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Schuld und Sühne: Roman (insel taschenbuch) [Taschenbuch]

Fjodor Dostojewski , Hermann Röhl
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

22. September 2003 insel taschenbuch (Buch 2961)
Der arme Student Raskolnikoff beschließt, eine alte Wucherin umzubringen, denn er ist überzeugt, es sei »großen Menschen« erlaubt, »lebensunwertes« zugunsten von »lebenswertem« Leben zu beseitigen. Doch nach der Tat verfällt er in ein tagelanges Delirium und sieht sich, allein mit seinem Gewissen, grenzenlos einsam … Der erste der fünf großen philosophischen Romane des russischen Dichters – ein Kriminalroman von atemberaubender Spannung und gleichzeitig vollendeter künstlerischer Ausdruck wesentlicher ethischer Auffassungen des späten Dostojewski.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 801 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 3 (22. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458346619
  • ISBN-13: 978-3458346616
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 832.168 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Schuld und Sühne
OT Prestuplenie i nakazanie OA 1866 DE 1882 (unter dem Titel Raskolnikow)Form Roman Epoche Realismus
Schuld und Sühne ist der erste von Fjodor Dostojewskis großen Romanen und vielleicht sein bekanntestes Werk. Die spannende Kriminalhandlung, die harmonische Komposition und die psychologisch brisanten Charaktere machen den Text zu einem Höhepunkt realistischer Erzählkunst.
Entstehung: Dostojewski arbeitete an Schuld und Sühne seit Sommer 1865. Den frühen Entwürfen zufolge war eigentlich der Trinker Marmeladow, eine spätere Nebenfigur, als Held vorgesehen, bevor die Geschichte eines Studenten, der zum Mörder wird, in den Mittelpunkt des Interesses rückte und dem Roman eine völlig neue Richtung gab.
Inhalt: Der junge Habenichts Rodion Raskolnikow tötet eine alte Pfandleiherin und ist gezwungen, auch ihre Schwester zu erschlagen, um das Verbrechen zu vertuschen. Zur Tat treibt ihn einerseits die blanke Not, andererseits seine Weltanschauung: Er rechnet sich vor, die Alte sei für niemanden von Nutzen, »nicht besser als eine Laus«, und ihr Geld wäre anderswo sinnvoller angelegt. Außerdem möchte sich Raskolnikow selbst beweisen, dass er wie die großen Männer der Weltgeschichte im Stande ist, um eines großen Zieles willen Menschenleben zu opfern. Da es seiner Überzeugung nach keinen Gott gibt, ist alles erlaubt, was sich logisch begründen lässt. Nach dem Mord allerdings setzen ihm der scharfsinnige Untersuchungsrichter Porfiri Petrowitsch und vor allem sein eigenes Gewissen zu. Raskolnikow wird von Fieberträumen verfolgt und siecht dahin, bis ihn Sonja, eine junge Frau, die ihre heruntergekommene Familie als Prostituierte ernährt, durch ihre Liebe und ihren Glauben auf den rechten Weg zurückführt. Sie liest ihm aus der Bibel von der Auferstehung des Lazarus vor und bewegt ihn, seine eigene, spirituelle Auferstehung in Angriff zu nehmen: Raskolnikow gesteht die Tat und büßt seine Schuld in Sibirien. Darin, dass sein Held dem Druck seines Gewissens nicht standhält, liegt Dostojewskis eigenwilliger Gottesbeweis und darin liegt auch seine Kritik an den atheistischen Gesellschaftstheorien, die zu seiner Zeit in Mode waren.
Struktur: Die Ereignisse sind so angeordnet, dass der Mord bereits im ersten der sechs Teile geschildert wird, während der Prozess der Läuterung die nächsten fünf Teile einnimmt; die biblische Lazarus-Episode dient dabei als Leitbild. Der Held ist von Charakteren umgeben, die helle und dunkle Fassetten seines eigenen Charakters symbolisieren: Sonja und dem treuen Freund Rasumichin stehen der perfide Kleinbürger Luschin und der moralisch verkommene Swidrigailow gegenüber. Auch die einzelnen Figuren sind nach dem Kontrastprinzip und gerade deshalb so spannungsvoll konzipiert: Raskolnikow ist ein widerwilliger Mörder, Sonja eine ehrbare Prostituierte und Porfiri Petrowitsch will den Studenten zwar überführen, zeigt ihm gegenüber aber auch väterliches Verantwortungsbewusstsein.
Wirkung: Ein russischer Kritiker, der in Raskolnikows nihilistischen Thesen seine eigenen wiedererkannte, soll bei der Lektüre in Tränen ausgebrochen sein. Schuld und Sühne fand in ganz Europa großen Widerhall. Im Zuge eines immer größer werdenden Interesses an Psychologie rühmte man an dem Roman besonders die glaubwürdige Darstellung pathologischer Zustände. Direkt unter seinem Einfluss stehen z. B. Mit dem Augen des Westens (1911) von Joseph R Conrad sowie Leviathan (1929) von Julien R Green. Der Text ist in ungezählte Sprachen übersetzt, dramatisiert, als Oper inszeniert und vielfach verfilmt worden. Er könnte das international populärste Werk der russischen Literatur überhaupt sein. N. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Der Verlag über das Buch

