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Schubert: Goethe Lieder
 
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Schubert: Goethe Lieder

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Wiedergabe   1. Wandrers Nachtlied, D. 224 1:49 EUR 0,99
Wiedergabe   2. Wandrers Nachtlied II, D.768 (Op.96/3) 2:33 EUR 0,99
Wiedergabe   3. Ganymed, D. 544 (Op.19/3) 4:42 EUR 0,99
Wiedergabe   4. Jägers Abendlied, D. 368 2:32 EUR 0,99
Wiedergabe   5. An Schwager Kronos, D. 369 3:06 EUR 0,99
Wiedergabe   6. Meeres Stille, D. 216 (Op.3/2) 2:25 EUR 0,99
Wiedergabe   7. Prometheus, D674 5:33 EUR 0,99
Wiedergabe   8. Harfenspieler I, D. 478 - Wer sich der Einsamkeit ergibt 4:28 EUR 0,99
Wiedergabe   9. Harfenspieler III, D. 480 - Wer nie sein Brot mit Tränen aß 4:57 EUR 0,99
Wiedergabe 10. Harfenspieler II, D. 479 - An die Türen will ich schleichen 2:10 EUR 0,99
Wiedergabe 11. An den Mond, D. 296 4:53 EUR 0,99
Wiedergabe 12. Auf dem See, D. 543 3:32 EUR 0,99
Wiedergabe 13. Erster Verlust, D. 226 1:56 EUR 0,99
Wiedergabe 14. Der Musensohn, D.764 (Op.92/1) 2:02 EUR 0,99
Wiedergabe 15. Rastlose Liebe, D. 138 (Op.5/1) 1:22 EUR 0,99
Wiedergabe 16. Nähe des Geliebten, D. 162 3:27 EUR 0,99
Wiedergabe 17. Heidenröslein, D. 257 (Op.3/3) - Sah ein Knab' ein Röslein steh'n 1:46 EUR 0,99
Wiedergabe 18. Wonne der Wehmut, D. 260 1:05 EUR 0,99
Wiedergabe 19. Erlkönig, D. 328 (Op.1) - Wer reitet so spät 4:19 EUR 0,99
Wiedergabe 20. Der König in Thule, D. 367 3:00 EUR 0,99
Wiedergabe 21. Geheimes, D719 (Goethe) 1:48 EUR 0,99
Wiedergabe 22. Grenzen der Menschheit D 716 8:00 EUR 1,79
Wiedergabe 23. Am Flusse D 766 1:13 EUR 0,99
Wiedergabe 24. Willkommen und Abschied D 767 3:17 EUR 0,99
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Von Andre Arnold TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Franz Schubert komponierte bekanntermaßen über 600 Lieder. Einige Dichter stehen dabei immer wieder im Zentrum seiner Betrachtung, vor allem Friedrich Schiller, Friedrich von Mathisson, Wilhelm Müller und eben auch Johann Wolfgang von Goethe. Einige seiner schönsten und bekanntesten Vertonungen sind auf dieser herrlichen CD versammelt.
Auffällig ist dabei, dass Schubert, der wegen seines verfrühten Todes die letzten lyrischen Meisterwerke Goethes gar nicht mehr kennen lernen durfte, vornehmlich Gedichte vertonte, die man der Romantik zuordnen würde. Aber auch etliche Lieder des Weimarer Klassikers oder des Stürmers und Drängers finden sich.

