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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Auch diesmal eigenständig,
Rezension bezieht sich auf: Schoolyard Ghosts (Audio CD)
Steven Wilson scheint sich bei bei keinem seiner Projekte so fallen zu lassen wie bei No-Man. Auch auf dem aktuellen Album schimmern weder Porcupine Tree, noch Blackfield durch. Und das obwohl auch Gavin und Colin für je einen Song aushelfen, die Produktion Wilsons Handschrift trägt, und die düstere verträumte Stimmung die Wilson so meisterhaft umzusetzen versteht, allgegenwärtig ist. Aber Tim Bowness Gesang ist schon sehr prägend. Und seine Texte sind, auch wenn sich Parallelen aufdrängen, doch eine andere Baustelle. Wer von Beiden wieviel komponiert hat, erfährt man nicht, aber auch hier dürfte Bowness eher den Löwenanteil beisteuern."Schoolyard Ghosts" erinnert stark an den Vorgänger. Die erste Hälfte wird von gut strukturierten Songperlen dominiert, meist spärlich aber wunderschön instrumentiert. Und vor allem nie überladen. Es kommen zahlreiche Instrumente zum Einsatz, die aber immer viel Raum genießen, bevor sie dem nächsten weichen. Laut wird es allenfalls mal für 30 Sekunden zwischendurch, um anschließend um so eindrücklicher Stille erzeugen zu können. Zum Ende hin wird das Album dann, wie eben auch auf "Together we re Stranger" schon, verschwommener, schleppender, unstrukturierter. Manch Einer mag auch sagen langweiliger, aber No-man ist eben nicht Blackfield, wo von vorn bis hinten Vierminüter mit Traummelodien aneinandergereiht werden. No-man ist auch experimentel bis hin zum Jazz, schwermütig und auch mal unbequem. Wunderschönes Album, wenn auch sehr berechenbar. Der Vorgänger läßt grüßen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wo Licht ist,
Von
Rezension bezieht sich auf: Schoolyard Ghosts (Audio CD)
ist auch Schatten. Und den gibt's auf Schoolyard Ghosts fast überwiegend. Licht dagegen eher selten. Dabei ist das recht kurze Wherever There Is Light tatsächlich noch einer der ,helleren' Titel. Ansonsten gibt's Melancholie zwischen dreieinhalb und fast 13 Minuten Songdauer in Reinform.Wie schon das letzte Porcupine Tree Album Fear Of A Blank Planet, ist auch die neue No-Man schlüssiger, kompakter und - sagen wir mal - perfekter geworden. Selbst gemessen an dem schon sehr guten Vorgänger Together We're Stranger. Schoolyard Ghosts klingt wie das ruhige Gegenstück zu Fear Of A Blank Planet. Genauso düster und schwermütig, schlüssig und songmäßig kaum zu trennen. Hört man einen Track, muß man eigentlich alle hören. Steven Wilson scheint mehr denn je auf dem Weg zum Konzeptalbum oder Gesamtkunstwerk. Traumhaft schöne, oft klavierdominierte Melodien gibt's fast durchgehend, doch songhaft eingängig sind sie vor Allem in den Tracks 1, 2, 5 und dem dezent rhythmischen Track 7, Streaming. Ungewöhnlich für No-Man ist das gut gemachte Pigeon Drummer mit einigen brachialen Gitarreneinsätzen. Pink Floydeske Gitarren gibt's übrigens auch. Am besten zu hören im mit toller Percussion unterlegten Beautiful Songs You Should Now und dem sehr ruhigen, aber atmosphärischen und spannenden Schlusstitel Mixtaped. Über den dicksten Brocken, das fast 13 minütige Truenorth, kann man streiten. Der Track ist gut, zweifelsohne, dümpelt aber über lange Strecken zu sehr vor sich hin. Hier fehlt es an Steigerungen oder Unterbrechungen, die den zu linearen Soundfluß aufreissen. Gleichwie: Sound, Songs und Gesamtkonzept von Schoolyard Ghosts sind erstklassig und Sänger und No-Man Mitstreiter Tim Bowness in Höchstform. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Diskret bis zum Verschwinden: Ein weiteres stilles Meisterwerk der genialen Briten.,
Rezension bezieht sich auf: Schoolyard Ghosts (Audio CD)
Irgendwie schade, dass die wunderbaren No-Man immer noch ein Geheimtip sind. Wer allerdings seit Jahren eine Meisterwerk der Melancholie nach dem anderen veröffentlicht - etwa Returning Jesus (2001) oder Together We're Stranger (2003) - aber keinerlei Werbung dafür betreibt, geschweige denn mehr als alle paar Jahre mal 1-2 Konzerte gibt und überhaupt der britischen Kunst des Understatements huldigt, scheint Mangel an Popularität geradezu anzustreben. Was auch wieder sympathisch ist, zumindest solange uns Tim Bowness und Steven Wilson (hauptberuflich Mastermind von Porcupine Tree) und wechselnde Konsorten regelmässig so wunderbare Botschaften in CD-Form zukommen lassen. So wie jetzt Schoolyard Ghosts, ein weiteres süchtigmachendens Werk, ebenso zeit- wie schwerelos und erfüllt von zum Heulen schönen Melodien (Wilson) und einzigartig sehnsüchtiger und melancholischer Stimme (Bowness), die über dezenten Hintergründen aus Streichern, Gitarre und Elektronik schwebt. Von den ersten sanften Tönen von Opener All Sweet Things" über das epische und brillant orchestrierte und arrangierte Truenorth" bis zum abschliesenden Mixtaped" gleicht Schoolyard Ghosts eine Reise durch eine Abenddämmerung, von der man wünscht, dass sie nie enden möge.
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