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Schubert: Roman
 
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Schubert: Roman [Taschenbuch]

Peter Härtling
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423131373
  • ISBN-13: 978-3423131377
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 127.486 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Peter Härtling
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ganz gleich, welche Stelle man zufällig aufgeschlagen hat, man liest sich unverzüglich fest und mag sich von dem Sog der Erzählung nur ungern lösen, geht darin emotional auf. Härtlings Buch ist ein Roman, in erster Linie ein Stück Literatur, enthält des Autors Impressionen über ein Musikerleben in einer poetischen Form.«
SWR2

»Härtling entwirft ein lebendiges Bild [...] und beschreibt sehr einfühlsam und in einer nahezu musikalischen Sprache. So ist seine Schubert-Hommage ein schönes Beispiel dafür, wie Worte Musik zum Leben erwecken und diese Musik dann wiederum in Worte fließt.«
Dr. Sabine Skudlik, Kreisbote für Landsberg und das Ammerseegebiet

Kurzbeschreibung

Ein sinnlicher und faszinierender Roman über den Komponisten Franz Schubert, der nur 31 Jahre alt wurde und einer der tragischsten Genien der abendländischen Musikgeschichte ist.

Es ist ihm nicht an der Wiege gesungen worden, »einer der erschütterndsten Komponisten überhaupt« (Nikolaus Harnoncourt) zu werden. In der Enge und dem Lärm des Schulhauses auf dem Wiener Himmelpfortgrund, wo der Vater Lehrer ist und die Mutter ein Kind nach dem anderen zur Welt bringt, gilt Musizieren lediglich als Beiwerk, Komponieren nicht als Beruf. Doch ausgewählt von Kaisers Gnaden, entkommt der Sängerknabe der k. k. Hofkapelle der Autorität des Vaters und wird zum gefeierten Mittelpunkt der Wiener Salons: Franz Schubert, das einsame Genie, der leise Rebell, der unglücklich Liebende.

Mit sicherem Blick für das Wesentliche zeichnet Peter Härtling die Lebensstationen des Komponisten nach und entführt in die Welt schöner Klänge, deren Leichtigkeit erkauft ist mit tiefem Leid.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der zu Lebzeiten in Wien weitgehend unbekannte Schubert erhält für seine Kompositionen kaum gesellschaftliche Anerkennung. Einzig die in seinen Freundeskreisen veranstalteten Schubertiaden ermöglichen ihm die Aufführung seiner Werke. Ansonsten haust er in schlecht beheizten Zimmern von Freunden, in denen er jeden Tag Stunde um Stunde komponiert. Die Liebe zu einer Bäckertochter und zu einer minderjährigen Grafentochter wird nicht erwidert. Der kleine, dickliche "Franzl" wird von seinen Freunden liebevoll auch das "Schwammerl" genannt.

Der Roman beginnt mit der Beschreibung der Kindheit des Komponisten, mit der dauer- gebärenden Mutter des kleinen Franz, der Enge der kleinen Wohnung und dem krankheitsbedingten Tod vieler Geschwister.
In späteren Jahren zwingt der Vater den sensiblen Sohn zum ungeliebten Lehramt. Als er in diesem Beruf scheitert, verbringt er so viel Zeit wie möglich mit Komponieren. An Stelle des Vaters treten nun die Spitzel des allgegenwärtigen Fürsten Metternich, die ihn und seine Künstlerfreunde an der freien politischen Entfaltung hindern.

