Kurzbeschreibung
Die Ostfriesen unter den Autofahrern saßen im Manta. Das suggerierten die Witze und Filme, die noch vor wenigen Jahren grassierten. Diese Zeiten sind, gottlob, inzwischen vorbei. Was jedoch die wenigsten wissen: Bis auf die Optik und wenige technische Details waren Manta und Ascona absolut identisch. Als 'Neue Klasse' schon im Winter 1969 vorgestellt, hätten die beiden eigentlich als Kadett und Olympia die Straßen erobern sollen. Warum es dazu doch nicht kam und was Tuner wie Irmscher und Steinmetz mit diesen Modellen alles anstellten, beschreibt jetzt Rainer Manthey in seinem Buch 'Opel Manta und Ascona 1970 - 1975', das im Stuttgarter Schrader Verlag erschienen ist. Für diese Dokumentation ließ sich der Autor einen besonderen Kniff einfallen. Er stellt die schönsten und interessantesten Modelle dieser Zeit durch Reprints aus Werksunterlagen, Prospekten und Broschüren des Herstellers vor. Die Bilder zeigen zum Beispiel die schnittige Berlinetta aus dem Jahr 1972, die vor allem die weibliche Kundschaft begeisterte. Die Hamburger Illustrierte 'Stern' bezeichnete das luxuriöse Sondermodell als 'den schönsten Opel, den es je gab'. Technik-Geschichte schrieb der 1974 vorgestellte Manta GT/E. In diesem mit Bugspoiler und Rallyestreifen verzierten Sportcoupé kam zum ersten Mal eine voll elektronisch gesteuerte Benzineinspritzung in Großserie zum Einsatz. Für sportliche Power sorgte ein 105 PS starkes 1,9-Liter-Triebwerk, das für eine Top-Speed von 188 Stundenkilometern gut war. Kopfstützen gab's allerdings nur gegen Aufpreis, und auch Sicherheitsgurte waren noch keine Selbstverständlichkeit. Dafür mußten Manta und Ascona von Anfang an ihre Qualitäten bei der passiven Sicherheit in harten Crash-Tests beweisen. Dieses Buch zeigt Seite für Seite, daß die beiden Rüsselsheimer heute nicht von ungefähr Liebhaberstatus besitzen. Tatsächlich zählen sie nach internationalem Oldtimer-Kodex zu den 'Collectibles', sind also sammelwürdig. Für die Fans dieser illustren Youngtimer ist diese Schrader-Chronik freilich doppelt interessant. Rainer Manthey stellt nämlich nicht nur die komplette Modellpflege von Manta und Ascona vor, sondern auch sämtliche Ausstattungsvarianten und Lackierungen, die ab Werk erhältlich waren. Eine Reihe von Prospekten und Broschüren belegen übrigens, daß die 'Neue Klasse' auch in Amerika gut ankam. Und auf keinem dieser Bilder sind Fuchsschwänze oder blonde Friseusen zu sehen.