Haben Sie schon mal eine Schachtel süßer Naschereien geschenkt bekommen und diese dann zum Beispiel nach einem stressigen Arbeitstag oder bei Liebeskummer hemmungslos verspeist? Danach fühlten Sie sich bestimmt unwohl, denn "Die Schuldgefühle setzten ein, und voller Reue blicken Sie auf die restlichen Pralinen in der Schachtel". Das dieses schlechte Gewissen völlig unbegründet ist, propagieren die Autoren John Ashton, Ernährungswissenschaftler, und Suzy Ashton in ihrem Buch, denn "Schokolade ist gesund!". In ihren Texten, aus dem Englischen von Tatjana Kruse übersetzt, fordern sie "All die negativen Gedanken über Schokolade und die Schuldgefühle nach dem Genuss von Schokolade dürfen sie jetzt getrost ad acta legen".
In acht Kapiteln versuchen sie teils sarkastisch, teils wissenschaftlich belegt, die Vorzüge von Schokolade herauszustellen. "Die Polyphenole im Kakao können dazu beitragen, das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken" und "Flavonoide, die im grünen Tee und in Zwiebeln vorkommen, finden sich auch in der Schokolade und können in unterschiedlichem Maße vor Krebs schützen", so die beiden Autoren.
In den Texten dieses kleinen Geschenkbuches in Form einer Tafel Schokolade, das leider nicht illustriert ist, wird die zwiespältige Rolle der Schokolade in unserer Gesellschaft deutlich: "Sie ist das Beste aller Nahrungsmittel und das schlimmste aller Nahrungsmittel; sie verkörpert Belohnung und Luxus, wird aber auch als fetthaltig, ungesund und als verbotene Frucht verteufelt." Die süße Versuchung wird nun von ihrem ungesunden Image befreit. "Endlich: Schokolade essen ohne schlechtes Gewissen" - solange es in Maßen geschieht.