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Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich.
 
 
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Schrecklich amüsant - aber in Zukunft ohne mich. [Taschenbuch]

David Foster Wallace , David Foster Wallace
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 185 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462033883
  • ISBN-13: 978-3462033885
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (82 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 161.263 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David Foster Wallace
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die meisten Leute würden sich sehr wahrscheinlich ein Loch in den Bauch freuen, wenn man sie zu einer Kreuzfahrt auf einem Luxusdampfer -- Typ Queen Elisabeth II -- einladen würde, mit allem Pipapo und allen Schikanen und nur einer einzigen Bedingung: "Lass Dich feudal durch die Karibik schippern und schreib einfach auf, was Du gesehen hast!"

Ein Traum -- dachte sich wahrscheinlich auch David Foster Wallace, als er von einer "Edelgazette von der Ostküste" (Harper's Magazine) genau dies angeboten bekam. Über die einwöchige Fahrt auf dem 47.255-Tonnen Schiff der Celebrity Cruises Inc. -- "so sauber und so weiß wie nach einer Kochwäsche" -- hat Wallace dann eine einzigartige "Doku-Postkarte im Breitwandformat" verfasst, deren gut gemeinte Einschätzung durch den Verlag als ein "Juwel moderner Reiseliteratur" eher von einer gewissen Ratlosigkeit zeugt als von einer realistischen Einschätzung des Berichtes. Denn die Kreuzfahrt-Reportage des hochgelobten amerikanischen Autoren schert sich herzlich wenig um die Konventionen herkömmlicher Reiseliteratur und widmet sich stattdessen einer ebenso detaillierten wie angenehm verstörenden Beschreibung des unvergleichlichen Soziotops an Bord eines Luxusliners, wo man für 3.000 Dollar die "feinen cocktailogischen Unterschiede zwischen einem Slippery Nipple und einem Fuzzy Navel" vermittelt bekommt und "1500 Mal Zielobjekt des berühmten amerikanischen Service-Lächelns" wird.

Natürlich wäre nichts einfacher, als sich über amerikanische Wohlstandsrentner zynisch auszulassen, die sich im Ententanz der Verwöhnmaschine eines Karibik-Cruisers hingeben und gleichzeitig "mit unterernährten Kindern um den Preis von Halskettchen" feilschen. Doch Wallace' Perspektive auf die Marotten der Reichen und Superreichen ist zugleich komplexer und ehrlicher. Obsessiv bis in die Details (und mit 136 Fußnoten!) beschreibt Wallace die surreale Atmosphäre eines Kreuzschiffes und seine eigenen Reaktionen darauf; eine dokumentarische Tour de Force, die sämtliche Fassetten von tragisch bis komisch durchläuft und dabei nie oberflächlich oder langweilig wird. Nach dem Kleinen Mädchen mit komischen Haaren und den Kurzen Interviews mit fiesen Männern haben deutsche Leser hier die Gelegenheit, eine weitere beeindruckende Seite dieses vielseitigen Autoren kennen zu lernen, der neben Jonathan Franzen und Michael Chabon inzwischen zu den führenden amerikanischen Schriftstellern der jüngeren Generation gezählt wird.

Und natürlich warten wir schon ungeduldig auf die Übersetzung von Wallace' Magnum Opus Infinite Jest -- am besten durch Marcus Ingendaay, der auch diese Kreuzfahrt meisterhaft bewältigt hat! --Peter Schneck -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2002
Als "Glücksfall" feiert Richard Kämmerlings diesen zuerst 1996 im "Harper's Magazine" erschienenen Essay von David Foster Wallace. Der Autor wurde damals von der Redaktion eingeladen, an einer siebentägigen Karibik-Kreuzfahrt teilzunehmen, berichtet der Rezensent. "Entstanden ist", jubelt er begeistert, "ein Meisterstück der literarischen Reportage". Wie er ausführt, protokolliert Wallace seinen Selbstversuch mit äußerster Präzision - von der Einschiffung bis zum letzten Dinner an Bord, wobei sich sein analytischer Blick und seine überscharfe Selbstwahrnehmung auf virtuose Weise verbinden. Man erfahre alles, was man je über eine Kreuzfahrt wissen wollte (und noch viel mehr). Die genaue Abbildung des Mikrokosmos auf dem Schiff versteht Kämmerlings als Parabel auf den Western way of life. Der "Seven-Night-Caribbean"-Cruise ist für ihn eine "Höllenfahrt der Luxusklasse", deren Qual in der unendlichen Wiederholung des Vergnügens besteht. Wallace zeigt seines Erachtens die "subtilen Abhängigkeiten und Fremdsteuerungen" des Subjekts, dessen Bewusstsein im "Klammergriff von Konsum und Medien" tödlich erstarrt. Dabei erweist sich Wallace für Kämmerlings nicht als Moralist oder Griesgram, sondern als "unbestechlicher Diagnostiker menschlichen Leidensdrucks gerade unter der Fassade grenzenloser Lustbefriedigung".

