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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
62 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zäher Einstieg, dann aber sehr lohnend und hilfreich!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schreiben in Cafes (Gebundene Ausgabe)
Vor Jahren gab es das Buch bereits einmal im Knaur-Verlag in der Esoterik-Reihe. Auf den ersten Eindruck spricht auch einiges dafür, Schreiben in Cafés eher unter »Lebenshilfe« als unter Schreiblehrbücher einzuordnen. Am Anfang war mir das Buch viel zu zen-buddhistisch und insgesamt zu esoterisch. Kurz: man braucht eine gewisse Nähe zum Buddhismus oder eine Toleranz anderen Religionen gegenüber, um sich mit Goldbergs Buch weiter zu beschäftigen.Der Einstieg war etwas zäh; ich brauchte lange, um mit dem Ratgeber warm zu werden. Die ersten Hilfen erschienen mir wie Alltagsweisheiten, für die ich kein Lehrbuch brauche: schreiben lernt man durch schreiben; wer viel schreibt, wird im Laufe der Zeit besser; nicht zu große Erwartungen an sich selbst entwickeln, sonst blockiert man und ähnliches mehr. Mit dem Weiterlesen jedoch entdeckte ich »Schreiben in Cafés« als ein hilfreiches Buch, um Schreiben zu einem Teil des eigenen Lebens zu machen, sich mit sich selbst und den Motiven für das Schreiben zu beschäftigen und auch einmal neue Orte und Verkleidungen zum Schreiben aus zu probieren. Natalie Goldberg redet nicht um Schwächen und düstere Phasen herum; bei ihr ist Schreiben nichts Einfaches, sondern es fordert den ganzen Menschen. Schreiben, gutes Schreiben setzt voraus, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzt und sicher ist, am Ende, etwas Gutes zu schreiben. Natalie Goldberg fordert ihre LeserInnen auf, am Ball zu bleiben, weiter zu schreiben, auch wenn man fünf Jahre nur Unsinn zu Papier bringt. Irgendwann einmal wird es dann doch klappen: „Auf jedes Buch, das Erfolg hat, kommen wahrscheinlich Tausende, die noch nicht einmal veröffentlicht werden. Weitermachen müssen wir trotzdem. Wenn Sie schreiben wollen, tun Sie es. Wenn das eine Buch nicht veröffentlicht wird, schreiben Sie das nächste. Jedes wird ein wenig besser werden, weil Sie immer mehr Übung und Erfahrung gewinnen.“ (132) Zusammengefasst: »Schreiben in Cafés« ist nichts für Menschen, die konkrete Tipps und Anleitungen zum Schreiben möchten. Das Buch ist sehr interessant für Menschen, die Schreiben in ihr Leben einbinden möchten und kurz vor dem Verzweifeln sind. Wir finden hier Themenvorschläge für das freie Schreiben, einige wenige Schreibregeln und ein paar Tipps und Tricks, wie man sich an den Schreibtisch diszipliniert. Es ist kein Buch, mit dem man die Grundlagen literarischen Schreibens lernt, es ist aber ein Buch, das einem dabei hilft, dranzubleiben, durchzuhalten und immer wieder auf das Schreiben mit Freude zurückzukommen. Abschließend noch eine Randbemerkung: etwas irritierend für mich als gerne-PC-Nutzerin ist Goldbergs Beharren auf Papier und Stift oder Schreibmaschine, was auch dem Alter des Buchs (Erstveröffentlichung 1986) geschuldet sein kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
73 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ja zum Schreiben,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schreiben in Cafes (Gebundene Ausgabe)
Das ist ein Schreibbuch der etwas anderen Art, es ist zwanzig Jahre alt und immer noch aktuell. Wenn Ihnen der Kopf raucht, weil Sie originelle Personen und spannende Handlung niederschreiben wollen, aber nur drögen Trash produzieren; wenn Sie alle Schreibratgeber gelesen haben und verzagt sind, weil Sie nicht wissen, wie Sie all die Ratschlüge umsetzen wollen; wenn Sie zweifeln, ob Sie Talent haben, um jemals etwas auch nur annähernd Lesbares zu Papier zu bringen, kurz: Wenn das leere Blatt Sie weiß anstarrt und sich nicht mit Ihren Worten füllt, dann ist es Zeit für dieses Buch.Denn es erinnert daran, dass Schreiben eben Schreiben bedeutet. Dass man es tun muss, um es zu lernen, dass man es tun muss, wenn es einem wichtig ist. Ganz egal, wie furchtbar, wie kitschig, wie schlecht das ist, was dann auf dem Papier steht. Dass man die eigene Stimme nur auf einem Weg entdecken kann: Schreiben. Dass es einen Zensor im eigenen Kopf gibt, der einen abhalten möchte und zahlreiche Zensoren da draußen, die ihn unterstützen und das dagegen nur ein Kraut gewachsen ist: Schreiben. Nicht, dass all die anderen Ratgeber nicht wichtig wären, dass es nicht richtig wäre, glaubhafte Personen zu entwerfen, Konflikte und Stil abzuwägen, geniale Bücher zu lesen. Aber irgendwann nutzt dies alles nichts mehr, irgendwann muss man schreiben und dieses Buch betont dies nicht nur, sondern macht Mut dazu. Es ist ein Motivationsschub in zweihundert Seiten und einer, der den Leser hinausschickt in die Welt und sagt: Tu es endlich! Man kann eine Menge über das Skifahren lesen, man sich kann eine Menge Skiläufer ansehen, aber wenn man es tun will, hilft irgendwann nur noch ein: Die Bretter anschnallen und los! Nicht anders ist es beim Schreiben. Die Autorin ist Zen-Buddhistin, sie zitiert oft Zen-Meister. Aber die Zitate sind Gott sei Dank auch für nicht Buddhisten verständlich und das Buch gehört IMHO auf das Regal eines jeden, der Schreiben möchte. Egal warum, egal was, egal wie gut oder schlecht es ist. Fazit: Standardwerk, das Mut zum Schreiben macht und ein Motivationsschub auf zweihundert Seiten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pure Energie,
Rezension bezieht sich auf: Schreiben in Cafes (Gebundene Ausgabe)
Fernab von "Rezeptbüchern" wie man einen Bestseller schreibt oder dem Credo, dass eine gute Geschichte eine gut konstruierte Geschichte sein muss, zeigt Natalie Goldberg, wie man seine ursprünglichen Energien und Gefühle "anzapft" und Texte schreibt, die das Herz der Leser erreichen, weil sie ehrlich und authentisch sind. Ein Buch, bei dessen Lektüre nicht nur der/die angehende Schriftsteller/in viel über sich und das Schreiben lernen kann.Sehr zu empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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