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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
56 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillante Einfälle, erstklassige Darsteller, eine universelle Botschaft - perfekte Unterhaltung,
Von J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Schräger als Fiktion - Stranger than Fiction (DVD)
Steuerfahnder Harold Crick beginnt einen neuen Tag wie unzählige andere davor. Nur mit dem Unterschied, dass jeder seiner Schritte und jede seiner Handlungen von einer allgegenwärtigen Frauenstimme kommentiert werden. Als ihm der eigene Tod angekündigt wird, setzt er alles daran, den Lauf des Schicksals bzw. die Absicht seiner Schöpferin (?) zu ändern.Die ungewöhnlich, für geradlinige Gemüter (bspw. Steuerfahnder) gar zu schräg anmutende Story weiter zu erläutern, ist unmöglich, ohne verblüffende Handlungstwists zu verraten. Daher bleibt zunächst nur der Verweis auf ähnlich verrückte Streifen wie BEING JOHN MALKOVICH, ADAPTION und VERGISS MEIN NICHT. Ebenso wie in letztgenanntem Werk Jim Carrey gelingt in STRANGER THAN FICTION Will Ferrell ein Meilensprung vom Komiker zum ernstzunehmenden Leading Actor. Wer sein reduziertes Spiel als Untalent herabredet, hat vermutlich den tragikomischen Charakter Harold Crick nicht verstanden, dessen anfangs unscheinbarer, fast deprimierender Erscheinung sich der normalerweise extrovertierte Ferrell bemerkenswert unterordnet. Die graduell und subtil vollzogene Wandlung zum sympathischen Liebhaber meistert er dann umso anrührender (und sehr viel glaubwürdiger als im leider gescheiterten VERLIEBT IN EINE HEXE). Emma Thompson - Seiten könnte man über ihre Schauspielkunst füllen! Die kettenrauchende Schriftstellerin mit Schreibblockade und zynischer Weltsicht erfüllt sie derart oscarreif mit Leben, dass man jeder von ihr getragenen Szene entgegenfiebert. Verbal Paroli bietet ihr das immer wieder gern gesehene Energiebündel Queen Latifah (CHICAGO) als Assistentin. Die Show wird ihr lediglich von Dustin Hoffman gestohlen, der mit seiner jüngsten Rollenwahl unerhört kontinuierlich ein glückliches Händchen bewiesen und meist kleine Parts ganz groß und denkwürdig gemacht hat (WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN, DAS PARFUM). Als koffeinsüchtiger Literaturprofessor darf er die Mehrzahl der komischsten Dialoge - siehe "die 23 Fragen", ein Brüller - bestreiten. Die letzte Hymne sei Maggie Gyllenhaal, der nicht minder talentierten Schwester von Jake (BROKEBACK MOUNTAIN), gewidmet, deren längst überfällige Entdeckung durch ein breiteres Publikum als den heimlichen Fans von SECRETARY hoffentlich auf diesen Film folgt. Selten, wenn nicht sogar nie sah man eine anmutigere, wortgewandtere Bäckerin auf der Leinwand. Bereits seit STAY wird der Rezensent mit jeder Ankündigung eines neuen Werkes des Schweizers Marc Forster, auf dessen Konto so unterschiedliche Genrebeiträge wie MONSTER'S BALL und WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN gehen, in vorfreudige Erregung versetzt. Nicht vielen Regisseuren gelingt dermaßen unangestrengt und teilweise liebevoll die verschiedensten Emotionen im Zuschauer zu wecken, ohne dabei den Intellekt zu vernachlässigen. Ein Kunststück, das wir gerne noch sehr viel öfter bestaunen wollen. Dieses Feelgood-Movie behalten wir solange als Meisterstück in wohliger Erinnerung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Brillante Einfälle, erstklassige Darsteller, eine universelle Botschaft - perfekte Unterhaltung,
Von J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Schräger als Fiktion [Blu-ray] (Blu-ray)
Steuerfahnder Harold Crick beginnt einen neuen Tag wie unzählige andere davor. Nur mit dem Unterschied, dass jeder seiner Schritte und jede seiner Handlungen von einer allgegenwärtigen Frauenstimme kommentiert werden. Als ihm der eigene Tod angekündigt wird, setzt er alles daran, den Lauf des Schicksals bzw. die Absicht seiner Schöpferin (?) zu ändern.Die ungewöhnlich, für geradlinige Gemüter (bspw. Steuerfahnder) gar zu schräg anmutende Story weiter zu erläutern, ist unmöglich, ohne verblüffende Handlungstwists zu verraten. Daher bleibt zunächst nur der Verweis auf ähnlich verrückte Streifen wie BEING JOHN MALKOVICH, ADAPTION und VERGISS MEIN NICHT. Ebenso wie in letztgenanntem Werk Jim Carrey gelingt in STRANGER THAN FICTION Will Ferrell ein Meilensprung vom Komiker zum ernstzunehmenden Leading Actor. Wer sein reduziertes Spiel als Untalent herabredet, hat vermutlich den tragikomischen Charakter Harold Crick nicht verstanden, dessen anfangs unscheinbarer, fast deprimierender Erscheinung sich