Dieses Buch ist eine Einladung auf eine ungewöhnliche Reise - in eine Welt der Stille, die aber trotzdem alles zu bieten hat, was man zu einem erfüllten Leben braucht. Helene Jarmer, österreichische Politikerin, Sonder- und Heilpädagogin, ist seit frühem Kindesalter gehörlos, gilt somit als behindert. Behinderte sind leider in unserer Gesellschaft noch immer nicht so richtig gleichberechtigt - im schlimmsten Fall werden sie sogar diskriminiert! -, da sie oftmals nicht ausreichend Förderung erhalten. Frau Jarmer hat ihre Chancen, die sie nicht zuletzt der Unterstützung durch ihre Eltern (ebenfalls gehörlos) erhalten hat, genutzt, u.a. ist sie nun als Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes und als Nationalratsabgeordnete der Grünen tätig, sie setzt sich für die Rechte von behinderten Menschen ein, für Akzeptanz, für den uneingeschränkten Zugang zu Bildung und guten Berufen. Mit ihrer autobiographischen Schilderung, mit allen Schwierigkeiten, aber auch Erfolgen, die sie stark gemacht haben (beziehungsweise noch stärker!) gibt sie vielen Menschen Mut, für ihre Sache, für Gleichberechtigung zu kämpfen - ihre Karriere beweist es! Das Buch ist sehr persönlich geschrieben, was auch durch Bilder aus dem privaten Photoalbum unterstützt wird. Übrigens auch toll, das mal zu sehen: Das Buch ist teilweise mit Gebärden-Skizzen illustriert, so dass man eine bessere Vorstellung von dieser 'unhörbaren Sprache' bekommt. Ein außergewöhnliches Buch von einer außergewöhnlichen Frau!