Peter Härtling beschreibt den großen Komponisten in seinem Roman als gesellschaftlichen Verlierer, als armen Schlucker, der unglücklich verliebt ist und schließlich - viel zu früh - an Syphilis stirbt.
Als Kenner und Liebhaber der Kompositionen Schuberts wird dem Leser jedoch die geistige und menschliche Größe des sympathischen Musikers erst bewusst, wenn er mit dessen Nöten und Abgründen konfrontiert wird. Diese werden von Peter Härtling psychologisch einfühlsam beschrieben. Auch wenn der Roman gelegentlich etwas märchenhaft anmutet, schafft es der Autor doch, ein lebendiges und in sich schlüssiges Bild des jungen Komponisten zu zeichnen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schubert in der Schablone 3. Januar 2006
Format:Taschenbuch
Was aus dem Buch von Peter Härtling ziemlich sicher herauszulesen ist, ist das Seelenleben von Peter Härtling. Die moderne Schubert-Forschung hat die Stereotypen, welche hier wiedergekäut werden, längst hinter sich gelassen. Für den sachlich interessierten Leser sind die (tiefen)psychologisierenden Grundannahmen die hier getätigt werden eine ziemliche Herausforderung. Die freudsche Denkfigur des dominaten Vaters, der par tout das Genie unterjochen wollte, stellt das Leit- bzw. Leidmotiv des gesamten Romans dar. Da ist dann noch die ungarische Hochadelige die ihren Teil zum seelischen Martyrium Schuberts beigetragen hat. Ist der Leser wirklich bereit Härtling auf seinem Weg zu folgen, dann hat er in der Sache zwar wenig dazu gelernt dafür war der Unterhaltungswert aber nicht so hoch. Mir wurde das Buch auf Grundlage der Amazon-Rezension geschenk. Grund genug eine etwas differenziertere Wertung abzugeben.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Franz Schubert, geboren und aufgewachsen in einer kinderreichen Familie in einem Schulhaus in Wien, soll eigentlich in die Fußstapfen seines Vaters, Lehrer und Schulleiter, steigen. Doch, sehr zu dessen Leidwesen, öffnete sich ihm von klein auf ein ganz anderer Weg (man könnte hier auch von Bestimmung sprechen und fraglich bleibt, ob Schubert ihn gewählt hat oder ob es ihn nicht viel eher förmlich in jeder Minute seines Lebens in diese, für ein Genie wie ihn einzig mögliche und begehbare Richtung gedrängt hat): Die Musik.

Er wird als Zehnjähriger in die königliche und kaiserliche Hofkapelle aufgenommen, lebt im Konvikt, wo er mehr und mehr seine eigentliche Schulbildung schleifen lässt und sich dem Komponieren widmet. Schon als Jugendlicher sammelt er Schüler- und Lehrerscharen um sich, um seine neusten musikalischen Einfälle zu präsentieren. Sogar der berühmte Hofkomponist Salieri wird schnell auf ihn aufmerksam und wird sein Lehrer.

Text und Wort geben ihm Inspiration und mit schier unerschöpflicher Phantasie und Kreativität vertont er Gedichte von Goethe, Heine u. v. a.

Schubert, der nur 31 Jahre alt geworden ist, scheint Tag und Nacht, ob mit oder ohne Instrument, Texte vertont und komponiert zu haben und hat eine unglaubliche Fülle von Werken hinterlassen.

Der Roman lässt allerdings nicht nur über ein solches Genie staunen, sondern beschreibt einfühlsam den Charakter "Schubert", der einerseits zurückgezogen, andererseits ausgelassen (wenn man an sog. "Schubertiaden" denkt, eine Tradition, bei der es weder an Alkohol noch an neuen Kompositionen mangelte und wo Schubert von zahlreichen Freunden, Bewunderern und Gönnern umringt wurde) ein Leben führte, das der Musik und den Freunden und zuletzt leider auch seiner tragischen, todbringenden Krankheit gewidmet war.

Peter Härtling bekommt ein echtes Lob von mir: Er erhebt nicht den Anspruch, sein Buch "Biographie" nennen zu wollen, was durch schöne Autorenkommentare, die sich durch den gesamten Roman ziehen, deutlich wird, aber er zeichnet ein sensibles Bild von Schubert, das echt und authentisch wirkt, das beeindruckt und einen bewundernd, und zugleich mitfühlend zum großen Franz Schubert aufsehen lässt .

Ein stilistisch wunderbar "musikalisches" Buch, spannend und interessant, schnell gelesen und dennoch äußerst anspruchsvoll, ich kann es wärmstens empfehlen!
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