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"... und die Schokolade nehmen wir im blauen Salon...". Zu Tisch bei Pauline und Richard Strauss. Mit den schönsten Strauss-Liedern und berühmten Opern-Arien auf CD
 
 
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Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999
In einer Sammelrezension bespricht Michael Gassmann folgende sieben Bücher über Richard Strauss:
1) Marianne Reisiger: "Und die Schokolade nehmen wir im blauen Salon" (Mary Hahn Verlag)
Zu Maria Reissigers Kochbuch "Und die Schokolade..." fällt Gassmann dabei nicht viel Gutes ein. Die Rezepte zu Sacher-Torte und anderen Speisen seien etwa so schwer wie Strauss` Partituren. Bei keinem anderen Komponisten komme man im übrigen auf so eine Idee. Könne man sich etwa ein Buch unter dem Titel "Backen mit Boulez" vorstellen?
2) Hanspeter Krellmann (Hg.): "Wer war Richard Strauss?" (Insel Verlag)
In den 19 Essays des von Hanspeter Krellmann herausgegebenen Bandes findet Gassmann "ein intellektuelles Vergnügen ersten Ranges", allerdings nicht so sehr bei den Texten der Musikwissenschaftler, die Strauss` Musik immer nur an der Elle der Begriffe Theodor W. Adornos mäßen, sondern eher bei den Dramaturgen oder Autoren wie Friedrich Dieckmann, der nachweise, dass Strauss mit der Ästhetik der Nazis sehr wenig gemein habe.
3) Christoph Wagner-Trenkwitz: "Durch die Hand der Schönheit, Richard Strauss in Wien"
Bei Wagner-Trenkwitz lobt Gassmann die sachliche und informationsreiche Art der Darstellung. Wer sich für das Thema interessiert, der finde hier "Handbuchqualitäten" und "umfängliche Statistiken".
4) Matthew Boyden: "Richard Strauss, die Biografie" (Europa Verlag)
Boydens Biografie stehe in der angelsächsischen Tradition und sei somit farben- und informationsreich erzählt. Boyden sei allerdings "ein Spezialist fürs Ungefähre", seine Ausführungen zu Nietzsche oder dem Faschismus oder anderen weltanschaulichen Themen findet Gassmann schwer verdaulich. Man merke im übrigen, mit welcher Eile das Buch geschrieben sei. Boyden gehe aber immerhin auch auf das Thema "Strauss im Nationalsozialismus" ein.
5) Kurt Wilhelm: "Richard Strauss persönlich" (Henschel Verlag)
Diese Strauss-Darstellung findet Gassmann dann doch etwas geschönt, aber immerhin opulent bebildert, ein rechtes Souvenir. Man müsse verstehen: Es handele sich um das Buch eines mit der Familie Befreundeten.
6) Maria Publig: "Richard Strauss, Bürger, Künstler, Rebell" (Verlag Styria)
Publig verzichte völlig auf musikalische Erörterungen. Ihre Art, Strauss über einen zeithistorischen Bezug anzunähern verführe die Autorin zum Teil zu "grotesken Erklärungen".
7) Franz Trenner: "Richard Strauss, Werkverzeichnis".
An Trenners Werkverzeichnis lobt Gassmann die Handlichkeit und die Incipits vor den Werknummern.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

Von den Glanzzeiten der Gründerzeit und des Jugendstils an sammelte Pauline Strauss bei Sängern und Komponisten Rezepte. Ihr Mann Richard, der gerne und gut aß, war ihr dabei behilflich, indem er bei seinen unzähligen Gastspielen in der ganzen Welt Rezepte aufschrieb, die er seiner Frau auf Postkarten zusandte. bei einer Recherche entdeckte Frau Marianne Reißinger per Zufall das handgeschriebene Kochbuch der Pauline Strauss im Familienarchiv. Die Rezeptesammlung enthält besonders aparte Gerichte, häufig werden als Quelle berühmte Zeitgenossen genannt, von Hugo von Hofmannsthal über Thomas Mann bis Winfried Wagner.

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