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Schuhhaus Pallas . Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte
 
 

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Schuhhaus Pallas . Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte [Audiobook] [Audio CD]

Amelie Fried
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD: 4 Seiten
  • Verlag: Der HR Verlag DHV; Auflage: 1 (22. Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867172455
  • ISBN-13: 978-3867172455
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 506.261 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Amelie Fried
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im November 2004 erhielt die renommierte Journalistin Amelie Fried einen Anruf ihres Mannes aus den USA. Bei Recherchen im Leo Baeck Institut war er auf den jüdischen Verwandten Max Fried gestoßen: ein Name, mit dem Amelie Fried nichts anfangen konnte. Trotzdem begann sie zu recherchieren, als sie erfuhr, dass Max Fried in Auschwitz ermordet worden war -- und rekonstruierte so ihre eigene, unglaubliche (und unglaublicher Weise von den überlebenden Opfern verschwiegene) Familiengeschichte rund um das Ulmer Schuhhaus Pallas, die tief hineinführt in die dunkelste nationalsozialistische Vergangenheit. Eine Geschichte „von unten“, die nicht von den Parteibonzen, sondern von Nachbarn und örtlichen Polizisten bestimmt und geschrieben wurde.

Der Untertitel von Frieds erschütterndem Dokument -- „Wie meine Familie sich gegen die Nazis wehrte“ -- ist etwas missverständlich. Schuhhaus Pallas ist keine (oder zumindest doch nicht vorrangig eine) Heldengeschichte. Denn Frieds Vater scheint dem „christianisierten“, aus Österreich stammenden Großvater geraten zu haben, sich von seiner „arischen“ Frau scheiden zu lassen, um das Geschäft zu retten: eine Scheidung, die auch vollzogen wurde. Als dies nichts nutzte, bemühte man sich um einen linientreuen und überaus zwielichtigen Kompagnon, der die endgültige Schließung des Schuhgeschäfts durch die Nazis allerdings auch nicht verhindern konnte. Gerade diese Ambivalenz zwischen Widerstand aus Gerechtigkeitssinn und Anpassung aus Überlebenswillen aber macht den Reiz von Frieds gut recherchierten und durch zahlreiche Dokumente illustrierten Ausführungen aus.

Ein paar Dinge stören an Schuhhaus Pallas. Dazu gehört der Versuch der Autorin, die Untaten der Nationalsozialisten, die in ihrer Abscheulichkeit für sich stehen, so zu kommentieren, als ob sie dem Leser nicht zutrauen würde, das Schreckliche auch so zu verstehen. Und dazu gehört ein Anhang, der selbst Begriffe wie „Holocaust“, „Anschluss“ oder „Vernichtungslager“ erklärt -- als würde Fried unterstellen, der Leser habe sie noch nie gehört. Aber vielleicht leben wir ja auch schon wieder in einer Zeit, wo man derlei Begriffe erläutern muss. Dann allerdings wäre Schuhhaus Pallas noch wichtiger als es nach Ansicht des Rezensenten ohnehin schon ist. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Lange wusste Amelie Fried nichts von der Geschichte ihrer Familie während des Nationalsozialismus. Sie hatte immer angenommen, es gäbe nichts zu erzählen. Erst als sie erfährt, dass ein Großonkel in Auschwitz ermordet worden ist, beginnt Amelie Fried zu recherchieren. Eine bisher unausgesprochene Geschichte der Verfolgung und des Widerstands ihrer Familie entrollt sich, Dreh- und Angelpunkt ist das Ulmer Schuhgeschäft Pallas , das ihrem jüdischen Großvater gehörte.
Der verzweifelte Versuch der Familie Fried, dem kranken System der Nazis mit Logik zu begegnen, ist tragisch und grotesk zugleich. Amelie Fried erzählt anschaulich und persönlich von der Verfolgung ihrer Familie und setzt so ein literarisches Zeichen wider das Vergessen.
Vollständige Lesung ab 12 Jahren, 4 CD, Sprecher: Amelie Fried und Christian Baumann

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Anstoß, sich mit ihren jüdischen Wurzeln zu befassen, kam für die Autorin und Journalistin Amelie Fried ausgerechnet aus New York.
Ihr Mann läuft dort im November 2004 den Marathon und stößt bei einem Besuch im Leo Baeck-Institut auf die Namen von Amelie Frieds Großonkel und -Tante. Beide kamen in Auschwitz um.