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Die Tageszeitung, 17.09.2002
Einfach amüsiert ist Jan Brandt vom eigenwilligen Reisebericht, den der reisefaule David Foster Wallace nach bezahlter Teilnahme an einer klassischen Luxuskreuzfahrt vor der Küste Floridas abliefert. Statt sich vom Urlaubswahn anstecken zu lassen, bewahrt sich Wallace seinen "trotzigen, entrückten Standpunkt", der es ihm ermöglicht, den Horrortrip und damit die perfekt durchinszenierte und "überdrehte Vergnügungsmaschinerie der amerikanischen Gesellschaft" (sicher als exemplarisch auch für andere Länder) auf "mitunter bösartige" Weise zu entlarven und zu analysieren, findet der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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66 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schrecklich amüsant und in Zukunft bin ich wieder mit dabei!, 17. Dezember 2002
David Foster Wallace wird von einer Zeitschrift beauftragt eine einwöchige Luxuskreuzfahrt mitzumachen und einfach über seine Eindrücke zu berichten. Sie schicken Foster dorthin ohne ihm klarzumachen welche Art von Bericht sie erwarten. Nun zum Glück haben sie das nicht gemacht. Wer hätte auch schon gedacht das Foster hier ein Werk niederschreibt das vor Witz und ironischen Anspielungen nur so strotzt. Er läßt sich in diesem Buch über die amerikanische Lebensweise aus und beschreibt viele andere Begebenheiten an Bord, wie zum Beispiel die Toiletten, um genau zu sein das "Unterdruck-Abwasser-System", von dem er sich garnicht mehr los reißen kann. Auch Fosters Beschreibungen von den Mitreisenden sind sehr bissig und treffen für mich genau auf den Punkt. Insgesamt gesehen kommt man zu dem Schluss wie ich finde, dass Foster diese Kreuzfahrt nicht gerade umhaut, was auch daran liegen mag, dass er allein reist und das die Mitreisenden so ziemlich alle über 50 sind so wie er sagt.
Also ich für meinen Teil finde das Buch absolut witzig und gelungen. Ich werde mir auch noch die anderen Werke Fosters zulegen.
Auch die deutsche Übersetzung ist für mich ungewöhlich gut. Wer dieses Buch liest wird es auf keinen Fall bereuen!!!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Schrecklich amüsant - wirklich!, 14. Juli 2011
Von 
Kreuzfahrten - viele von uns träumten schon davon und bekommen ein verklärt lächelndes Gesicht, wenn sie nur daran denken. Zu diesen Menschen zähle ich mich nicht! Meine Liebe für das Meer entfaltet sich vom Strand aus. Der Gedanke, von nichts als Wasser umgeben zu sein, so weit das Auge reicht, hat für mich eher etwas Bedrohliches. Und wenn ich an eine Kreuzfahrt denke, so sehe ich nicht nur die Möglichkeit, viel schöne Natur zu sehen zu bekommen - was ich durchaus als reizvoll empfinden kann -, sondern eher das Kreuzfahrtschiff als schwimmende Club-Anlage: rumhüpfende Animateure mit ins Gesicht gemeißeltem Frohsinn, die immer einen kessen Spruch auf den Lippen haben, Poolspielchen, Polonaisen und Showprogramme am Rande des guten Geschmacks. Oder wie David Foster Wallace es nennt: gut organisierter Ringelpietz.

David Foster Wallace machte diese Reise für das Harper's Magazine im März 1995, aber sein Bericht hat nicht an Aktualität verloren, denn er hat gekonnt das eingefangen, was ich mal die Kreuzfahrt-Mentalität nennen will. Urlauber, die sich mal was Außergewöhnliches gönnen wollen und die immer wieder das Gefühl haben, sich dafür rechtfertigen zu müssen: "Das habe ich mir verdient, das waren schwere Monate!" oder "Wer so viel arbeitet, muss sich auch mal was gönnen!". Personal, dass den Gästen jeden Wunsch von den Augen abliest, selbst Wünsche, von denen der Gast selber noch gar nichts weiß. Ein Hotelbetrieb, der so sauber und ordentlich und so lückenlos durchorganisiert ist, dass die Gäste eine Woche lang keinen einzigen Finger krumm machen müssen. Wallace nennt das Ganze eine "schwimmende Hochzeitstorte" und meint damit sicher nicht nur die Optik.

