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Schrecken und Lust. Die Versuchung des heiligen Antonius
 
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Schrecken und Lust. Die Versuchung des heiligen Antonius [Gebundene Ausgabe]

Ortrud Westheider , Michael Philipp
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Hirmer; Auflage: 1., Aufl. (30. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3777439452
  • ISBN-13: 978-3777439457
  • Größe und/oder Gewicht: 28,6 x 22,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 661.265 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Philipp
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Legende vom verführten, bedrängten und gequälten Eremiten Antonius nutzten seit dem späten Mittelalter zahlreiche Künstler zur Darstellung phantastischer Bildwelten: Häßliche Dämonen treffen auf laszive Schönheiten, kuriose Mischwesen bevölkern bizarre Landschaften, Wunsch- und Alptraum werden eins.

Bis heute faszinieren Antonius-Bilder als Spiegel menschlicher Begierden und Ängste. Im Lauf der Jahrhunderte ändern sich allerdings die geschilderten Details, die intendierten Aussagen und die künstlerische Formensprache. Dabei weist das christliche Motiv schon bald nach 1500 über den religiösen Bereich hinaus: Aus den frühen statuarischen Heiligendarstellungen werden belebte Weltuntergangspanoramen, die endzeitlichen Erwartungen des ausklingenden Mittelalters finden ihren Niederschlag. Hieronymus Bosch und seine Nachfolger schildern mit erfindungsreicher Detailliertheit die Drangsalierungen des Antonius durch Dämonen, Teufel und gräßliche Wesen - und offenbaren dabei eine Freude am Grausamen und Entsetzlichen, am Lustvoll-Schrecklichen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, etwa bei Tintoretto, ringt die Figur des Heiligen heftig mit den Mächten der Verführung. Hier, wie bei Bosch, wird Antonius auch als Paradigma des von seinen Intuitionen bestürmten Künstlers gedeutet. Das 17. Jahrhundert dagegen ordnet Antonius mit derb-unterhaltsamen Zügen der Genremalerei zu, von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an dominiert das Erotische. In der Mitte des 20. Jahrhunderts kommen, so bei Otto Dix und Salvator Dalì, peinigende Monster, die Versuchung durch Frauen und die Kreuzsymbolik zusammen. Mit Max Ernst wird ein abschließender Höhepunkt der Antonius-Gestaltung erreicht: Der Heiligen erscheint unrettbar in den Klauen einer zerrissenen Welt. Vorgestellt werden in diesem leidenschaftlichen Band rund 80 Gemälde, Zeichnungen und Radierungen vom Beginn des 15. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
enttäuschend 11. August 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Die Qualität der Abbildungen ist im Allgemeinen arm, und viele von denen unannehmbar - am besten sind einige (einfarbige) Stiche abgebildet. Ausserdem ist die Auswahl der Werke ganz ungleich. Zwar habe ich einige Aufsätze interessant gefunden. Im Gegenteil ist das Glossar ("Das Inventar der Versuchung") ungenügend und etwas verworren. Es fehlt noch ein Namenregister. Übrigens: Es ist komisch dass die mit diesem Katalog verbindete Ausstellung keine authentische Bilder von Hieronymus Bosch enthalte, sondern nur eine Kopie der Versuchung des heligen Antonius in Lissabon und verschiedene Bilder der Nachfolger Boschs. Trotzdem habe ich in diesem Buch einige interessante unbekannte Werke entdeckt - leider mangelhaft wiedergegeben. Statt dieses Buch zu kaufen, würde ich zum Thema "Antonius-Versuchung" viel besser empfehlen, nächste Titel nachzuschlagen (das Kaufen wäre vielleicht nicht mehr möglich):

As tentaçoes de Bosch ou o Eterno Retorno (Ausstellungskatalog Lissabon 1994 - Electa)

Bosch. Realidad, símbolo y fantasía
(Isidro Bango Torviso und Fernando Marías - Sílex Ediciones, Madrid 1982)
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