...dafür danke ich Dir." Dylans(Andrew Robb) Worte am Grab des Großvaters zeigen, was für ein Mensch "Stormin" Norman Warner(John Astin) war. 43 Jahre lang in ununterbrochener Reihenfolge war der Opa "Lehrer des Jahres" an der Falbrook Middle School. Jetzt, nach Norman Warners Tod, möchte Normans Sohn Matt(David Paymer), der Biologielehrer der Schule, in die übergroßen Fußstapfen des geliebten Vaters treten. Doch Matt ist eher dazu geeignet, dass sich sein Sohn Dylan fremdschämen muss, zu sehr erfüllt er das Klischee des spröden, unspaßigen Lehrers. Matt sieht das natürlich anders und legt sich ins Zeug. Im neuen Schuljahr muss er jedoch feststellen, dass der neue Lehrer Michael D'Angelo(Ryan Reynolds) innerhalb kürzester Zeit mit unorthodoxen Lehrmethoden die Herzen der Schüler und des Kollegiums im Sturm erobert. Mr.D, wie ihn die Schüler liebevoll nennen, war früher selbst Schüler auf der Falbrook. Er weiß genau, wie er den Geschichtsstoff an die Kinder bringt. Seine Lehrerkollegen überzeugt er praktisch nebenbei. Nur Matt natürlich nicht. Der hat sich Mr.D als das Problem ausgeguckt, das zwischen ihm und der Auszeichnung "Lehrer des Jahres" steht. So versucht Matt Mr.D "an den Karren zu fahren" und muss dabei entdecken, dass er sich nicht nur von seinem Lehrauftrag, sondern auch von der eigenen Familie entfernt. Das kann nicht lange gut gehen. Und so dauert es auch nur ein paar Wochen, bis Matt komplett durchdreht...
-School of life-, mit einem "frühen" Ryan Reynolds und David Paymer wirklich gut besetzt, patscht hier und da in einigen Uralt-Klischees in punkto Schule und Erziehung umher, findet aber auch immer wieder wirklich witzige und kreative Nischen im Lehralltag. In diesem Genre etwas Neues zu produzieren, ist bekanntermaßen schwierig. Wenn Matt jedoch auf Teufel komm raus der Liebling der Schüler werden will und dadurch Dylan zum Mittelpunkt der Peinlichkeit macht, hat -School of life- seine wirklich starken Momente. Die sind leider nicht durchgehend vorhanden. Am Anfang braucht der Film, um in die Erzählspur zu gelangen. Zum Ende wird es hier und da ein wenig arg albern. Doch, wie schon gesagt, es gibt auch wirklich gut unterhaltende Szenen und klasse gespielte Charaktere in der Schulstory.
Für Ryan Reynolds Fans ist -School of life- sicher ein Muss. Alle anderen Zuschauer, hier denke ich vor allem an Lehrer, Schüler und Eltern, werden von dem Film vermutlich nicht komplett begeistert, aber auch nicht total enttäuscht werden. Insofern müssen sie wieder einmal selbst entscheiden, ob William Dears Film zu ihren Lieblingsproduktionen gehören wird oder eher nicht. Wenn sie allerdings schon immer wissen wollten, was im Schulbasketball unter einer "Fred Astaire Defensive" verstanden wird, dann bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich -School of life- anzuschauen.