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Schrei nach Stille
 
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Schrei nach Stille [Gebundene Ausgabe]

Anne Chaplet
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: List Hardcover; Auflage: 2. Auflage (13. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471772820
  • ISBN-13: 978-3471772829
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (75 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 95.242 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Anne Chaplet ist sicherlich keine Suspense-Meisterin. Lieber schauen ihre Bücher hinter die bürgerlichen Fassaden in Deustchland. Der Roman "Schrei nach Stille" spielt in dem kleinen Dorf Roda in Oberhessen, wo sich die Bestsellerautorin Sophie Winter in einem verwunschenen Haus einrichtet. Als ihr 68er-Roman "Summer of love" verfilmt wird, werden nicht nur nur Erinnerungen an Love & Peace wiederbelebt, sondern auch vergessen geglaubte Verbrechen ans Licht gezerrt. Paul Bremer, Chaplets treuen Lesern bereits bestens bekannt, fängt mit der Spurensuche an ... (am)

Pressestimmen

LESERSTIMMEN: »Gut ist sie wieder die neue Chaplet und wunderbar vielschichtig gestrickt und ein bisschen rührend und ausreichend ironisch und fast sollte man den Soundtrack beilegen.« Sybille Wegner/Diekmann, Aschaffenburg »Auch wenn sie fast zu viel reingestellt hat, ist dies wieder eine ausgezeichnete Chaplet. Spannend und dicht erzählt führt sie uns auf vielen Ebenen an der Nase herum...« Schubart Buchhandlung/ Gerda Heinzmann, Ludwigsburg »Anne Chaplet hat einen spannenden Kriminalroman geschrieben und lässt eine wichtige Zeit der Bundesrepublik wieder aufleben. Gekonnt wechselt sie die Schauplätze, lässt ihre Figuren fühlen, hoffen, bangen und zeigt das Leben der einstigen Hippiebewegung.« Bücher Jahn/ Tilman Schneider, Aalen »Brilant!« Alice im Bücherland/ Alice Moltzen/08.08.08 »Ein außergewöhnliches und spannendes Buch.« Frank Zumbrock/ 28.08.08 PRESSESTIMMEN: Anne Chaplet beim HR Talk (ausgestrahlt am 17.08.2008) finden Sie hier... »Autorin Chaplet erzählt mit viel Menschenkenntnis und großem Gespür für die Abgründe hinter bürgerlichen Fassaden von verlorenen Idealen, Freundschaft und Verrat.« Der Spiegel »Große Literatur, eine tolle Beschreibung vom Land und den Leuten und eine Geschichte, die Gänsehaut macht nicht nur, weil ein Mord eine Rolle spielt. Ich bin ganz traurig, daß ich schon durch bin.« Daniella Baumeister / hr 1 / Juni 2008 »Chaplet knüpft einen farbigen Erzählteppich mit kräftigen Tönen. Kluges, einfühlsames aber nie sentimentales Erzählen.«  CICERO / 24.05.08 / Jürgen Busche »Anne Chaplet (hat) einen wunderbaren neuen Krimi vorgelegt, der in bewährter Weise subtil arbeitet und auf genial verquickte Weise das Setting eines Dorfes der Gegenwart... und die sehr spezielle Rückschau auf die Flower-Power-Tage zusammenbringt. « BUCHKULTUR/ August-September 2008/Sylvia Treudl »In ihrem neuen Roman seziert Anne Chaplet genüsslich, wie ›wilde 68er‹ und deutsches Spießertum unversöhnlich aufeinanderprallen.« TV Spielfim/ 17/08 »Geschickt verwebt Chaplet Vergangenheit und Gegenwart zu einem bekemmenden Ganzen.« MODERNEZEITEN/ 16./17.08.08/Petra Pluwatsch »Ein politisches Buch also, ganz in 68er Analyse-Manier, aber weniger radikal, weniger ideologieverbrämt, ein wenig geläutert durch die Zeitläufe, scharf, aber liebevoll. Großartig eben!« HR-Online/ 17.08.08/ Nicole Rodriguez »Ein Muss für die Fans ambitionierter deutscher Krimis aus Frauenhand.« BÜCHER/ 05/08 »Am besten gefällt, wie umsichtig die Frankfurter Autorin Konflikte beschreibt ... Anne Chaplet spricht niemanden frei. Und sie stellt niemanden an den Pranger. Aber wie sollte sie: Wir haben sie doch schon ins Herz geschlossen, die klotzköpfigen Groß-Rodaer.« FRANKFURTER RUNDSCHAU/ 30./31.08.08/ Sylvia Staude »Gewohnt spannend entwickelt Chaplet ihre glaubhafte Story, die das bedrohliche hinter der harmlosen fassade der Wohlanständigkeit entblößt.« dpa/ 16.09.08 »Ein außergewöhnliches Buch mit feinfühliger Schreibe und eindrücklichen Figuren« NEWS/ 11.09.08 »Gerade in diesem Jahr, in dem die Erinnerungen an 1968 Hochkonjunktur haben und nicht unbedingt zu klareren Bildern verhelfen, spielt die Autorin mit dem Verlust an Erinnerung in einem Spannungsfeld von Rache, Schuld und Sühne, und sie verbindet die ganz großen Themen der Literatur in einer eleganten Konstruktion mit spannender Aufklärung gleich mehrerer verfahrener Geschichten.« RADIO BREMEN/ Lore Kleinert/ 16.08.08 »Spannender Lesegenuss mit viel oberhessischem Lokalkolorit« SÄCHSISCHE ZEITUNG/ 01.10.08 »Ein Kriminalroman über den mörderischen Sommer der Liebe ist neu. Und weil ihn Deutschlands preisgekrönte Krimiautorin Anne Chaplet ersonnen hat, sprengt er mit betont gesellschaftspolitischem Bezug und psychologischem Tiefgang die Grenzen des Genres. Denn Chaplet bleibt ihrem eindringlichen Stil treu, mit dem sie die Abgründe hinter der bürgerlichen Fassade beschreibt.« TV-HÖREN UND SEHEN/ 02.10.08 »Freie Liebe. Drogen. Revolution - die Autorin schreibt mit leichter Ironie und freiem Geist über eine Zeit, die nicht jeder so leicht und frei durchlebte ... eine gelungene Auseinandersetzung mit der jüngeren (west)deutschen Geschichte und der alten Unfähigkeit der Menschen, sich in Frieden zu lieben.« Die Zeit/ 09.10.08/Regula Venske »Feinsinning. Mit sehr guter Beobachtungsgabe geschrieben.« TRENDjounal/ 10/08 »Anne Chaplet verknüpft gekonnt die Gattungen Zeitgeschichte und Kriminalroman: Es geht um Schuld und Sühne - und das ist zeitlos.« HANNOVERSCHE ALLGEMEINE/ 15.10.08

