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Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich Taschenbuch – 2006

3.5 von 5 Sternen 117 Kundenrezensionen

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Die meisten Leute würden sich sehr wahrscheinlich ein Loch in den Bauch freuen, wenn man sie zu einer Kreuzfahrt auf einem Luxusdampfer -- Typ Queen Elisabeth II -- einladen würde, mit allem Pipapo und allen Schikanen und nur einer einzigen Bedingung: "Lass Dich feudal durch die Karibik schippern und schreib einfach auf, was Du gesehen hast!"

Ein Traum -- dachte sich wahrscheinlich auch David Foster Wallace, als er von einer "Edelgazette von der Ostküste" (Harper's Magazine) genau dies angeboten bekam. Über die einwöchige Fahrt auf dem 47.255-Tonnen Schiff der Celebrity Cruises Inc. -- "so sauber und so weiß wie nach einer Kochwäsche" -- hat Wallace dann eine einzigartige "Doku-Postkarte im Breitwandformat" verfasst, deren gut gemeinte Einschätzung durch den Verlag als ein "Juwel moderner Reiseliteratur" eher von einer gewissen Ratlosigkeit zeugt als von einer realistischen Einschätzung des Berichtes. Denn die Kreuzfahrt-Reportage des hochgelobten amerikanischen Autoren schert sich herzlich wenig um die Konventionen herkömmlicher Reiseliteratur und widmet sich stattdessen einer ebenso detaillierten wie angenehm verstörenden Beschreibung des unvergleichlichen Soziotops an Bord eines Luxusliners, wo man für 3.000 Dollar die "feinen cocktailogischen Unterschiede zwischen einem Slippery Nipple und einem Fuzzy Navel" vermittelt bekommt und "1500 Mal Zielobjekt des berühmten amerikanischen Service-Lächelns" wird.

Natürlich wäre nichts einfacher, als sich über amerikanische Wohlstandsrentner zynisch auszulassen, die sich im Ententanz der Verwöhnmaschine eines Karibik-Cruisers hingeben und gleichzeitig "mit unterernährten Kindern um den Preis von Halskettchen" feilschen. Doch Wallace' Perspektive auf die Marotten der Reichen und Superreichen ist zugleich komplexer und ehrlicher. Obsessiv bis in die Details (und mit 136 Fußnoten!) beschreibt Wallace die surreale Atmosphäre eines Kreuzschiffes und seine eigenen Reaktionen darauf; eine dokumentarische Tour de Force, die sämtliche Fassetten von tragisch bis komisch durchläuft und dabei nie oberflächlich oder langweilig wird. Nach dem Kleinen Mädchen mit komischen Haaren und den Kurzen Interviews mit fiesen Männern haben deutsche Leser hier die Gelegenheit, eine weitere beeindruckende Seite dieses vielseitigen Autoren kennen zu lernen, der neben Jonathan Franzen und Michael Chabon inzwischen zu den führenden amerikanischen Schriftstellern der jüngeren Generation gezählt wird.

Und natürlich warten wir schon ungeduldig auf die Übersetzung von Wallace' Magnum Opus Infinite Jest -- am besten durch Marcus Ingendaay, der auch diese Kreuzfahrt meisterhaft bewältigt hat! --Peter Schneck -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Aus dem Redaktionsbüro "imh-service.de"

Im Auftrag von „Harper’s Magazine“ begibt sich der amerikanische Schriftsteller David Foster Wallace auf eine Kreuzfahrt durch die Karibik. Statt eine gewöhnliche Reportage über die Reise auf dem griechischen Schiff „Nadir“ abzuliefern, setzt sich Wallace mit vollstem Unverständnis mit den Eigenarten des Phänomens „Kreuzfahrt“ auseinander. Auf vier CDs werden Gedankenbilder kreiert, die mit hoher Komplexität und Genauigkeit die Beobachtungen des unwilligen Reisenden wiedergeben: die kritische Betrachtung des penetranten „Service-Lächelns“ des Bord-Personals oder von Conga-tanzenden Touristen in Hawaii-Hemden, die Verbindung von Werbung und Journalismus oder die Begegnung mit Hospitality-Hostess Geli, die vermutlich einen orthopädischen Schuh trägt.

Dietmar Bär, bekannt als Kölner Tatort-Kommissar und Sprecher vieler Krimi-Hörbücher, liest das Buch nüchtern und ruhig. Das ist sehr angenehm und macht es leicht, den komplexen Schilderungen zu folgen. Die trockene Sprechweise Bärs und die geballte Ladung Sarkasmus des Autors sorgen für einen amüsanten Hörspaß. Wer andere Werke von Wallace gelesen hat und seine intelligente Schreibe zu schätzen weiß, sollte nicht versäumen, bei diesem Hörbuch die Augen zu schließen, an den Erzählungen über die Leiden eines Pauschaltouristen teilzuhaben und dabei den frischen Meerwind zusammen mit dem stinkenden Mief des Luxus und des Nichtstuns zu riechen. – Jana Kaminski und Björn Akstinat / IMH -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Was für ein ergötzliches Buch! Allen jenen, die den Massentourismus verabscheuen, sei es ans Herz gelegt!

Mit Witz, Ironie und Sarkasmus beschreibt David Foster Wallace eine Kreuzfahrt, die er im Auftrag von Harper's Magazine angetreten hat. Er soll einen möglichst positiven Bericht abgeben, der nichts anderes als eine verkappte Werbung für die Schiffslinie sein soll.

Wie er das Abenteuer seiner Reise angeht, das ist unübertroffen! Voller Staunen sieht er die Reinlichkeit, die Freundlichkeit, den Service und die vor Freude überbordenden Mitreisenden, die sich zu dem Massenabenteuer entschlossen haben.