Dieser Anruf ist Anlass für Amelie Fried, die Geschichte ihrer Familie zu erforschen. Knapp drei Jahre wird sie brauchen, bis sie alle Unterlagen, Gespräche und Zeugnisse zusammengetragen und geordnet hat.
Eine insofern geglückte Spurensuche, da sie noch einen Cousin ihres Vaters ausfindig machen konnte und auf die Erinnerungen ihrer hochbetagten Tante zurückgreifen kann, die zögerlich, aber dann doch sehr offen über das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte Auskunft gibt.

Amelie Frieds Großvater war Jude. Schon lange zum evangelischen Glauben übergetreten, führt er mit seiner evangelischen, nicht jüdischen Frau ein gut gehendes Schuhgeschäft in Ulm, das Schuhhaus Pallas.
Der Großvater fühlt sich als "guter Deutscher" und lässt sich von den Schikanen der Nazis anfangs nicht einschüchtern.
Er wird zusammengeschlagen und macht sich den sehr schlichten Ulmer Emporkömmling und Polizeidirektor zum persönlichen Feind.
Auch als seine Frau sich von ihm trennt, er damit vogelfrei für die Nazis wird, beweist er Mut und hat schließlich Glück: Er überlebt das Naziregime.
Auch Amelie Frieds Vater ist zum Zeitpunkt der Nazidiktatur schon erwachsen. Als Halbjude erhält der vielseitig begabte Intellektuelle Schreibverbot und muss um sein Überleben kämpfen.
Doch der Riss, der durch die Biographie zweier Generationen der Familie Fried geht, die vielen Opfer innerhalb der Verwandtschaft, die von Frieds Vater nach Kriegsende tot geschwiegen werden, erweist sich auch nach Kriegsende als große Hypothek für die Hinterbliebenen.

Amelie Fried erzählt auf sehr beeindruckende Art und Weise diese Geschichte. Ursprünglich nur für die Familie gedacht, vor allem für die beiden Kinder Amelie Frieds, entschloss sie sich schließlich "Schuhhaus Pallas" zu veröffentlichen.
Sie stieß während ihrer Recherche auf viele Fotografien und erneuerte die familiären Bindungen zum Cousin ihres Vaters, von dessen Herkunft sie lange nichts ahnte.

Die Spurensuche ist zu einem sehr spannenden Stück Erinnerungsliteratur geworden, das für Jugendliche wie für Erwachsene eindringlich und sehr verständlich das Grauen der Nazizeit vergegenwärtigt.
Inzwischen liegt Hitlers Machtergreifung 75 Jahre zurück, die Befreiung von Auschwitz 63 Jahre.
Da ist ein solches Buch, das noch Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, ein besonderer Schatz!
Insofern kann man Amelie Fried für ihre Offenheit und ihren klugen und zugleich dezenten Stil nur danken!

Ein wichtiges Buch!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wahres Schicksal 31. März 2008
Von Skatersally TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Im Gegensatz zu den sonst eher unterhaltenden Romanen zeichnet Amelie Fried mit dieser Veröffentlichung ein erschreckendes aber auch ergreifendes Bild vom realen Leben der Juden vor und während des Zweiten Weltkriegs. Die Idee zu diesem Buch kommt eher zufällig, als ihr 2004 von ihrem Ehemann über eine Eintragung in einem Gedenkbuch an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus berichtet wird. Damit begann die ausführliche Recherche über die Familiengeschichte, die von ihrem Vater vehement verschwiegen wurde. Das Ergebnis ist eine für den Leser nicht immer leicht nachvollziehbare Zeitspanne, die für viele Familien mit Entbehrungen und Todesängsten in Erinnerung blieb.

Es beginnt mit den Schwierigkeiten, die der jüdische Großvater mit dem Schuhgeschäft in Ulm hatte. Mit immer neuen Einfällen versucht er, das Geschäft und Lebensgrundlage für die Familie zu retten als das Handelsverbot für Juden verhängt wurde. Die Autorin berichtet von der Deportation vieler Verwandter in die Konzentrationslager und gibt damit weiteren Opfern einen Namen und Persönlichkeit. Da ihre Nachforschungen größtenteils auf Archivmaterial beruhen, klingen die Aufzählungen recht sachlich. Nur selten kann man die Emotionen herauslesen, die wohl manche Entdeckungen auf Frau Fried gemacht haben müssen. Auf knapp 150 Seiten wird eine erschreckende Geschichte über die Grausamkeit gegenüber den Juden erzählt, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben oder anzuklagen. Vielmehr regt sie zum Nachdenken an, wie man sich unter dem Druck des Regimes selber verhalten hätte.

