Kurzbeschreibung
Schreiben und Lesen in psychischen Krisen. Band I: Gespräche zwischen Wissenschaft und Praxis. Band II: Authentische Texte. Briefe, Essays, Tagebücher. 'Ich schreibe. Ich lese. Ich atme. Ich esse. In dieser Reihenfolge. Man könnte mir die Nahrung nehmen, die Luft zum Atmen, vielleicht sogar die Bücher, aber wenn man mir Stift und Papier nehmen würde, ich hätte dem Wahnsinn nichts mehr entgegenzusetzen.' So skizziert eine Autorin die Bedeutung, die Schreiben für sie hat. Obwohl die therapeutische Funktion von Literatur in Lebenskrisen seit der Antike bekannt ist, wird sie nur selten für Menschen mit psychischen Problem genutzt. Lesen und Schreiben in psychischen Krisen trägt erstmalig das verstreute Wissen über Poesie- und Bibliotherapie aus den verschiedenen Disziplinen in Literaturwissenschaft, Psychologie und Psychiatrie zusammen und macht es für die praktische Umsetzung in Schreib- und Lesegruppen verfügbar. In Band II berichten AutorInnen über die Bewältigung körperlicher Krankheiten, Trennungsschmerzen, über Isolation, Angst und Tod. Dunkle, beunruhigende Texte finden sich ebenso darunter wie kunterbunte Satiren auf die Psychowelt.