Ein ganz wunderbares Buch! - Radio Berlin Brandenburg 22.5.03
Natalie Goldbergs "Schreiben in Cafés" ist ein ganz wunderbares Buch über das Schreiben, das hoch motiviert, immer den Stift in der Hand zu halten und zu schreiben, egal ob man Laie, Autodidakt oder professioneller Schriftsteller ist.
Radio Berlin Brandenburg 10.12.2003
Natalie Goldbergs "Schreiben in Cafés" ist ein ganz wunderbares Buch über das Schreiben, das hoch motiviert, immer den Stift in der Hand zu halten und zu schreiben, egal ob man Laie, Autodidakt oder professioneller Schriftsteller ist.
Kurzbeschreibung
Der Creative-Writing-Bestseller: Mehr als 1 Million Exemplare der Originalausgabe. In neun Sprachen übersetzt jetzt als deutsche Neuausgabe.
Über den Autor
Natalie Goldberg ist Schriftstellerin, Dichterin und Dozentin. Sie lebt in Taos, New Mexico und lehrt an Universitäten und in Schreibwerkstätten ihre Methoden des kreativen Schreibens, die sie in diesem Buch zusammengefasst hat.
Auszug aus Schreiben in Cafes. von Natalie Goldberg. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Sonntagabend um elf Uhr schrieb ich den letzten Satz.
»Nat, ich glaube, das Buch ist fertig«, sagte ich zu mir. Ich stand auf und war ziemlich wütend. Ich fühlte mich benutzt. (»Von der Muse ausgenutzt«, wie meine Freundin Miriam es später nannte.) Plötzlich hatte ich keine Ahnung mehr, worum es in meinem Buch eigentlich ging; es hatte überhaupt nichts mit meinem Leben zu tun. Es würde mir weder einen Lover suchen, noch morgens meine Zähne putzen.
Ich badete, stieg aus der Wanne, zog mich an und wanderte durch die Nacht bis zum Lone-Wolfe-Café in Santa Fé. Ich bestellte ein Glas Weißwein und zwei Kugeln Toffee-Eis. Ich sah jeden an, sprach mit niemanden und grinste die ganze Zeit: »Ich habe ein Buch geschrieben. Vielleicht kann ich bald wieder zu einem menschlichen Wesen werden.«
Erleichtert und glücklich kehrte ich nach Hause zurück. Am nächsten Morgen brach ich in Tränen aus. Am Nachmittag fühlte ich mich wundervoll.
»Nat, ich glaube, das Buch ist fertig«, sagte ich zu mir. Ich stand auf und war ziemlich wütend. Ich fühlte mich benutzt. (»Von der Muse ausgenutzt«, wie meine Freundin Miriam es später nannte.) Plötzlich hatte ich keine Ahnung mehr, worum es in meinem Buch eigentlich ging; es hatte überhaupt nichts mit meinem Leben zu tun. Es würde mir weder einen Lover suchen, noch morgens meine Zähne putzen.
Ich badete, stieg aus der Wanne, zog mich an und wanderte durch die Nacht bis zum Lone-Wolfe-Café in Santa Fé. Ich bestellte ein Glas Weißwein und zwei Kugeln Toffee-Eis. Ich sah jeden an, sprach mit niemanden und grinste die ganze Zeit: »Ich habe ein Buch geschrieben. Vielleicht kann ich bald wieder zu einem menschlichen Wesen werden.«
Erleichtert und glücklich kehrte ich nach Hause zurück. Am nächsten Morgen brach ich in Tränen aus. Am Nachmittag fühlte ich mich wundervoll.