Das Taschenbuch ist mit einem hochwertigen Flexocover ausgestattet. Aufwändig produziert mit einer Glanzfolien-Kaschierung und veredelt durch Reliefprägung. Das Vorsatzpapier entspricht der Cover-Motivfarbe. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephan Kleiber HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
°
Schuld und Sühne - oder 'Verbrechen und Strafe', wie er im Original heißt - ist ein wirklich großartiger Roman. Dostojewsik zeichnet darin einerseits eine durchweg spannende Kriminalgeschichte und gleichzeitig eine fesselnde psychologische Darstellung der Hauptfigur Rodion Raskolnikow.

Raskolnikow ist Student in St. Petersburg und lebt in sehr armen Verhältnissen. Dabei hegt er eine Theorie, nach der die 'Großen der Geschichte' schon immer geltendes Recht brachen, um ihre höheren Ideale und Ideen umzusetzen, was seiner Meinung nach ihr Handeln legitimiert. So kommt es, dass Raskolnikow eine alte Pfandleiherin und ihre Schwester tötet, um mit dem Geld sein Studium zu finanzieren - hier also die Schuld bzw. das Verbrechen.

Sein Gewissen lässt ihm jedoch keine Ruhe und bringt ihn an den Rand des Wahnsinns. Alle um ihn herum denken, er wäre psychisch krank geworden - eine Folge übermäßigen Studierens. Nur einer verdächtigt ihn der Tat, kann ihm jedoch nichts beweisen. Um sein Gewissen zu erleichtern und mit sich ins Reine zu kommen folgt er dem Rat seiner Freundin, sich zu stellen. Seine Strafe verbüßt er daraufhin lange Jahre im Arbeitslager, hält jedoch weiterhin an seiner Theorie des legitimen Rechtsbruchs für höhere Ziele fest.

Obwohl ich eigentlich kein Romanleser bin, fand ich das Buch von Anfang an faszinierend. Dostojewski beschreibt nicht nur die Hauptfigur und deren Gedankengänge sehr ausführlich. Als Leser bekommt man ebenso detaillierte Einblicke in das Leben zur damaligen Zeit und die anderen Figuren. Gleichzeitig ringt man im Lauf der Geschichte mit sich selbst, sieht man doch das offensichtliche Unrecht der Tat und fühlt dabei andererseits Raskolnikows rationale Begründungen, Zerrissenheit und Gewissensbisse. Nicht umsonst zählt 'Schuld und Sühne' zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur.