Seine Beschreibungen der Crew und seiner Mitreisenden schwankt zwischen tiefer Sympathie für liebenswerte Schrullen und freigelegtem Hass auf hochnäsige Reisende und Mitarbeiter, die ihm blöd kommen. Das mag man kritisieren, ich fand es herrlich erfrischend. Und dank David Foster Wallace kenne ich nun auch die eine Frage auf der Welt, die noch blöder ist als die des Sitznachbarn im Flugzeug, der fragt: "Fliegen sie auch nach Mallorca?". Und zwar: "Schläft die Crew auch an Bord?" - ich habe Tränen gelacht! Die Vorstellung, dass abends kleine Schlafbötchen aufs Wasser gelassen werden, die das riesige Kreuzfahrtschiff einrahmen und in denen die Mitarbeiter schlafen, lässt mich nicht mehr los.

Besonders gefallen hat mir auch Wallaces Sprache. Sie ist unheimlich eloquent und erfinderisch, z.B. beschreibt er die Farbe eines Sakkos als "menstruales Rosa" oder bezeichnet den Klang des Nebelhorns als "durchbebenden Darmwind der Götter".

Doch wer meint, alles in diesem Buch sei einfach nur witzig und flapsig, der irrt. Gerade Wallces Analysen des typischen Servicelächelns oder über die Last des sich immer verwöhnen Lassens, haben sehr viel Tiefgang und fördern interessante Erkenntnisse zutage.

Und so hatte ich viel Freude an diesem Buch, zum einen, weil sich Vorurteile bestätigten - und ich stehe dazu, dass mir das gefällt - und zum anderen, weil David Foster Wallace ein Mitreisender gewesen wäre, an dem ich meine helle Freude gehabt hätte: gesegnet mit einem Humor, der von ironisch zu zynisch tendiert, aber auch geplagt mit einer gewissen Hilflosigkeit angesichts dieses ganzen Luxus, die ihn auch mal über sich selbst lachen lässt.
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39 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Dem deutschen Leser entgeht einiges, 3. September 2009
Ich habe "A Supposedly Fun Thing I'll Never Do Again" auf englisch gelesen und war doch sehr entsetzt, als ich gesehen habe, dass in der deutschen Ausgabe "Schrecklich amüsant, aber in Zukunft ohne mich" nur der Essay über die Kreuzfahrt enthalten ist.

Das englische Buch ist eine 350 Seiten dicke Sammlung von 7 Essays.

Das sind die 6 Essays, die dem deutschen Leser vorenthalten werden:

"David Lynch keeps his head": ein genialer Essay über David Lynchs Dreharbeiten zu dem Film "Lost Highway"

"E Unibus Pluram": ein inzwischen legendärer Essay über den Einfluss des Fernsehens auf die Literatur

"Greatly Exaggerated": ein interessanter Essay über postmoderne Literatur

"Derivative Sport in Tornado Alley": Wallace berichtet von seiner Laufbahn als Tennisspieler (Wallace war auf regionaler Ebene ziemlich erfolgreich im Tennnis)

"Getting Away From Already Pretty Much Being Away From It All": Ein Essay über den Besuch des Volksfests in Illinois; dieser Essay liest sich ein bißchen wie eine Vorstudie zu dem Essay über die Kreuzfahrt

"Tennis Player Michael Joyce": Ein Essay über die Tennis-Qualifikationsspiele für das Canadian Open im Jahre 1995; auch dieser Essay hat jedoch eine persönliche Note, weil Wallace darüber schreibt, wie ihm bei diesen Qualifikationsspielen klar wird, dass er es selbst niemals in den Profi-Bereich schaffen wird

Alle 7 Essays wurden im Auftrag für verschiedene amerikanische Zeitschriften geschrieben, in den Zeitschriften aber meist nur in gekürzter Form veröffentlicht. In diesem Buch (soll heißen: in der amerikanischen Ausgabe dieses Buches) sind die 7 Essays sozusagen im "Director's Cut" enthalten.

Ich kann in gewisser Weise nachvollziehen, warum der Goldmann-Verlag sich entschieden hat nur den Essay über die Kreuzfahrt zu veröffentlichen: Die 7 Essays der englischen Ausgabe umfassen schon ein sehr breites Spektrum an Themen von David Lynch über Tennis und postmoderne Literatur bis hin zu dem Volksfest in Illinois - das macht es sicher nicht leicht das Buch zu bewerben.

Als echter David Foster Wallace Fan möchte man jedoch alle Essays lesen und deshalb empfehle ich jedem, der einigermaßen gut englisch kann, die amerikanische Ausgabe zu lesen. Es lohnt sich!
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