Kurzbeschreibung
"Schreibweisen. Poetologien" ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Tendenzen in der zeitgenössischen österreichischen Literatur von Frauen. Das Buch versammelt poetologische Standortbestimmungen von insgesamt 17 bedeutenden Schriftstellerinnen - u.a. Friederike Mayröcker, Anna Mitgutsch, Elisabeth Reichart, Marlene Streeruwitz -, denen jeweils literaturwissenschaftliche Untersuchungen gegenübergestellt werden. Dabei bestimmen Poetologie und Literaturwissenschaft gleichermaßen jene ästhetischen und feministischen Positionen, die österreichische Autorinnen im soziokulturellen und literarischen Diskurs des beginnenden 21. Jahrhunderts beziehen. Die Autorinnen reflektieren ihre Schreibprozesse, ästhetische Verfahrensweisen, literarische Vorbilder, thematische Schwerpunkte oder Intertextualität und suchen die ihrem Werk zugrunde liegenden Konzepte zu erhellen. In einer Art Spiegelungsverfahren werden diesen poetologischen Texten jeweils literaturwissenschaftliche Beiträge gegenübergestellt. Diese beleuchten darüber hinaus die ästhetischen und verfahrenstechnischen Standorte, thematischen Ausrichtungen, intertextuellen Bezüge oder feministischen Positionierungen im Gesamtwerk der Autorinnen.
Über den Autor
Petra Ganglbauer, geb. 1958. Freischaffende Autorin und Radiokünstlerin. Lyrik-, Prosa-, Essayveröffentlichungen. Wiener Vorlesungen zur Literatur. Hörstücke. Filmzusammenarbeit. Interdisziplinäre Projekte. Werkstätten. Zuletzt im Milena Verlag: "Niemand schreit", Prosa, 2001. Hildegard Kernmayer, geb. 1962. Tätig am Institut für Germanistik der Universität Graz, Mitarbeiterin des interdisziplinären Spezialforschungsbereichs "Moderne. Wien und Zentraleuropa um 1900". Schwerpunkte u.a. Antisemitismusforschung, feministische Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft.