730.000 Lehrerinnen unterrichten 12,6 Millionen Schüler. Die Gesellschaft gibt dafür 88 Milliarden DM an Steuergeldern aus. Und die Eltern aus ihrem versteuerten Einkommen noch einmal 2,5 Milliarden für Nachhilfe. Und das Ergebnis: Gerade mal Mittelklasse.
Warum? Weil wir alles falsch machen, was wir falsch machen können.
Wir teilen unsere Kinder zu früh auf die falschen Schularten auf, wir verachten Schule und Lehrer, wir dulden Misanthropie und Inkompetenz.
Unsere Kinder, die Schüler, sind unerwünscht in der Schule. Ihr Versagen ist ihr Problem. Und die 16 Kultusminister hüten ihre heiligen Kühe und sind schon stolz darauf, wenn sie sich auf ein paar gemeinsame Standards einigen.
Was tun?
Einfach mit der anderen Schule anfangen. Jeder Lehrer kann sich die „99 Schritte zum professionellen Lehrer" kaufen.
Auf 228 Seiten lernt er in 20 Schritten Selbstkompetenz (mit sich beruflich klarkommen), in 44 Schritten Beziehungskompetenz (mit anderen gut auskommen) und in 35 Schritten Sachkompetenz (erfolgreich unterrichten).
Wem das zu wenig ist, der kann sich auf der beigefügten CD-ROM weiter professionalisieren. Wem das zu viel ist, der kann nach jedem Schritt eine Pause einlegen.
Was macht eine gute Schule aus?
„Wir müssen dabei sein!", zitiert Reinhold Miller einen Schüler. Und einen Professor, „Gute Schulen sind Schulen, in denen man das Gefühl hat, etwas versäumt zu haben, wenn man nicht dort war." (Jürgen Baumert, PISA-Vater).
Schulen müssen lernende Organisationen werden.
Dieses Buch hilft dabei. Mit 99 Schritten.
Eine Auswahl? 14: Selbstansprüche und Überforderungen. 17: Chancen des Älterwerdens. 20: Abstand von der Schule. 27: „Nicht so viel Appelle!", 60: „Oberlehrer" trifft „Rabenmutter": Ambivalenzen, 82: Aufhören, andere zu motivieren, 94: Benotung: Pi mal Daumen oder Chancengleichheit, 99: Grenzen der Schule ...
Warum hat mir vor 30 Jahren keiner dieses Buch in die Hand gedrückt? Ich wäre vielleicht heute noch Lehrer.
Kauft es euch, Kolleginnen und Kollegen.
Schenkt es den Lehrern, liebe Eltern.
Kultusminister: Antreten zum Lesen!
Kallmeyer-Verlag: Respekt!
Reinhold Miller: Merci mol (so bedanken sich die Alemannen, wenn sie wirklich glücklich sind).