der normalerweise extrovertierte Ferrell bemerkenswert unterordnet. Die graduell und subtil vollzogene Wandlung zum sympathischen Liebhaber meistert er dann umso anrührender (und sehr viel glaubwürdiger als im leider gescheiterten VERLIEBT IN EINE HEXE). Emma Thompson - Seiten könnte man über ihre Schauspielkunst füllen! Die kettenrauchende Schriftstellerin mit Schreibblockade und zynischer Weltsicht erfüllt sie derart oscarreif mit Leben, dass man jeder von ihr getragenen Szene entgegenfiebert. Verbal Paroli bietet ihr das immer wieder gern gesehene Energiebündel Queen Latifah (CHICAGO) als Assistentin. Die Show wird ihr lediglich von Dustin Hoffman gestohlen, der mit seiner jüngsten Rollenwahl unerhört kontinuierlich ein glückliches Händchen bewiesen und meist kleine Parts ganz groß und denkwürdig gemacht hat (WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN, DAS PARFUM). Als koffeinsüchtiger Literaturprofessor darf er die Mehrzahl der komischsten Dialoge - siehe "die 23 Fragen", ein Brüller - bestreiten. Die letzte Hymne sei Maggie Gyllenhaal, der nicht minder talentierten Schwester von Jake (BROKEBACK MOUNTAIN), gewidmet, deren längst überfällige Entdeckung durch ein breiteres Publikum als den heimlichen Fans von SECRETARY hoffentlich auf diesen Film folgt. Selten, wenn nicht sogar nie sah man eine anmutigere, wortgewandtere Bäckerin auf der Leinwand. Bereits seit STAY wird der Rezensent mit jeder Ankündigung eines neuen Werkes des Schweizers Marc Forster, auf dessen Konto so unterschiedliche Genrebeiträge wie MONSTER'S BALL und WENN TRÄUME FLIEGEN LERNEN gehen, in vorfreudige Erregung versetzt. Nicht vielen Regisseuren gelingt dermaßen unangestrengt und teilweise liebevoll die verschiedensten Emotionen im Zuschauer zu wecken, ohne dabei den Intellekt zu vernachlässigen. Ein Kunststück, das wir gerne noch sehr viel öfter bestaunen wollen. Dieses Feelgood-Movie behalten wir solange als Meisterstück in wohliger Erinnerung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ich denke, also müsste ich doch sein, oder?,
Von Daniel Dilly - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Schräger als Fiktion - Stranger than Fiction (DVD)
Harold führt ein vollkommen strukturiertes Leben. Es ist Steuerprüfer, achtet pingelig auf Ordnung, Pünktlichkeit und Sauberkeit und erfüllt auch sonst sämtliche Klischees einen langweiligen Spießers.In seine genauestens verplante und streng rationale Welt paßt es nun gar nicht, dass er plötzlich Stimmen hört. Genauer gesagt eine Stimme und die spricht auch nicht zu ihm, sondern über ihn. Da Psychotherapeuten ihm nicht helfen können, treibt es ihn in seiner Verzweiflung zu einem Literaturprofessor. Der nimmt sich dem ungewöhnlichen Fall an behauptet nach einigen Nachforschungen, dass Harold die Hauptperson des sehnsüchtig erwarteten neuen Romans einer bekannten, aber sehr zurückgezogen lebenden, Autorin sein müsse. Eine Schriftstellerin die ausgerechnet dafür bekannt ist, dass ihre Hauptfiguren am Ende der Geschichte das Zeitliche segnen. Die Aussicht auf einen baldigen Tod gefällt Harold ganz und gar nicht, hat er sich doch erst kürzlich in eine schöne Bäckerin verliebt und auch sonst ganz andere Pläne für seinen weiteren Lebensweg. So versucht er Kontakt zu seiner Meisterin aufzunehmen und sich gegen die Fremdbestimmung zur Wehr zu setzen. Statt die verschiedenen Realitätsebene zu trennen, vermischt "Schräger als Fiction" diese ganz bewußt, so dass die Grenzen verwischen. Eine strenge Analyse der Handlung würde fraglos den einen oder anderen Logikfehler aufdecken, aber dadurch beraubt man sich der philosophischen Gedanken die hinter all dem stecken. Ist Harold eine Romanfigur die sich verselbstständigt hat, oder ist er ein normaler Mensch, der seine Individualität zurückgewinne muss? Ist unsere gesamte Welt nur die Illusion eines höheren Universums? In wie weit hat man sein Schicksal selbst in der Hand? Inhaltlich ist der Film mehr als die Summe seiner Teile. Zwar mangelt es der Liebesgeschichte an Komplexität und die Handlung ist weder dramatisch tiefschürfend noch umwerfend witzig oder spannend, aber am Ende kommt dabei ein skurriles und intelligentes Filmvergnügen heraus. Neben der originellen Grundidee überzeugen vor allem die großartigen Schauspieler. Emma Thompson, Dustin Hoffman und Maggie Gyllenhaal brillieren in Nebenrollen und Will Ferrell, der bislang vor allem in überdrehten Slapstick-Rollen aufgefallen ist, beweist, dass er auch leiseren und hintersinnigen Humor transportieren kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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