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Schriftsteller werden: Der Klassiker über das Schreiben und die Entwicklung zum Schriftsteller Broschiert – Ungekürzte Ausgabe, 30. August 2009


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Produktinformation

  • Broschiert: 133 Seiten
  • Verlag: Autorenhaus; Auflage: 3. Auflage. (30. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866710690
  • ISBN-13: 978-3866710696
  • Originaltitel: Becoming A Writer
  • Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 1,2 x 20,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dorothea Brande hat aus der Erfahrung ihrer Arbeit als Schriftstellerin, Lektorin und zahlreicher Kurse, die sie gehalten hat, den Weg gefunden, wie das Talent zum Schreiben geweckt und entwickelt wird. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Warum dieses Buch einzigartig ist Den Großteil meines Lebens habe ich Belletristik geschrieben, überarbeitet und beurteilt. Ich bin überzeugt, daß erzählende Literatur zu schreiben von großer Bedeutung ist: Romane und Kurzgeschichten haben eine wichtige Stellung in unserer Gesellschaft. Die Literatur ist für viele Leser die Quelle ihrer Weltanschauung - sie setzt ethische, soziale und materielle Normen. Sie bestätigt die Vorurteile des Lesers, oder sie öffnet seinen Geist und erweitert seine Welt. Man kann ein vielgelesenes Buch in seiner Wirkung nicht überschätzen: Wenn es effekthascherisch, billig oder vulgär ist, macht es unser Leben durch die niederen Ideale, die es in Umlauf bringt, ärmer. Wenn es - und das ist sehr selten der Fall - ein durch und durch gutes Buch ist, vom Autor ehrlich empfangen und ehrlich geboren, dann gebührt ihm unsere Dankbarkeit. Das Medium Film hat die Literatur in dieser Hinsicht keineswegs unterlaufen. Ganz im Gegenteil: Der Film vergrößert ihr Wirkungsfeld, indem er Ideen, die Buchlesern bereits bekannt sind, an jene heranträgt, die zum Lesen zu jung oder zu ungeduldig sind oder nicht über die erforderliche Bildung verfügen. Ich will nicht rechtfertigen, daß ich über die Schwierigkeiten schreibe, mit denen sich Prosa-Autoren konfrontiert sehen. Während meiner eigenen Entwicklung zum Autor - und ich gebe zu, lange nachdem - habe ich jedes Lehrbuch über die Techniken des Schreibens, die Konstruktion einer Handlung oder die Entwicklung von Figuren gelesen, das ich in die Finger bekommen konnte. Ich habe Lehrern, die ganz verschiedene Denkrichtungen vertraten, zu Füßen gesessen: Ich habe einem Neo-Freudianer zugehört, der die Beweggründe für das Schreiben von Dichtung analysierte. Ich habe mich einem Enthusiasten ausgeliefert, der die Theorie der Persönlichkeitsbestimmung nach unterschiedlichen Drüsentypen als eine unerschöpfliche Quelle für Schriftsteller auf der Suche nach Charakteren sah. Ich unterzog mich den Instruktionen eines Diagrammzeichners und denen eines Lehrers, der mit einer Synopse anfing, die er dann langsam zu einer vollständigen Story aufpumpte. Ich habe in einer 'Literatenkolonie' gelebt und mich mit praktizierenden Schreibern unterhalten, die ihre Berufung mal als Handwerk, mal als Gewerbe und - eher verschämt - auch als Kunst bezeichneten. Kurz, ich habe aus erster Hand Erfahrungen mit nahezu jeder Lösungsmöglichkeit für die Probleme des Schreibens gesammelt, und meine Regale quellen über von Werken weiterer Lehrer, denen ich nicht persönlich begegnet bin. Jahre nachdem ich als Lektorin für Verlage gearbeitet und Literatur für ein überregionales Magazin ausgewählt hatte, nachdem ich selbst Artikel, Storys, Buchbesprechungen und Kritiken geschrieben und mit Redakteuren und Autoren jeden Alters Gespräche über ihre Arbeit geführt hatte - begann ich, selbst ein Schreibseminar zu leiten. Am Abend meiner ersten Vorlesung lag mir nichts ferner, als die vorhandene kopflastige Literatur zum Thema zu erweitern. Obwohl mich die meisten Bücher und viele Kurse ziemlich enttäuscht hatten, wurde mir der wahre Grund meiner Unzufriedenheit erst klar, nachdem ich selbst Kreatives Schreiben lehrte. Ich erkannte, daß die Probleme vieler Schüler oder Amateurschriftsteller bereits vor dem Punkt einsetzen, an dem ihre schriftstellerische Arbeit von praktischer Unterweisung profitieren kann. Das ist ihnen allerdings nicht bewußt. Wären sie in der Lage die Ursachen dafür