Die Lieder, die dem "Sturm und Drang" zuzuordnen sind, versieht Schubert mit einem packenden, zwingenden Unterton. Die Klavierstimme wirkt harsch, ist häufig im Fortissimo zu spielen. Es kommt auch nicht selten vor, dass Singstimme und Klavierstimme aneinander vorbeizulaufen scheinen.
Aus dieser Unterkategorie ist der "Erlkönig" D 328 wohl das bekannteste Lied. Es handelt sich dabei um ein frühes Meisterwerk des Komponisten, in dem er es schafft, eine düstere, beinahe beängstigende Atmosphäre zu erzeugen. Neben "An Schwager Kronos" D 369 gehört auch der "Prometheus" D 674 zu den besten Goethe Vertonungen. Interessant ist an diesem Meisterwerk besonders, dass Schubert jedem Abschnitt einen anderen Tonfall verleiht. Der Protagonist schwankt von Zorn über Naivität erneut zum Zorne, um schließlich majestätisch und überlegen einen Sieg über die Allmächtigen davonzutragen zu scheinen.
"Ganymed" D 544, ein von vielen verpöntes Gedicht Goethes, beschreibt hingegen den von der Schönheit der Natur Ergriffenen - was eher für die Romantik spricht -, der wegen seiner unendlichen Liebe hinauf zu Gott strebt.

Wie gesagt vertonte Schubert auch zahlreiche Gedichte des Weimarer Klassikers. Besonders herausragend sind hier die "Grenzen der Menschheit" D 716. Das niederschmetternde, hoffnungslose Fazit, das der Dichter in diesem monumentalen Gedicht fällt, wird von Schubert gekonnt und eindrucksvoll umgesetzt. Der Weite der Textvorlage entsprechend lässt er seiner Interpretation sehr viel Zeit.
Neben dem Lehrgedicht "Heidenröslein" D 257 verdient "Der König in Thule" D 367 besonderes Lob, da Schubert die Atmosphäre, die Goethe in Gretchens Kammer entstehen lässt, wenn er sie dieses Lied singen lässt, um ihre Angst zu vertreiben, perfekt umsetzt in ihrer Schlichtheit und Distanz.

Die Vertonungen von Gedichten mit augenscheinlich romantischem Habitus zeigen uns den Schubert, den wir aus den späten Klaviersonaten kennen: gemessen, subtil, mitunter schroff. Zwei besondere Perlen sind hier "Wandrers Nachtlied I & II" D 224 und 768, in denen der deutsche Tonsetzer die nächtliche, friedliche Stimmung passend einfängt. Auch die drei Gesänge des Harfners aus "Wilhelm Meister" D 478 bis 480 rühren ans Innerste. Schubert zeigt uns hier das Bild eines Menschen, der vom Schicksal gepeinigt wurde, und erweckt in uns tiefes Mitleid.
Eines der beliebtesten Gedichte Goethe ist "An den Mond". Auch Schuberts Umsetzung D 296 ist aller Ehren wert, vermag er es doch, das verklärende Element der Textvorlage trefflich musikalisch zu verarbeiten.

Dietrich Fischer Dieskau, der ja durch die Gesamtaufnahme aller Schubert Lieder für männliche Singstimme zusammen mit Gerald Moore eine Pioniertat in der Schubert Diskographie vollbrachte, hat die beste Stimme für diese Lieder. Er singt rein, pathetisch und voll von tiefem Verständnis für das vorliegende Oeuvre. Begleitet wird er einerseits von Jörg Demus in Aufnahmen aus den frühen 60er Jahren und von Moore in Aufnahmen vom Ende der 60er. Beide erweisen sich als großartige Begleiter mit lyrisch zartem Anschlag und ordnender Energie. Die Aufnahmequalität ist gut. Selbstverständlich sind dem Booklet auch sämtliche Gedichtvorlagen beigefügt.

Fazit: Für alle Klassikliebhaber unentbehrlich! Diese Sammlung steht gleichberechtigt neben den großen schubertschen Liederzyklen von der "schönen Müllerin", der "Winterreise" oder dem "Schwanengesang".
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2 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Erlebnis 24. März 2010
Format:Audio CD
Die Goethelieder von Schubert, interpretiert von Fischer-Diskau sind ein außergewöhnliches Erlebnis.The Originals - Schubert (Goethe-Lieder)
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