Ängste, Gefahren und Probleme der Nutzer zu verstehen und ihnen entgegen zu wirken. Die vorliegende Stoffsammlung ist ein Ergebnis einer Initiative der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI). Es enthält Material, das teilweise für Laien, aber überwiegend für Fachleute geeignet ist. Die Autoren, bekannte Wissenschaftler und Manager, Fellows der Gesellschaft für Informatik, wenden sich mit dieser Veröffentlichung an Menschen, die an Computern und Informatiksystemen interessiert sind, diese nutzen und dabei über deren Vorzüge nachdenken, aber auch über deren negative Seiten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
... auf der Straße, was ein Physiker oder ein Biologe in seinem Beruf tut, darf man erwarten, eine einigermaßen zutreffende Antwort zu bekommen. Fragt man dagegen, was eigentlich ein Informatiker macht, herrscht große Unklarheit; man hat die Berufsbezeichnung zwar schon einmal irgendwo gehört, aber was sich dahinter verbirgt, weiß kaum jemand. Ähnlich geht es der Informatik als Wissenschaft. Wie wir spätestens seit dem Jahr der Informatik" (2006) wissen, steckt Informatik und Informationstechnik in fast allen Geräten unseres täglichen Lebens, aber dennoch leidet sie seit jeher unter zahlreichen Vorurteilen. Beiden Aspekten, der Unklarheit und den Vorurteilen, will dieses Buch begegnen und vor allem mit letzteren aufräumen.

Die Autoren, beides gestandene Informatiker, die die Geschichte und Entwicklung der Informatik über viele Jahre hinweg nicht nur miterlebt, sondern auch mitgestaltet haben, versuchen dabei eine ungewöhnliche Herangehensweise: Sie beginnen nicht beim Bit, erklären dies und jenes und das auf einem vermeintlich verständlichen Niveau, sondern sie schildern verschiedene Sichten auf die Informatik: die des Anfängers, der sich laufend mit irgendwelchen Computerproblemen herumärgert; die des erfahrenen Nutzers, der sich professionell mit Software und deren Erstellung befasst; die der Wirtschaft, die ohne Computereinsatz kaum noch funktionieren würde, die dafür aber auch mit zahlreichen Risiken konfrontiert ist; die der Gesellschaftspolitiker, denen es z. B. um Dinge wie Eindringen des Computers in die Privatsphäre der Menschen geht, um Aufdeckung von Kinderpornographie im Internet oder um soziale Vereinsamung speziell von Jugendlichen; die der Wissenschaft und schließlich die auf Informatiker. Dabei werden sämtliche Kapitel und Abschnitte stets nach dem gleichen Muster aufgebaut: erst Eingangsfragen, dann Fakten und Erklärungen, gefolgt von Bewertung und Vorschlägen, schließlich weitere Informationen. Gerade diese Gleichartigkeit der Themenbehandlung macht das Buch ausgesprochen lesenswert, denn die Autoren zwingen sich hierdurch zu einer enormen Disziplin in der Bereitstellung des Stoffes. Wenn man ein solches Schema durchzieht, kann man eben nicht hier mal das, dort mal jenes weglassen, weil einem dazu nichts einfällt, sondern man muss so lange recherchieren, bis die einschlägigen Informationen vorliegen. Genau dies ist den Autoren eindrucksvoll gelungen, und sie behandeln auf diese Weise praktisch alle Themen, die heute mit dem Computer und der Informatik irgendwie in Zusammenhang gebracht werden. Dabei werden sie nie besonders technisch, und es geht ihnen auch nicht darum, den letzten Stand der Informatik-Entwicklung in die Seiten des Buches zu pressen (so fehlen im Index Begriffe wie Cloud Computing" oder Facebook"). Stattdessen bleibt das Buch stets auch für den interessierten Laien lesbar, stellt aber die behandelten Sichten so prägnant vor, dass auch der Fachmann noch etwas lernt. In bester Tradition wissenschaftlicher Arbeiten findet der Leser am Ende zahlreiche Hinweise für eine vertiefende Beschäftigung mit einzelnen Themen (in Form von Literaturhinweisen und Web-Links).

Das Buch geht auf eine Initiative der Gesellschaft für Informatik zurück und wurde nicht zuletzt deshalb von vielen Informatikern beeinflusst. Es hebt sich wohltuend von vielen anderen Informatik-Erklärungsversuchen der letzten Jahre ab und wird hoffentlich dazu beitragen, das Verständnis dieses Faches und seiner Untersuchungsgegenstände und den Blick auf das Fach sowie die darin Tätigen in unserer Bevölkerung endlich auf eine Ebene mit anderen Natur- oder Ingenieurwissenschaften zu bringen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass dieses Buch zum Jahr der Informatik verfügbar gewesen wäre; man hätte es dann flächendeckend verteilen können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
an die beiden Autoren: Es ist ihnen gelungen, auf ("nur", gleichwohl hart erarbeiteten) 130 Seiten das gesamte Bild der Informatik so aufzufächern, wie es sich aus den unterschiedlichen Perspektiven der "betroffenen" Menschen bzw. Gruppen ergibt, in der gebotenen Kürze und dennoch mit der zum Verständnis notwendigen Tiefe; mit der notwendigen Distanz und Fairness, und dennoch mit dem Mut zu deutlicher Kritik, wo sie angebracht ist.

