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Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich.
 
 
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Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich. [Taschenbuch]

David Foster Wallace , David Foster Wallace
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (83 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die meisten Leute würden sich sehr wahrscheinlich ein Loch in den Bauch freuen, wenn man sie zu einer Kreuzfahrt auf einem Luxusdampfer -- Typ Queen Elisabeth II -- einladen würde, mit allem Pipapo und allen Schikanen und nur einer einzigen Bedingung: "Lass Dich feudal durch die Karibik schippern und schreib einfach auf, was Du gesehen hast!"

Ein Traum -- dachte sich wahrscheinlich auch David Foster Wallace, als er von einer "Edelgazette von der Ostküste" (Harper's Magazine) genau dies angeboten bekam. Über die einwöchige Fahrt auf dem 47.255-Tonnen Schiff der Celebrity Cruises Inc. -- "so sauber und so weiß wie nach einer Kochwäsche" -- hat Wallace dann eine einzigartige "Doku-Postkarte im Breitwandformat" verfasst, deren gut gemeinte Einschätzung durch den Verlag als ein "Juwel moderner Reiseliteratur" eher von einer gewissen Ratlosigkeit zeugt als von einer realistischen Einschätzung des Berichtes. Denn die Kreuzfahrt-Reportage des hochgelobten amerikanischen Autoren schert sich herzlich wenig um die Konventionen herkömmlicher Reiseliteratur und widmet sich stattdessen einer ebenso detaillierten wie angenehm verstörenden Beschreibung des unvergleichlichen Soziotops an Bord eines Luxusliners, wo man für 3.000 Dollar die "feinen cocktailogischen Unterschiede zwischen einem Slippery Nipple und einem Fuzzy Navel" vermittelt bekommt und "1500 Mal Zielobjekt des berühmten amerikanischen Service-Lächelns" wird.

Natürlich wäre nichts einfacher, als sich über amerikanische Wohlstandsrentner zynisch auszulassen, die sich im Ententanz der Verwöhnmaschine eines Karibik-Cruisers hingeben und gleichzeitig "mit unterernährten Kindern um den Preis von Halskettchen" feilschen. Doch Wallace' Perspektive auf die Marotten der Reichen und Superreichen ist zugleich komplexer und ehrlicher. Obsessiv bis in die Details (und mit 136 Fußnoten!) beschreibt Wallace die surreale Atmosphäre eines Kreuzschiffes und seine eigenen Reaktionen darauf; eine dokumentarische Tour de Force, die sämtliche Fassetten von tragisch bis komisch durchläuft und dabei nie oberflächlich oder langweilig wird. Nach dem Kleinen Mädchen mit komischen Haaren und den Kurzen Interviews mit fiesen Männern haben deutsche Leser hier die Gelegenheit, eine weitere beeindruckende Seite dieses vielseitigen Autoren kennen zu lernen, der neben Jonathan Franzen und Michael Chabon inzwischen zu den führenden amerikanischen Schriftstellern der jüngeren Generation gezählt wird.

Und natürlich warten wir schon ungeduldig auf die Übersetzung von Wallace' Magnum Opus Infinite Jest -- am besten durch Marcus Ingendaay, der auch diese Kreuzfahrt meisterhaft bewältigt hat! --Peter Schneck -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2002
Als "Glücksfall" feiert Richard Kämmerlings diesen zuerst 1996 im "Harper's Magazine" erschienenen Essay von David Foster Wallace. Der Autor wurde damals von der Redaktion eingeladen, an einer siebentägigen Karibik-Kreuzfahrt teilzunehmen, berichtet der Rezensent. "Entstanden ist", jubelt er begeistert, "ein Meisterstück der literarischen Reportage". Wie er ausführt, protokolliert Wallace seinen Selbstversuch mit äußerster Präzision - von der Einschiffung bis zum letzten Dinner an Bord, wobei sich sein analytischer Blick und seine überscharfe Selbstwahrnehmung auf virtuose Weise verbinden. Man erfahre alles, was man je über eine Kreuzfahrt wissen wollte (und noch viel mehr). Die genaue Abbildung des Mikrokosmos auf dem Schiff versteht Kämmerlings als Parabel auf den Western way of life. Der "Seven-Night-Caribbean"-Cruise ist für ihn eine "Höllenfahrt der Luxusklasse", deren Qual in der unendlichen Wiederholung des Vergnügens besteht. Wallace zeigt seines Erachtens die "subtilen Abhängigkeiten und Fremdsteuerungen" des Subjekts, dessen Bewusstsein im "Klammergriff von Konsum und Medien" tödlich erstarrt. Dabei erweist sich Wallace für Kämmerlings nicht als Moralist oder Griesgram, sondern als "unbestechlicher Diagnostiker menschlichen Leidensdrucks gerade unter der Fassade grenzenloser Lustbefriedigung".

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 17.09.2002
Einfach amüsiert ist Jan Brandt vom eigenwilligen Reisebericht, den der reisefaule David Foster Wallace nach bezahlter Teilnahme an einer klassischen Luxuskreuzfahrt vor der Küste Floridas abliefert. Statt sich vom Urlaubswahn anstecken zu lassen, bewahrt sich Wallace seinen "trotzigen, entrückten Standpunkt", der es ihm ermöglicht, den Horrortrip und damit die perfekt durchinszenierte und "überdrehte Vergnügungsmaschinerie der amerikanischen Gesellschaft" (sicher als exemplarisch auch für andere Länder) auf "mitunter bösartige" Weise zu entlarven und zu analysieren, findet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Bestes Animationsprogramm." (Brigitte)

"
"Ein Meisterstück der literarischen Reportage, bis ins kleinste nautische und gruppenpsychologische Detail recherchiert." (FAZ)

"Vielen Dank für das Buch, ich hätte es mir eh gekauft." (Harald Schmidt)

Kurzbeschreibung

Eine siebentägige Luxuskreuzfahrt in der Karibik kann es eine kürzere Definition für die Hölle geben? David Foster Wallace, das brillante Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartsliteratur, hat sich für eine Woche an Bord des Luxusdampfers Zenith begeben und sich mit manischer Begeisterung darangemacht, die USA in die Einzelteile ihrer Lebensformen zu zerlegen (Literaturen). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

"Eine Kreuzfahrt dieser Kategorie ist ein fulminantes Erlebnis, mit dem Buch von David Foster Wallace ein Ereignis."
Harald Schmidt in Focus

"Ebenso klug wie brüllend komisch."
Der Standard

"Lesen Sie dieses Buch heimlich, wenn Sie nicht wollen, dass die transatlantischen Beziehungen wegen eines Schiffes den Bach runtergehen. Aber lesen Sie es!"
Rheinischer Merkur -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

David Foster Wallace, geboren 1962 in Ithaca/New York, hat Literatur und Philosophie studiert, war Tennisprofi und lehrte am Pomona College in Claremont/Kalifornien. Er schrieb Romane und Storys. Im September 2008 wurde der Schriftsteller tot in seinem Haus im kalifornischen Claremont aufgefunden.
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