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Schrecklich nette Frauen: 30 kriminell gute Portraits
 
 
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Schrecklich nette Frauen: 30 kriminell gute Portraits [Gebundene Ausgabe]

Christoph Nettersheim
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Bucher (19. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3765818836
  • ISBN-13: 978-3765818837
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 138.156 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wir wissen es nicht erst seit den Grimm schen Hausmärchen: Auch Frauen können sehr böse sein. Manche von ihnen sind legendär: Gesche Gottfried etwa, der Engel von Bremen", oder Bonnie, die in den 1930er-Jahren mit Clyde amerikanische Banken in Atem hielt. Andere gilt es noch zu entdecken wie die indische Banditenkönigin Phoolan Devi. Eine unterhaltsame Sammlung von Frauenportraits: jedes anders und alle unbedingt lesenswert.

Über den Autor

Christoph Nettersheim, Jahrgang 1970, studierte Buchwissenschaft, Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft in Mainz. Er arbeitete als Lexikonredakteur in den Ressorts Literatur, Film, Medien, Musik sowie Jugend- und Alltagskultur, bevor er sich 2001 selbstständig machte. Seitdem ist er als freiberuflicher Lektor, Redakteur und Autor tätig.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Reinhard Busse TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Sie sind sanft. Zartfühlend. Liebreizend. Wesensgut. Können keiner Fliege etwas zuleide tun. Die Rede ist, natürlich, von Frauen.
Und doch: Es muss sie geben, die weiblichen Gegenstücke zu Jack the Ripper, Fritz Haarmann und Charles Manson. Durchtriebene Miststücke, die kalt lächelnd ihre Ehemänner um die Ecke bringen, um von dem Erbe in Saus und Braus zu leben. Pistolenschwingende Banditinnen, die ohne Skrupel eine Bank nach der anderen ausrauben. Brutale Serienmörderinnen, die aus Habgier oder Hass über Leichen gehen - oder auch nur, weil sie auf den Geschmack des Tötens gekommen sind.
Und tatsächlich: Es gibt sie, die außergewöhnlichen kriminellen Frauen ... [Aus dem Vorwort von Christoph Nettersheim]
~~~~~~~~~~
Auch Frauen können sehr böse sein. 30 solche schrecklich *netten* Frauen aus der jüngeren und ferneren Geschichte porträtiert dies vorliegende Buch.
*Sie endete im Topf, wie die anderen zwei auch* notierte Leonarda Cianciulli über ihr drittes Opfer. Der Grund, weshalb man die italienische Serienkillerin auch die "Seifenmacherin von Correggio" nannte.
Bonnie lud nach, wenn Clyde geschossen hatte und schließlich starb Amerikas berühmtestes Gangsterduo am 23. Mai 1934 im Kugelhagel der Polizei.
Gesche Gottfried, der "Engel von Bremen", vergiftete mit arsenhaltiger Mäusebutter vor allem die Verwandtschaft und war die letzte Delinquentin einer öffentlichen Hinrichtung in Bremen.
Die eine befahl ihrem Mann, sich ein Bein abzuhacken, um eine Unfallversicherung zu kassieren.
Eine andere tötete mehr als dreißig Liebhaber, nur weil sie für jeden von ihnen die letzte Frau im Leben sein wollte.
Und einer gelang das Kunststück, ganze vier Ehemänner in den Selbstmord zu treiben ...
~~~~~~~~~~
Fazit: Auch Frauen können sehr böse sein. Ein wirklich höchst abwechslungsreiches Buch mit 30 Porträts (inklusive Fotos) legendärer wie auch völlig unbekannter oder vergessener Verbrecherinnen: schaurig-schöne Geschichten, die man kaum glauben könnte oder möchte - wenn sie nicht alle wahr wären!
Dieses ungemein spannende, aber auch amüsante Lesebuch vereint Geschichten von Habgier, Luxussucht, Rache, Eifersucht sowie einer großen Portion Männerhass - und dem Rausch des Tötens!
Sehr empfehlenswert ... und ein paar schrecklich nette Stunden sind garantiert.
[Reinhard Busse]
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Darf man 30 kriminelle Frauen hochleben lassen? Nun ja, betrachten wir es nicht juristisch, sondern zeigen wir uns belebt von Frauen die sich nichts mehr sagen lassen in einer von Männern dominierten Welt, einer Welt in der sogar die die Gefängnisse von Männern dominiert wurden. Doch wie schrecklich nett waren denn diese Frauen? Waffen, Luxus, Habgier, Irrsinn, Eifersucht und, Ja - auch Männerhass - eine amüsante Mischung die uns diese Frauen sehr nahe bringt und verstehen lässt - zum Teil - warum sie gerade diesen Weg wählten... Rebellion...