Von einer erfahrenen Autorin hätte ich mir eine etwas gefälligere Geschichte gewünscht. Mit der Aufzählung vieler Fakten, die teilweise nur thematisch und nicht chronologisch geordnet sind, ist es für den nicht persönlich betroffenen Leser teilweise schwierig, dem Verlauf zu folgen. Von daher sind die zusätzliche Zeittafel und das Glossar hilfreich, weil sie die wichtigsten Begriffe und Vereinigungen erläutern. Vielleicht regen die Hinweise auf einschlägige Internetseiten zur eigenen Recherche an. Viele Fotos und Abbildungen von Dokumenten runden die Fakten ab.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von suusl
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Zufall bringt den Stein ins Rollen: Amelie Fried erfährt, dass Mitglieder ihrer Familie im Konzentrationslager Auschwitz ums Leben gekommen sind. Was nun beginnt, ist eine insgesamt dreijährige Recherche über das Schicksal der jüdischen Familie Fried, deren Ergebnisse die Autorin in diesem Buch zusammengefasst hat. Nach und nach wird dabei zutage gefördert, mit wie viel Mut und Einfallsreichtum sich Großvater und Vater Fried gegen die Schikanen der Nazis zur Wehr gesetzt haben. Ein Unterfangen, das letztlich nicht von Erfolg gekrönt war. Auf ihrer Reise in die Vergangenheit erfährt die Autorin, die sich bis zu diesem Zeitpunkt nie mit der eigenen Familiengeschichte beschäftigt hatte, von Verwandten, die in Konzentrationslagern ihr Leben lassen mussten und viele andere grausame Geschichten, die so lange im Verborgenen lagen. Die Art und Weise in der Amelie Fried den Leser an ihrer persönlichen Aufarbeitung der Vergangenheit teilnehmen lässt, ist dezent und eindringlich zugleich. Das Grauen der Nazizeit wird am Beispiel einer konkreten Familie Realität, und kann all denen empfohlen werden, die sich ein Bild davon machen möchten, wie es damals wirklich gewesen ist.
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Unbedingt lesen!
Dieses Buch erzählt in einem sehr leicht lesbaren Schreibstil das Grauen das ihre Familie in der Nazizeit durchgemacht hat. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von rockstarbaby veröffentlicht
Die Geschichte einer Familie
Völlig überraschend erfährt Amelie Fried, dass Mitglieder der Familie ihres Vaters während des III. Reiches im KZ umgekommen sind. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Xirxe veröffentlicht
Guter Einblick in einen dunklen Abschnitt deutscher Geschichte
Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich mich für Geschichte interessiere und auch wegen dem Ort! Es geht um das Schuhhaus Pallas in Ulm! Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von S. & S. J. veröffentlicht
Zeitdokument
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist meiner Ansicht nach alles andere als "dröge" oder trocken, es liest sich auch ohne große Vorkenntnisse dieser schlimmen Zeit... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von 2fast4you veröffentlicht
Schlecht aufbereitete Geschichte
Ich kann nur annehmen, dass es falsch verstandene politisch Korrektheit ist, dass
sich nicht mehr Rezensenten wagen zu sagen, dass diese Geschichte schlecht auf-
bereitet... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Larissa Baumgärtner veröffentlicht
Sehr persönlich
Stärke dieses Buches ist die Preisgabe sehr persönlicher Empfindungen und Tatsachen. Erneut wird klar, dass 1945 zwar die Hitlerherrschaft zu Ende war, das Leiden der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Januar 2010 von xyz
Widerstand zwecklos....
Amelie Fried auf der Spur ihrer Vorfahren und der dunkelen Familiengeschichte zur Zeit des Nationalsozialistischen Regimes.
Interessante Einblicke aber mehr auch nicht!
Veröffentlicht am 20. Dezember 2009 von S. Heuser
Ein bewegendes Buch für alle
Bislang hatte sich Amelie Fried nie groß über die Vergangenheit ihrer Familie Gedanken gemacht, doch dann erfährt sie eines Tages durch einen Zufall, dass viele... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. September 2009 von Stefanie Leo
sehr empfehlenswert
Das Buch stellt mal eine andere Sichtweise dar, als die Zeitzeugenberichte. Hier setzt sich die nachfolgende Generation mit der NS-Zeit auseinander, die von den betroffenen Eltern... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2009 von Ulrike Camara
Gekonnt aufgearbeitete Familiengeschichte !!!
Amelie Fried ist für mich eine sehr sympathische, kompetente Moderatorin, die zu keiner Zeit auch nur irgendwie aufgesetzt wirkt wie so manche ihrer Moderationskolleginnen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Januar 2009 von Sina Gerritsen
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