In Schröedingers Katze setzt Wilson seine Illuminatus Trilogie schinbar fort. Zumindest treffen wir einige der bereits aus der Illuminatus-Trilogie bekannten Gesichter wieder. Aber mit der Zeit wird klar, daß Wilson anderes mit uns im Sinn hat. Wieder führt er uns langsam auf einen philosophischen Pfad des was-wäre-wenn: Wieder springt das Buch von Handlungseben zu Handlungsebene , stellt uns verschiedene bekannte und unbekannte Protagonisten vor, und stößt plötzlich an das Ende der Welt! Daraufhin beginnt die Geschichte erneut, aus anderen Perspektiven, und führt zu andern Ergebnissen. Wilson nimmt die Geschichte von Schroedingers Katze, die in einer Kiste so eingesperrt wird, so daß man ohne Nachsehen nicht feststellen kann, ob sie tot ist oder lebt, und sie somit für uns Tot/Lebendig ist als Analogie für die Form des Universums, oder besser, der Universen. Ein Universum mag von dem anderen grundverschieden sein, und ist doch nur einen Quantensprung, einen Unsicherheitsfaktor von diesem entfernt. Aber auch das Selbstgefühl von uns Menschen wird in Frage gestellt, unsere Position auf der Welt und unser Selbstbild. Weiter auf die Geschichte einzugehen, hieße zuviel vorwegzunehmen, also bleibt mir nur das Buch jedem wärmstens zu empfehlen, der auch die Illuminatus Trilogie gemocht hat. Letztlich waren auch die Ereignisse in dem Buch letztlich nur ein Quantenereignis von unserer Welt entfernt.
Man sollte jedoch zuvor die Illuminatus Trilogie gelesen haben, bevon man sich an dieses Buch heranwagt. Es ist zwar auch alleine verständilich, aber der Genuß erhöht sich durch den Wiedererkennenswert erheblich.
Wilson vermag es erneut, uns sein Weltbild als einen neuen Denkanstoß nahezubringen.
"Die Geschichte ist ein Alptraum, aus dem keiner von uns erwachen kann." (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)