~
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellentes Buch. 22. September 2002
Format:Taschenbuch
Dostojewski liefert hier eine spannende und psychologisch perfekt konstruierte Geschichte über einen vermeintlich perfekten Mörder, der vor der Polizei und, viel wichtiger, vor seinem eigenen Gewissen auf der Flucht ist. Der Held, Rodion Raskolnikow, ein verarmter Student, hat eine alte Frau ermordet, um an ihr Geld - sie ist Wucherin - heranzukommen. Er hat die Tat perfekt geplant und sich eine wohldurchdachte Rechtfertigung ausgedacht, um sein Gewissen zu beruhigen. Aber es funktioniert nicht alles wie geplant...
Die Geschichte ist packend, der Held gehört zu den lebendigsten Figuren, die die Literatur zu bieten hat und sein Innenleben ist beklemmend gut geschildert. Darüber hinaus ist das Setting - St. Petersburg - großartig und sehr atmosphärisch beschrieben. Dieses Buch gehört zur Weltliteratur, es läßt einen nicht mehr los.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mit diesem Buch gelingt es Dostojewski, dem Leser einen tiefen Einblick in die Psyche eines anderen Menschen zu gewähren. Durch seine detaillierte Beschreibung der äußeren Lebensumstände, Beobachtungen und Gedankengänge der Hauptfigur, kann man die Entwicklung derselben nicht nur nachvollziehen, sondern sogar "erleben". Gerade dadurch, dass diese Entwicklung sehr extrem ist und schließlich nicht nur zu mehreren Morden, sondern auch in dem Wunsch zur Sühne sowie tief empfundener Liebe führt, gewinnt dieses Buch an Tiefe und Spannung. Dostojewski schafft es, trotz dieser extremen Entwicklung, dem Leser diesen Menschen näher zu bringen, ja sogar ihn zu verstehen. Diese Art den Leser die inneren Prozesse eines anderen Menschen erlebbar zu machen, habe ich bisher sonst nur bei Hermann Hesse gefunden.

Des Weiteren merkt man diesem Buch sein Alter kaum an, da die Sprache des Buches nicht antiquiert wirkt.

Lediglich die Fülle an russischen Namen und Spitznamen macht es dem Leser nicht leicht die Personen zuzuordnen, weswegen ich empfehlen würde das Buch ohne große Unterbrechungen durchzulesen oder sich Namensnotizen zu machen.

Für mich ist diese Buch eine große Bereicherung gewesen. Ich habe es genossen, mit diesem Buch eine geistige Reise in die Psyche eines Menschen zu machen, welche fast das gesamte Spektrum der menschlichen Gefühle umfasste. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Everything perfect.
No reason to complain, everything was perfect. The paying infomation came in fast, so did the delivery. Top noch seller.
Vor 3 Monaten von Sarah Stalder veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein grandioser Klassiker
Dostojewski ist ein begnadeter Schriftsteller und das Buch Schuld und Sühne ist ein zeitloses literarisches Kunstwerk. Die Russen habens einfach drauf.
Vor 3 Monaten von Viktoria Sannecke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen gut
gut, günstig xxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxx xx x x xxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxx xxxxxxxxxx xxxxxxxxxxxxxxxx... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Martin Lazar veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fußnoten "en masse"
Das Buch ist natürlich bekannt und zählt zu Recht als Meisterwerk.
Aber was mir an dieser günstigen Kindle-Version sehr gut gefällt sind die vielen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Jörg S. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker - nicht verpassen!
Schuld und Sühne ist ein Klassiker der Weltliteratur. In dieser Ausgabe beschreiben die mehr als 800 Seiten fast auschließlich die Gedankenwelt des von... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Raskolnikow veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Viel Schuld, wenig Sühne
Der größte religiöse russische Erzähler (neben Tolstoi) lässt in der Frage, wie in Schuld zu gelangen und wie ihr zu entkommen sei, in seinem großen... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Basileus Bibliophilos veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Buch
Darf man klassische Literatur nach belletristischen Kriterien bewerten?

Wenn ja, so würde ich dieses Buch als den interessantesten und fesselndsten Psychothriller... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von dl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unendlicher Klassiker
Es ist ein sprachgewaltiges Werk und doch auch ein Krimi! Literatur bei der man mitleidet, mitfühlt, mitfiebert...Ja mitfiebert wenn Raskolnikoff mit Fieber darnieder liegt. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Alexander Ilic veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Abrechnung mit der Ideologie der Moderne und spannender Krimi
Dostojewski hat mit diesem Roman ein Meisterwerk geschaffen. Nicht nur beschreibt er, wie ein im Grunde armseliger und einsamer, aber in höheren Sphären schwebender... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Heinz-Peter Kuhlmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lesestil und rethorische Mittel enizigartig
Ich finde das Buch einfach nur Einzigartig so viele intressante Paralellen zum dem Leser die so finde ich jeder von uns lesen wird.
Veröffentlicht am 24. April 2011 von Cyanid3
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