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Anne Chaplet: "Schrei nach Stille, 27. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Schrei nach Stille (Gebundene Ausgabe)
40 Jahre nach dem "Summer of Love" 1968 wird die Dorfgemeinschaft des oberhessischen Dorfs Groß-Roda in Aufruhr versetzt und von den damaligen Geschehnissen eingeholt. Argwöhnisch wird die neu- bzw. wieder hinzugezogene Schriftstellerin Sophie Winter in ihrem alten verfallenen Fachwerkhaus von ihren spießigen Nachbarn beäugt.

Noch dazu ist ein 12-jähriger Junge verschwunden. Es ist unklar, was vor sich geht in dem alten und unheimlichen Haus, was damals passiert ist, wer Sophie Winter ist und was es mit dem verschwundenen Jungen Luca auf sich hat.

1968 waren drei Hippies in das Dorf Klein-Roda gezogen, sie wurden feindselig empfangen. Das oberhessische Dorf war offenbar nicht reif für die freie Liebe und allem, was dazugehörte. Als Sophie Winter dort auftaucht, scheint sich die Geschichte zu wiederholen, alte Wunden werden wieder aufgerissen und es wird in Dingen herumgestochert, die die Dorfbewohner am liebsten für immer vergessen hätten.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus drei Perspektiven erzählt: aus Paul Bremers, der selbst hinzugezogen ist, aus Giorgio DeLanges, einem Polizisten, der mit dem Fall selbst und Klein-Roda eigentlich nur zufällige Berührungspunkte hat, und schließlich aus Sophie Winters Perspektive selbst, die sich anfangs etwas verrückt anfühlt.

Seite für Seite kommt man so der Wahrheit über das Verbrechen, das 1968 im Sommer passiert ist, näher. Anne Chaplet schafft es, eine durchgehende Spannung vom Anfang bis zum Schluss aufzubauen. Fieberhaft versucht man, die Zusammenhänge zu erkennen. Ihr genauer Sprachstil und ihre Beschreibungen machen den Roman zu einer sehr angenehmen Lektüre. Durch ihre detaillierte Darstellung der Dorfgemeinschaft kann man sich regelrecht in das dörfliche, muffelige Spießbürgertum der späten 70er Jahre der BRD hineinfühlen.

