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Schreiben, was ist: Kommentare, Gespräche, Vorträge
 
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Schreiben, was ist: Kommentare, Gespräche, Vorträge [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Rudolf Augstein , Jochen Bölsche
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Taschenbuch --  

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (3. Dezember 2002)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3421057478
  • ISBN-13: 978-3421057471
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.013.521 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rudolf Augstein
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Chefredakteur, der ernst genommen werden will, muss seinen Redakteuren etwas vor-schreiben können. Dass Rudolf Augstein dies konnte, belegen die in diesem Band versammelten Texte des Spiegel-Gründers eindrucksvoll. In chronologischer Ordnung kann man hier die wichtigsten Kommentare nachlesen, die Augstein über die Jahrzehnte in dem von ihm seit 1947 bis zu seinem Tod im November 2002 herausgegebenen Nachrichtenmagazin veröffentlicht hat. Neben der ein oder anderen Rede und einigen Vorworten enthält das Buch außerdem Gespräche, die Augstein für den Spiegel geführt hat und von denen manche bis heute als Klassiker gelten -- so etwa die Interviews mit den Philosophen Karl Jaspers ("Für Völkermord gibt es keine Verjährung", 1965) und Martin Heidegger ("Nur noch ein Gott kann uns retten", 1966 gedruckt 1976).

Als Rudolf Augstein von den britischen Besatzungsbehörden die Genehmigung erhielt, ein Nachrichtenmagazin nach dem amerikanischen Vorbild Time zu publizieren, war er gerade einmal 23 Jahre alt. Und so lässt sich der Band als Lebensgeschichte ebenso lesen wie als deutsche Nachkriegsgeschichte. Diese Geschichte haben Augstein und der Spiegel nicht nur journalistisch begleitet. Das Magazin und sein Macher waren selbst ein Teil dieser Geschichte und haben diese nachhaltig geprägt. Wegen des Vorwurfs des Landesverrats saß Augstein 1962 mehr als drei Monate in Untersuchungshaft. Und Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß musste wegen der so genannten Spiegel-Affäre schließlich zurücktreten. Auch Auszüge aus der Bundestagsdebatte zu dieser Affäre und Auszüge aus Augsteins im Spiegel abgedruckten Berichte über seine Zeit in der Haft enthält das von Jochen Bölsche kundig arrangierte Zeitdokument, aus dem wir über diesen Ausnahmejournalisten vielleicht mehr erfahren als in den bislang vorliegenden Versuchen zu einer Biografie. --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Rudolf Augstein war Gründer des SPIEGEL und prägte das Magazin als Herausgeber mehr als ein halbes Jahrhundert. Der Band versammelt seine wichtigsten Texte: das Vermächtnis des einflussreichsten Journalisten und Publizisten der Nachkriegszeit.

Am 4. Januar 1947 erschien die erste Ausgabe des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. Herausgeber und Chefredakteur war der erst 23 Jahre alte Rudolf Augstein. In der Folge bestimmten er und DER SPIEGEL immer wieder die öffentliche Diskussion in Deutschland. Sein Einfluss auf die Politik und die politische Kultur der Bundesrepublik ist kaum zu überschätzen. Augsteins scharfe und oft polemische Kritik im SPIEGEL, der bald als „Sturmgeschütz der Demokratie“ bezeichnet wurde, war weithin gefürchtet. Aber auch wenn man mit Augstein nicht einer Meinung war, lesen musste man, was er zu sagen hatte. Der Band umfasst die wichtigsten Leitartikel aus dem SPIEGEL, bedeutende SPIEGEL-Gespräche und Reden dieses herausragenden Publizisten: ein Querschnitt zugleich durch die Geschichte der Bundesrepublik.


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Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit Rudolf Augstein verstarb am 7. November 2002 der neben Axel Springer wohl bedeutendste Herausgeber und Journalist im Nachkriegsdeutschland. Sein Name ist untrennbar mit dem von ihm gegründeten Magazin "DER SPIEGEL" verbunden, dem er bis zum Ende treu blieb. In Auszügen aus seinen Beiträgen für den "SPIEGEL", Interviews und Reden geht es im vorliegenden Buch "Schreiben, was ist" nochmals um Rudolf Augsteins journalistische Geschichte, beginnend im Gründungswinter des "SPIEGEL" 1946/47 bis zu seinem letzten Kommentar im "SPIEGEL" am 26. August 2002.

Rudolf Augstein zeichnet sich zum einen durch eine unerbittliche Konsequenz in der Darstellung seiner Position. So konsequent, dass er im Verlauf der legendären "SPIEGEL-Affäre" für 103 Tage in Haft muss. Doch ebenso ist es Rudolf Augstein, der sich seinen Widersachern immer wider zuwendet, mit ihnen ausspricht und mitunter sogar versöhnt, und sei es nur für den Moment. Sowohl bei Konrad Adenauer, Franz Josef Strauss oder Helmut Kohl, es war der Versuch, engagiert und menschlich zugleich zu sein.

Der Bildteil unterstreicht dies: Von wenigen privaten Bildern aus Kindheit und Jugend abgesehen, zeigt es Rudolf Augstein meist im innigen Austausch mit den Großen der Welt: Ob mit dem Philosophen Martin Heidegger, dem Studentenführer Rudi Dutschke, dem Boxer Muhammad Ali, dem russischen Staatschef Leonid Breschnew oder dem Schauspieler Sir Peter Ustinov, immer scheint es ihm großen Spaß zu machen und tiefe Zufriedenheit zu bereiten.

Doch die Ambivalenz des politischen Journalisten wird auch nicht verschwiegen: Stefan Aust beschreibt in seinem Vorwort etwa die diebische Freude, die Rudolf Augstein der Verriss von Günter Grass durch den Kritiker Marcel Reich-Ranicki bereitet hat und zitiert im Anschluss den Meister wie folgt: "Ein Journalist kann keine permanenten Freundschaften haben."

Eine ausführliche Chronik, Quellennachweise und ein Nachwort von Herausgeber Jochen Bölsche runden dies informative Buch ab. Dem Herausgeber ist eine beeindruckende Synthese gelungen: "Schreiben, was ist" ist ein wichtiger Beitrag über mehr als ein halbes Jahrhundert deutscher Politkultur, über politischen Journalismus und nicht zuletzt über die faszinierende und auch widersprüchliche Persönlichkeit von Rudolf Augstein.
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Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Keine Biografie - aber eine spannende Auswahl von Kommentaren, Gesprächen und Vorträgen des im November verstorbenen "Spiegel"-Herausgebers Rudolf Augstein bietet der Band "Schreiben, was ist". Die Augstein-Beiträge in dem von "Spiegel"-Redakteur Jochen Bölsche herausgegebenen Buch sind chronologisch nach Dekaden sortiert. Kein wesentliches Ereignis der Nachkriegszeit, das nicht durch Augsteins Magazin und seine Artikel reflektiert worden wäre. Zu den Höhepunkten zählen u.a. die Begegnungen mit Adenauer, Heidegger, Jaspers. Und dazwischen immer wieder der "Spiegel": Umzug nach Hamburg, die Beteiligung der Mitarbeiter am Verlag, ein Gespräch mit Jung-Redakteuren. Einige Texte waren bereits in der "Spiegel"-Ausgabe zum Tod Augsteins abgedruckt - zum Noch-einmal-lesen ist das Buch dennoch lohnenswert.
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