Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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78 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kann jeder schreiben lernen?, 16. August 2003
Es gibt mehrere Bücher zum "Kreativen Schreiben", nicht zuletzt die aus dem Autorenhaus-Verlag. Unter den ganzen Ratgebern ist dieser Band nicht nur der preiswerteste, sondern auch der wertvollste, finde ich. Das Buch von Dorothea Brande ist schon vor langer Zeit geschrieben worden und hat dennoch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Dieser "Klassiker" weist seit 70 Jahren angehenden Schriftstellern den Weg zum Schreiben. Dorothea Brande erklärt aber auch, wann es sinnlos ist, es weiter zu versuchen, wann man besser aufgeben sollte. Diese Ehrlichkeit vermißt man bei anderen Büchern, die behaupten: Jeder kann schreiben! Die Autorin erklärt, die bekannte Behauptung "Genie kann nicht vermittelt werden" versetze "der Hoffnung des Schülers den Todesstoß". Und so ist es, doch diese Kraetiv-Schreiben-Dozentin will dem Leser nicht vermitteln, wie man als Schriftsteller schreibt, sondern wie man ein solcher wird. Das ist der Unterschied! Die Probleme der meisten angehenden Schriftsteller sieht sie weniger im handwerklichen Können, sondern in vier möglichen Hindernissen: in der Unmöglichkeit, überhaupt mit Schreiben zu beginnen, in der Versuchung, in allen Texten immer nur sein eigenes und einziges Thema zu wiederholen, in der Schwäche, längere Zeit hintereinander zu arbeiten, und in der Unfähigkeit, einen Text zu Ende zu führen. Ich kann diesen "Schreibkurs" in Buchform nur empfehlen - eine bessere Einführung in den Schreibprozess und die Praxis des täglichen Schreibens kenne ich nicht. Da stört es mich auch nicht, wenn die Autorin zum Schluss einen etwas schrullig anmutenden Ratschlag gibt: Man solle Kaffee durch Matetee ersetzen ...
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Mutmach-Buch für werdende Schriftsteller!, 15. August 2007
Dieses Werk erschien zum ersten Mal vor über 70 Jahren im Jahre 1934 - und es wurde zurecht zu einem Klassiker. Anders als viele Ratgeber zum Thema Schriftstellerei, die mit destruktiven Glaubenssätzen aufwarten wie "Vom Schreiben zu leben ist wahnsinnig schwer, und das klappt eigentlich nur, wenn "man" Beziehungen hat", setzt Dorothea Brande zunächst einmal voraus, dass all ihre Leser das Zeug zum Schreiben haben - und das ein natürlicher "Selektionsprozess" allein dadurch entsteht, dass es manchen Schreibenden einfach an Disziplin und Durchhaltevermögen mangelt. Dieses Wohlwollen ist zunächst einmal schon sehr beruhigend und Mut machend. Darüber hinaus finden sich in diesem dünnen, sehr angenehm und zeitlos geschriebenenen Bändchen zahlreiche Tipps, wie der/die Schreibende sich schreibend weiter entwickelt. Dabei ist es der Autorin wichtig zu betonen, dass Bewusstes und Unbewusstes Hand in Hand arbeiten, und dass das Unbewusstes auch seinen Raum benötigt. Für mich ist dies ein rundum gelungener Ratgeber, den ich nochmals zur Hand nehmen werde. Unpassend finde ich das letzte Kapitel, das der Verlag nachträglich "drangehängt" hat, es durchbricht den Stil und hat nichts in dem Buch zu suchen.
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker - im guten Sinne, 23. August 2005
Brandes Buch ist zuerst 1934 erschienen und dafür ist es erstaunlich modern, eigentlich eher zeitlos. Die Autorin gibt keine Tipps für Plot oder Charaktere, sondern Ratschläge und Hinweise dafür, wie man aus einer Hobbyschreibenden zur Schriftstellerin werden kann. Dorothea Brande macht sehr deutlich klar, dass Schreiben (auch) Arbeit ist. So beschäftigt sie sich neben Fragen, wie SchriftstellerInnen sind, auch mit dem Thema Arbeitszeiten. Der Charakter eines Arbeitsbuches zeigt sich auch in den unterschiedlichen Übungen, die Wortschatz erweitern über intensives Lesen bis hin zur Selbstkritik gehen. Brande nimmt auch kein Blatt vor den Mund: „Wenn Sie hier scheitern, dann lassen Sie es ganz!" heißt es klar und deutlich.
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