Die Lebensgeschichte der Blutgräfin kannte ich bereits und ich empfand es eher als eine traurige Geschichte, wohingegen Bonnie Parker sofort Assoziationen von Rebellin und wilder Kraft entfachte.

Wie steht es um Gesche Gottfried, dem Engel von Bremen oder einer indischen Banditenkönigen Namens Phoolan Devi die sogar am Ende ihres Lebens (1996) ins indische Parlament einzog?

Frauen können auch Böse sein, muss ich da erst auf Margret Thatcher verweisen, Nein, Spaß beiseite Böse war Margret Thatcher nun wirklich nicht a er ein Frau die wusste was sie wollte.

Ich finde es toll all diese kleinen Biographien von Frauen zu lesen, die etwas ungewöhnlicher lebten, ein Leben in der Gefahr, ein Leben jenseits des Gesetzes, ein Leben voller Spannung...

Ein tolles Buch das uns Frauen zeigt, wild, gefährlich, unnahbar, voller Verlangen und einem Hunger nach Leben der uns heutzutage fast fremd vorkommen mag.

Sehr empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bitterböse 9. Februar 2012
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Sie scheinen uns zu faszinieren, die kriminellen Frauen: über die bekannteste, die ungarische "Blutgräfin" Erszébet Báthory gibt es mehrere Kinofilme (Die Gräfin, Báthory), von Adele Spitzeder (1832-1895) handelte kürzlich ein Film im Fernsehen (Die Verführerin Adele Spitzeder) und Bonnie Parker (die von Bonnie und Clyde), ist sowieso Legende. Die Biografie von Kate Barker (1873-1935) diente als Vorbild für "Ma Dalton" aus den Lucky-Luke-Comics und dem Hit Ma Baker von Boney M. aus den 70er Jahren.

Es verschlägt einem die Sprache, wenn man von den bitterbösen Taten der insgesamt 30 gewalttätigen Frauen, die in dieser Porträtsammlung genannt werden, liest. Wohlgemerkt: wir bewegen uns nicht im Bereich des Märchens - diese Frauen haben wirklich gelebt und sind wirklich gestorben, manche still und leise, manche wurden hingerichtet, von manchen weiß man nicht, was aus ihnen geworden ist (z.B. Kate Bender 1848 - 1873?, verschwand spurlos).

Christoph Nettersheim listet in 30 Kurzbiografien unsentimental und sachlich die weiblichen Gräueltaten auf: dabei sind oft niedere Beweggründe, wie Luxussucht, Habgier oder Eifersucht das Motiv, manchmal besteht aber auch nur die Lust am Töten, wie im Falle der o.g. Gräfin Erszébet Báthory (1560-1614), gegen die die ungarische Obrigkeit 30 Jahre lang nichts unternommen hat, da man gegen den Hochadel nun einmal nichts unternahm.

Dabei müssen wir uns diese Frauen nicht abstoßend, unansehnlich und widerlich vorstellen, nein - Zitat, sie wirkten z.B. "unauffällig" (Marie Alexandrine Becker, 1877-1938), hatten ein "sympathisches Wesen" (Louise Peete, 1880 - 1947) oder waren die "Verkörperung der freundlichen, hilfsbereiten, großmütterlichen Frau" (Dorothea Puente, 1929-2011). Schon im Vorwort berichte der Autor von einer Frau, die wegen Mordes an ihren drei Ehemännern vor Gericht stand. Zitat: "Die Indizienlage war erdrückend. Doch Becky war so bezaubernd schön, ihr tränenreicher Auftritt so anrührend, dass die Geschworenenjury es nicht über sich brachte, sie zu verurteilen ..."

Um eine der Kurzbiografien zu lesen, braucht man zwischen fünf und zehn Minuten. Der Stil von Christoph Nettersheim ist klar und gut lesbar; leider erspart er uns keine unappetitlichen Details - doch die gehören bei so einem Thema vermutlich dazu. Dennoch kann auch der Autor den Motiven dieser 30 bitterbösen Frauen nur nachspüren. Es will einem nicht wirklich einleuchten, warum jemand so abgrundtief böse Dinge tut.

Fazit: Bei einigen der 30 Kurzbiografien wurde mir ganz anders; wer die Frau nach diesem Buch noch für das schwache Geschlecht hält, ist unbelehrbar. 4 Punkte für die Recherchearbeit und den Erzählstil von Christoph Nettersheim. Zu 5 Punkten kann ich mich allein schon wegen der Frage nach der Moral nicht durchringen.
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