Dieser Roman war der erste, den ich von Robin Cook gelesen habe. Ich muss sagen, höchstwahrscheinlich auch der Letzte. Weit über die Hälfte des Buches passiert nichts aufregendes. Sicherlich, man kann sich in der Phantasie etwas vorstellen, doch da der Autor offensichtlich möglichst wenig verraten bzw. andeuten wollte, ist auch dies nicht so ganz einfach. Die Szenen selbst sind von gnadenloser Spannungsarmut gekennzeichnet, ebenso von einer Langweiligkeit der Charaktere. Es gibt nicht eine Person, mit der man "mitfiebert". Die Unglaubwürdigkeit einiger Handelnden sei an dieser Stelle auch noch erwähnt. Einige Szenen sind auch viel zu lang geraten, da hätte ein geübterer Schriftsteller deutlich gestrafft. Was ich auch vermisst habe, waren Überraschungen und/oder Wendungen in der Story. Aber vielleicht bin ich von Jeffery Deaver einfach zu sehr verwöhnt worden.
Am Ende dagegen geht alles ziemlich schnell, was aber auch nicht unbedingt zu den Glanzlichtern eines Thrillers zählt. Mein Gefühl war, dass hier noch etwas gefehlt hat.
Fazit: Kein Genuss !!
Den einen Stern gibt es für die Idee, wobei es von Anfang an klar war - nach den ersten drei Seiten Prolog - dass es ums Klonen von Menschen geht. Den zweiten Stern müsste man eigentlich auf einen halben reduzieren, da das Ende viel zu plötzlich kam, aber immerhin mal kein "versöhnliches" Ende.