Mit diesem lesbar verfassten und sehr lesenswerten Buch ist sicherlich nicht das letzte Wort zu all den angesprochenen Themen gesprochen. Aber es stellt einen hervorragende Bezugsrahmen für eine weitergehende, fruchtbare Diskussion dar. Mir jedenfalls ist, zumindest im deutschsprachigen Raum, keine andere Veröffentlichung bekannt, die dies leisten könnte. Schon gar nichts, was aus der Ecke "Informatik & Gesellschaft" käme, die ja überall vertreten ist, aber (außer Beiträgen zum Thema Mensch-Maschine-Schnittstelle) bisher kaum etwas Brauchbares hervorgebracht hat.

In diesem Sinne wünsche ich dieser verdienstvollen Veröffentlichung Schuld sind die Computer!: Ängste, Gefahren und Probleme im Umfeld der Informatikeine breite Resonanz.

Dr. Peter Dietz, Mülheim an der Ruhr
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Von Mimir TOP 1000 REZENSENT
Format:Broschiert
Die Autoren unterscheiden in ihrem Werk
- Die Sicht des Computeranfängers und der gelegentlichen Nutzer auf ihr neues oder selten benutztes Werkzeug und Kommunikationsmedium, (also auch Handy oder Navi) und ihre Probleme mit Viren oder Datenverlust.
- Die Sicht des erfahrenen und professionellen Nutzers, insbesondere die Thematik der Fehlerfreiheit von Systemen und die allgemeine Überflutung mit Information.
- Die Sicht der in der Wirtschaft und Verwaltung Tätigen, speziell eine Nutzen-, Kosten- und Risikoanalyse.
- Die Sicht der Gesellschaftspolitiker und Kulturinteressierten, wobei der 'große Bruder', der 'gläserne Kunde', Kinderpornographie im Internet, soziale Vereinsamung oder Veränderungen in der Kultur behandelt werden.
- Die Sicht der Wissenschaft und der Philosophie, wo Menschenbilder vorgestellt und ethische Fragen aufgeworfen werden.
- Die Sicht auf Informatiker als Berufsgruppe, die nicht nur männliche Eigenbrötler oder ausgebrannt sind.

Die einzelnen Themenkreise werden jeweils in einem eigenen Kapitel behandelt, dabei mit einem Schlagwort eingeführt, durch Fragen beschrieben, mittels Fakten und Erklärungen wird die aktuelle Sachlage dargestellt, darauf basierend eine Bewertung der Situation vorgenommen und schließlich Vorschläge zum Umgang mit dem Problem erarbeitet. Abschließend werden hilfreiche weiter führende Informationen angeboten.

Die Autoren bemühen sich um eine kritische Bestandsausnahme der Informatik. Dabei reißen sie viele Themen an, vertreten ihre Standpunkte dezidiert und wohl gewogen, schürfen aber nicht zu tief. So hätte ich mir, trotz des umfangreichen Kapitels zu 'Gesellschaft und Kultur', gerade von Dr. phil. Gunzenhäuser eine breitere Diskussion über ethische Fragen gewünscht. Immerhin wagen sich die beiden Professoren auch auf ein Gebiet, in dem Herr Sarrazin momentan viel Gegenwind erfährt: »Bekanntlich spielen bei der Intelligenz eines Menschen seine genetische Veranlagung eine Rolle, aber auch eine stetige Praxis im Umgang mit Problemlöseverfahren.« Oder mit einer (eigenwilligen) These zur aktuellen Lage, nämlich dass »die aktuelle Finanzkrise zum Teil auf die Modellgläubigkeit vieler Ökonomen zurückzuführen sei.«

Insgesamt lässt sich feststellen, dass den beiden Autoren trotz des etwas schrillen Titels eine sehr sachliche und wissenschaftlich fundierte Momentaufnahme der Informatik gelungen ist. Schwierig scheint mir die Zielgruppenzuordnung zu sein, denn interessierte Informatiker werden nicht viel fundamental Neues finden, während für Außenstehende die Problematiken teilweise sehr speziell sind. Die Karikaturen von Ute Hamelmann lockern die Kapitel sichtlich auf. Leider fehlt neben dem Index ein Glossar. Auch wäre es hilfreich, wenn die Anmerkungen mit den zahlreichen Internetadressen als Verweisliste auf der Verlagsseite vorhanden wären.
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