selbst zu entdecken, würde man sie wahrscheinlich niemals als Schüler in einem Kurs antreffen. Sie haben eine vage Vorstellung, daß es erfolgreichen Schriftstellern irgendwie gelungen sein müsse, jene Hürden zu nehmen, die ihnen selbst nahezu unüberwindlich erscheinen. Sie glauben, anerkannte Autoren verfügten über eine Art Zauberformel oder so etwas wie ein Berufsgeheimnis, das sie ihnen vielleicht abluchsen könnten, wenn sie nur wachsam und geduldig auf der Lauer lägen. Sie vermuten, der Lehrer kenne diese Zauberformel, und vielleicht würde er ja hier und da ein Wort darüber fallen lassen. So warten sie auf den Beweis für die Existenz dieses 'Sesam öffne dich'. In der Hoffnung, die magischen Worte zu vernehmen und einzufangen, durchwachen sie brav wie ein Hündchen eine ganze Reihe von Seminaren über verschiedene Gattungen von Erzählungen, über Handlungsaufbau und technische Probleme, die allesamt keinerlei Bezug zu ihrem eigentlichen Dilemma haben. Sie kaufen oder leihen sich jedes Buch, in dessen Titel das Wort Kreatives Schreiben auftaucht, sie lesen jedes Sammelwerk, in dem Autoren über ihre Arbeitsmethoden berichten. In fast allen Fällen werden sie enttäuscht: Schon in der Einführung, schon auf den allerersten Seiten des Buches, nach einem oder zwei Sätzen, wird ihnen kurz und knapp klargemacht, daß 'Genie nicht gelehrt werden kann.' Und schon verglüht ihr Hoffnungsfunke. Denn ob sie es wissen oder nicht: Sie suchen nach genau dem, was sie sich aus dem Kopf schlagen sollen. Sie sollen das heimliche Bedürfnis, ihr Bild von der Welt in Worte zu fassen niemals als 'Genius' bezeichnen dürfen. Sie sollen es bloß nicht wagen, sich auch nur für eine Sekunde mit in die Reihe der Unsterblichen des schreibenden Standes zu stellen. Nein, die Zugangsverweigerung 'Genie kann nicht vermittelt werden', von der die meisten Lehrer und Autoren glauben, man könne sie nicht früh und deutlich genug aussprechen, versetzt der Hoffnung des Schülers den Todesstoß. Schließlich war er voller Verlangen gewesen, zu hören, daß dem Schreiben tatsächlich eine Zauberformel zugrunde läge, und daß es so etwas wie einen Initiationsritus gäbe, bei dem man ihn in den Kreis der Autoren aufnehmen würde. Dieses Buch wird einzigartig: Ich glaube nämlich, daß der Schüler recht hat. Ich glaube, daß es tatsächlich eine solche Zauberformel gibt, und daß man sie auch vermitteln kann. Dieses Buch wird sich also mit dem Geheimnis literarischen Schreibens befassen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

139 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fischer von Neuendorf am 16. August 2003
Format: Taschenbuch
Es gibt mehrere Bücher zum "Kreativen Schreiben", nicht zuletzt die aus dem Autorenhaus-Verlag. Unter den ganzen Ratgebern ist dieser Band nicht nur der preiswerteste, sondern auch der wertvollste, finde ich.
Das Buch von Dorothea Brande ist schon vor langer Zeit geschrieben worden und hat dennoch nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Dieser "Klassiker" weist seit 70 Jahren angehenden Schriftstellern den Weg zum Schreiben. Dorothea Brande erklärt aber auch, wann es sinnlos ist, es weiter zu versuchen, wann man besser aufgeben sollte. Diese Ehrlichkeit vermißt man bei anderen Büchern, die behaupten: Jeder kann schreiben!
Die Autorin erklärt, die bekannte Behauptung "Genie kann nicht vermittelt werden" versetze "der Hoffnung des Schülers den Todesstoß". Und so ist es, doch diese Kraetiv-Schreiben-Dozentin will dem Leser nicht vermitteln, wie man als Schriftsteller schreibt, sondern wie man ein solcher wird. Das ist der Unterschied! Die Probleme der meisten angehenden Schriftsteller sieht sie weniger im handwerklichen Können, sondern in vier möglichen Hindernissen: in der Unmöglichkeit, überhaupt mit Schreiben zu beginnen, in der Versuchung, in allen Texten immer nur sein eigenes und einziges Thema zu wiederholen, in der Schwäche, längere Zeit hintereinander zu arbeiten, und in der Unfähigkeit, einen Text zu Ende zu führen.
Ich kann diesen "Schreibkurs" in Buchform nur empfehlen - eine bessere Einführung in den Schreibprozess und die Praxis des täglichen Schreibens kenne ich nicht. Da stört es mich auch nicht, wenn die Autorin zum Schluss einen etwas schrullig anmutenden Ratschlag gibt: Man solle Kaffee durch Matetee ersetzen ...
