Wer aufgrund des Titels "Trabant P50, P60, 601, 1,1 Liter, 1958-1991 auf eine brauchbare Übersicht und gut recherchierte Informationen hofft, wird leider bitter enttäuscht.
Die mir bis dato vorliegenden Schrader-Motor-Chroniken scheinen lediglich eine Zusammenstellung von Werbeflyern aus der Geschichte des jeweiligen KFZ-Typs zu sein.
Im vorliegenden Fall "Trabant" ist dies auch nicht anders.
Das Buch, besser Büchlein, beginnt mit einer sogar noch ganz brauchbaren Einleitung, geht dann aber schnell zum Prospektabdruck mit sehr dürftigen Kommentaren über. Im Grunde sagen die Kommentare nicht einmal mehr, als der Leser auf den Bilder von alleine erkennen kann.
Apropos Bilder: Nicht nur der berühmte Michael aus Nina Hagens Lied, sondern auch der Macher dieses Buches scheint den Farbfilm vergessen zu haben. Viel zu viele dürftige schwarz-weiß Abbildungen und schlecht kommentierte Abdrucke fremdländischer Werbeflyer sorgen dafür, das wirklich nur beim eingefleischtesten Trabant-Fan ein wenig Freude aufkommt.Teilweise sind die abgedruckten Werbemitel sogar so klein, daß man zum erkennen eine Lupe benötigt.
Ich fühlte mich beim Versuch dieses Buch zu lesen irgendwo zwischen genervt und verar...t !
Fazit: Empfehlen kann ich das Buch somit tatsächlich nur dem 1000% Trabbi-Fan, der ansonsten schon alles hat, kann und weiß. Für den Normalo, der einfach aus technischem Interesse etwas über das Volksauto der DDR erfahren will, gibt es ausreichend andere Bücher - dieses hat zu wenig brauchbaren Inhalt und wird denjenigen, der echte Informationen sucht massiv enttäuschen.
Meine ganz persönliche Meinung - und als nichts anderes ist ja diese Rezension zu sehen, dabei ist: Hier werden mit geringstem Aufwand Produkte gefertigt, die im Grunde niemand braucht - vom Titel her interessant aufgemacht, fühlte ich mich als Käufer eher abgezockt.