Für mich ein rundherum gelungener Kriminalroman, der mehr ist, als "nur" ein normaler Kriminalroman. Toll!
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mut, 26. August 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schrei nach Stille (Gebundene Ausgabe)
gehört dazu, ein Buch so zu beginnen, beinahe schon philosophisch

macht sich ein Tropfen auf den Weg. Damit werden sich viele schwer tun, wenn in der Buchhandlung kurz in ein Buch hineingelesen wird und man einen Krimi erwartet.

Leider.

Bemerkenswert, dass die Autorin es dennoch wagt und auf ihre Leser baut, ihnen zutraut, sich auf die Reise zu begeben an einen recht düsteren Ort, voll Vorurteile, voller Schicksale, voller Rätsel.

"Vergessen ist Gefahr und Gnade zugleich."

Dieses Schicksal ereilt auch den unaufmerksamen Leser, das Buch hat meine volle Konzentration

gefordert und ich konnte nicht mal nebenbei ein paar Seiten lesen. Zu schnell geht eine Information, ein Detail flöten. Leider habe ich keinen der Vorgänger gelesen, sonst hätte ich mich wohl nicht über Seiten gehangelt, auf der Suche nach Brenner, der als eine der wenigen Figuren nicht groß eingeführt wurde.

Sprachlich schwebt Chaplet über vielen ihrer Kollegen, der Titel ein Oxymoron, die Sätze nahezu durchgehend kurz, prägnant. Kaum ein Wort, das verschwendet wird, und dennoch eine unglaublich bilderreiche Sprache. Ein kriminalistisches Kunstwerk, das lange ohne "echte" Spannung in Form von Leichenfunden, Verfolgungsjagden oder ähnlichem auskommt und dennoch packt den Leser eine unterschwellige Ahnung, ein Raunen und fesselt.

Dieser Stil fiel mir schwer, obwohl das Buch nicht viele Seiten füllt, erschien es mir lang - nicht aus Langeweile sondern aus dem Drang heraus mehr zu wollen, mehr Wissen, mehr Action... Dabei ist immer etwas los, die Handlungsstränge sind schön verwoben und wenn sich die Personen ändern, fängt meist ein neues Kapitel an, was bei den kurzen Absätzen eine große Hilfe ist, anders würde der Schwenk zwischen den Orten anstrengend.

Alles in allem hat mir "Schrei nach Stille" gut gefallen, ein etwas anderer Krimi, keine "leichte" Kost. Wenn man sich darauf einlässt, wird das Buch einen in den Bann ziehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Von Blumenkindern, vom Dorfleben und vom Verschwinden, 3. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Schrei nach Stille (Gebundene Ausgabe)
Sophie Winter wohnt in einem renovierungsbedürftigen Haus in Klein-Rhoda im Oberhessischen. Ein von ihr veröffentlichter Roman, wird zum Bestseller und soll jetzt verfilmt werden. In ihm geht es um die Hippiebewegung und um drei jungen Leute, die ihren Sommer der Liebe in einem kleinen Dorf verleben und damit bei der einheimischen Bevölkerung auf keine große Gegenliebe stoßen. Damals im Jahr 1968 verschwand eine junge Frau und als 40 Jahre später ein Junge verschwindet, brechen alte Wunden auf.

Es war mein erster Roman von Anne Chaplet und ich bin nicht abgeneigt, einen weiteren von ihr zu lesen. In den Kapiteln 2 bis 5 wird man mit vielen unterschiedlichen Personen konfrontiert und es war nicht einfach für mich sie auseinander halten zu können. Auch umfassen die Kapitel nicht allzu viele Seiten, so dass einem die Figuren vertraut werden könnten. Wenigstens sind sie so gut und mitreißend geschrieben, dass man dabei bleibt und gerne weiter liest. Nach einiger Zeit kam ich mit den relativ kurzen Kapiteln und dem Hin- und Herspringen zwischen den einzelnen Figuren besser zurecht und konnte mir langsam auch merken wer wer ist, obwohl ich mich mit Manchen schwer tat. Giorgio De Langes Privatleben wurde ein wenig zu ausführlich behandelt. Wenn der Roman mehr Seiten umfasst hätte, wäre es nicht weiter ins Gewicht gefallen, aber bei der Proportionierung der Kapitel fällt es auf. Es war sehr interessant über das Leben auf dem Lande zu lesen und welche Auswirkungen die drei Hippies in der Dorfgemeinschaft auslösten. Die Geschichte habe ich sehr gerne gelesen, obwohl es sich weniger um einen richtig guten, spannenden Krimi handelte und die Luft raus war, als bekannt war, was das Verschwinden der jungen Frau ausgelöst hatte.

Wer hier mit einer richtig spannenden Kriminalgeschichte rechnet, wird enttäuscht werden, aber die Geschichte ist interessant genug, dass es sich lohnt sie zu lesen.
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