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45 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 16. Oktober 2003
Format: Taschenbuch
Dieses Buch ist ein Evergreen des Creative Writing, wenn man bedenkt, dass es vor siebzig Jahren geschrieben worden ist und immer noch im Original ein Bestseller ist. Für alle, die sich ernsthaft mit dem Thema Kreatives schreiben beschäftigen, ist dieses Buch der Ausgangspunkt, denn es bietet dem angehenden Autor des 21. Jahrhunderts unverändert wertvolle und anwendbare Ratschläge.
In anderen Ratgebern zum Kreativen Schreiben ist von den "Techniken", dem "Handwerkszeug", das den meisten angehenden Autoren fehle, die Rede. Hier dagegen von den Voraussetzungen für den Schreiber und der Schwelle, an der er scheitern kann. Dorothea Brande spricht von der Zugangsverweigerung "Genie kann nicht vermittelt werden", die "der Hoffnung des Schülers den Todesstoß" versetze.
Seien wir ehrlich: Hier in Deutschland halten sich die etablierten Schriftsteller äußerst bedeckt, wenn es um praktische Wissensvermittlung geht, während in den angelsächsischen Ländern die meisten bekannten Schriftsteller auch Creative Writing lehren.
Dorothea Brande will dem Leser nicht vermitteln, wie man als Schriftsteller s c h r e i b t, sondern w i e man ein Schriftsteller w i r d. Das ist etwas ganz anderes und sollte am Anfang der Beschäftigung mit dem Thema Schreiben stehen.
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von diekleinefrau am 15. August 2007
Format: Taschenbuch
Dieses Werk erschien zum ersten Mal vor über 70 Jahren im Jahre 1934 - und es wurde zurecht zu einem Klassiker. Anders als viele Ratgeber zum Thema Schriftstellerei, die mit destruktiven Glaubenssätzen aufwarten wie "Vom Schreiben zu leben ist wahnsinnig schwer, und das klappt eigentlich nur, wenn "man" Beziehungen hat", setzt Dorothea Brande zunächst einmal voraus, dass all ihre Leser das Zeug zum Schreiben haben - und das ein natürlicher "Selektionsprozess" allein dadurch entsteht, dass es manchen Schreibenden einfach an Disziplin und Durchhaltevermögen mangelt. Dieses Wohlwollen ist zunächst einmal schon sehr beruhigend und Mut machend. Darüber hinaus finden sich in diesem dünnen, sehr angenehm und zeitlos geschriebenenen Bändchen zahlreiche Tipps, wie der/die Schreibende sich schreibend weiter entwickelt. Dabei ist es der Autorin wichtig zu betonen, dass Bewusstes und Unbewusstes Hand in Hand arbeiten, und dass das Unbewusstes auch seinen Raum benötigt. Für mich ist dies ein rundum gelungener Ratgeber, den ich nochmals zur Hand nehmen werde. Unpassend finde ich das letzte Kapitel, das der Verlag nachträglich "drangehängt" hat, es durchbricht den Stil und hat nichts in dem Buch zu suchen.
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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Carsten Krautwald am 13. Juni 2004
Format: Taschenbuch
Schon lange gehe ich mit den Gedanken "schwanger", das Schreiben von Geschichten anzufangen. Die Initialzündung, die Idee, was ich schreiben könnte, wurde mir - zumindest in Teilen - von Dorothea Brande geliefert.
Es ist mein erster Kontakt mit Anleitungen zum Schreiben. Und ich wurde bisher nicht enttäuscht. Das Buch macht klar, wo es langgeht, das der Weg zum Schriftsteller lang und uneben ist, zudem viel Disziplin verlangt. Gleichzeitig wird aber dem Einsteiger gezeigt: Schreiben ist nicht wirklich schwer. Gerade wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, wird sich über die eigentlich sehr simplen Hilfestellung dieses Buches freuen.
So simpel die Übungen anmuten, so hilfreich sind sie, um ein Gespür für das regelmäßige Schreiben zu entwickeln.
Der Aufbau des Buches fängt mit kurzen und allgemeinen Übungen für den Anfänger an, hilft anschließend dabei die gefundene innerliche Inspirationsquelle langfristig "zu fördern" und gibt zum Schluß hin einige Profitricks, um das Können zu perfektionieren.
Dabei ist das Buch keine "Eine-Nacht-Lektüre" die man durchließt und wegstellt. Man ließt die ersten Übungen, spielt diese solange durch, bis man sich sicher genug fühlt für den nächsten Schritt, greift erneut zur Lektüre, arbeitet sich in weiteren Übungen voran und tastet sich in diesem Schema langsam aber stetig zum mehr oder weniger professionellen Schreiberling heran.
Obwohl es mir an Vergleichsmöglichkeiten zu anderer Literatur mangelt, fühle ich mich derzeit mit diesem Buch recht gut aufgehoben und behaupte, es ist ein sehr guter Einstieg ins Schreiben.
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