Man stelle sich einen Mann vor, der Stille liebt, der Individualist ist, der alle Gleichmacherei hasst, und der nun plötzlich in diesem Trubel landet. Mit beißendem Humor beobachtet er das "Volk", das sich diesem Spektakel ausliefert und auch noch Freude daran hat! Er kann es kaum fassen. Animateure sorgen die ganze Zeit dafür, dass niemand zur Besinnung kommt. Jeglicher freie Moment wird mit Spiel, Spaß und Wellness vollgepfropft und wehe, einer entzieht sich dem allgemeinen Freudentaumel. Das gibt es nicht! Man hat sich dem Programm zu fügen, und die meisten tun das ja auch. Nur unser Autor erlebt fast so etwas wie die Dantesche Hölle, als er sich in diesem Event wiederfindet. Auch geißelt er das "Professional Smile" der Bediensteten, das wie eingefroren wirkt. Es treibt ihn zur Verzweiflung, weil niemand sicher sein kann, was hinter dieser Dauerfassade der Freundlichkeit in Wirklichkeit lauert. Mit ausdauernder Komik trägt er seine Beobachtungen vor und bringt den Leser zum Lachen.
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Format: Taschenbuch
Mit dem Hintergrund, dass der Autor sich vo einigen Jahren selbst das Leben nahm ließt man dieses amüsante Buch natürlich anders. Denn man kann hier schon erahnen, was den Autor quälte. Die ausgesucht-unreflektierten Kuriositäten und Mentalitäten an Deck des Kreuzfahrtschiffes werden zu grausigen Begleitern des unruhig-charmanten Erzählers, der versucht irgendwo in dieser plastinierten Vergnügung ein paar "echte Menschen" zu entdecken. Und sich gleichzeitig laufend fragt, was mach ich hier? Antwort: Ich lase mich verwöhnen.
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Format: Taschenbuch
Kreuzfahrten - viele von uns träumten schon davon und bekommen ein verklärt lächelndes Gesicht, wenn sie nur daran denken. Zu diesen Menschen zähle ich mich nicht! Meine Liebe für das Meer entfaltet sich vom Strand aus. Der Gedanke, von nichts als Wasser umgeben zu sein, so weit das Auge reicht, hat für mich eher etwas Bedrohliches. Und wenn ich an eine Kreuzfahrt denke, so sehe ich nicht nur die Möglichkeit, viel schöne Natur zu sehen zu bekommen - was ich durchaus als reizvoll empfinden kann -, sondern eher das Kreuzfahrtschiff als schwimmende Club-Anlage: rumhüpfende Animateure mit ins Gesicht gemeißeltem Frohsinn, die immer einen kessen Spruch auf den Lippen haben, Poolspielchen, Polonaisen und Showprogramme am Rande des guten Geschmacks. Oder wie David Foster Wallace es nennt: gut organisierter Ringelpietz.
David Foster Wallace machte diese Reise für das Harper's Magazine im März 1995, aber sein Bericht hat nicht an Aktualität verloren, denn er hat gekonnt das eingefangen, was ich mal die Kreuzfahrt-Mentalität nennen will. Urlauber, die sich mal was Außergewöhnliches gönnen wollen und die immer wieder das Gefühl haben, sich dafür rechtfertigen zu müssen: "Das habe ich mir verdient, das waren schwere Monate!" oder "Wer so viel arbeitet, muss sich auch mal was gönnen!". Personal, dass den Gästen jeden Wunsch von den Augen abliest, selbst Wünsche, von denen der Gast selber noch gar nichts weiß. Ein Hotelbetrieb, der so sauber und ordentlich und so lückenlos durchorganisiert ist, dass die Gäste eine Woche lang keinen einzigen Finger krumm machen müssen. Wallace nennt das Ganze eine "schwimmende Hochzeitstorte" und meint damit sicher nicht nur die Optik.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch liest sich flüssig - das hat aber auch vielleicht Nachteile. Denn allzu leicht gerät ein ungeübter oder weichgespülter Leser auf der Suche nach dem "Brüller" in das Fahrwasser oberflächlichen Lesens. Und es entgeht ihm durch dieses wirklich lesenswerte Buch ein Einblick, der das Leben verändern kann.

Um bei der Lektüre dieses Buches nicht das Interesse zu verlieren und einfach weggespült zu werden, sondern dem Autor auf die Schliche zu kommen, braucht man Leseerfahrung und eine gewisse Bildungsgrundlage.

Und um nicht in die tief depressive Grundstimmung dieses Autors zu verfallen, ist außerdem ein Mindestmaß an Optimismus hilfreich.

Es ist einerseits erheiternd und dann auch wieder nicht, wenn man mitbekommt, dass einige Leser zu diesem Buch gekommen sind, weil sie einer auf dem Buchumschlag abgedruckten Leseempfehlung von Harald Schmidt gefolgt und bei der Suche nach Pointen gar nicht wie erwartet fündig geworden sind. Harald Schmidt bietet bei seiner Arbeit zwar ausreichend Schenkelklpfer-Pointen für Leute, die kurz vor dem Schlafengehen noch einmal ordentlich Fun" haben bzw. ablachen" wollen. Oft wird Dirty-Harry darauf aber reduziert. Wie ich meine zu Unrecht. Die anarchistischen und bitterbösen Seiten werden dabei leicht übersehen. Und nur diese Sekundärtugenden von Herrn Schmidt können meines Erachtens erklären, warum er dieses Buch lobt.

Dass viele Leser aber diesen Aspekt nicht wahrnehmen, dürfte der Grund für so manche Rezension hier sein.
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